Trotz guter Ballphysik und vielfältiger Spieleranimationen spielt sich Pro Evolution Soccer leider nicht mehr so realistisch, wie man es im PES-Fanlager propagiert. Die angesprochenen Schwächen kratzen doch stark am einst so makellosen Simulationslack. Auf dem Platz schafft PES es also leider nicht, die entscheidenden Akzente zu setzen und die Konkurrenz auszustechen. Doch wie sieht es mit den Spielmodi aus?
Die neuen Menüs sehen gut aus und sind gut strukturiert.Nun, auf das erneute Lizenzdilemma wollen wir in diesem Jahr nur kurz eingehen: Die Bundesliga ist mal wieder nicht vertreten. Leider schaffen es nicht mal einzelne deutsche Vereinsmannschaften in die „Rest der Welt“-Auswahl. Weder komplett noch mit Fantasienamen lässt sich ein einziges Team entdecken, das der Bundesliga entspringt. Entschädigt werdet ihr mit der englischen, spanischen, italienischen, französischen und niederländischen Liga.
Leider verliert auch die „UEFA Champions League“-Lizenz dadurch ihren Reiz, dass die Gruppen aufgrund nicht lizenzierter Teilnehmer nicht der Originalauslosung entsprechen. Immerhin ist die deutsche Nationalmannschaft im Spielumfang enthalten – einer authentischen WM-Vorbereitung steht also nichts im Wege.
Neue Beleuchtungseffekte und schöne Spielermodelle lassen PES 2010 authentisch wirken.Ein echtes Highlight ist der gänzlich überarbeitete Meisterliga-Modus. Alles wirkt frisch und durchdacht – die erfundenen Credits der Vorgänger weichen einer harten Währung, die durch die Mitgliedsbeiträge der Vereinsmitglieder, Sponsoren, Prämien und Stadioneinnahmen auf euer Konto fließen. Wer mag, darf die Trainingsziele seiner Spieler festlegen, bestimmte Fähigkeiten fördern, Verhandlungen führen und den Verein somit zu Ruhm und Ehre führen.
Welcher Verein das ist, steht euch völlig frei – möchtet ihr den Meisterliga-Modus mit dem FC Barcelona bestreiten, so ist auch das möglich, auch wenn es dann kaum noch Ziele gibt, die ihr euch langfristig stecken könnt. Im Laufe der Saison erwarten euch nicht nur Liga- sondern auch Pokalspiele. Zusätzlich bestreitet ihr, bei entsprechender Qualifikation, Champions-League- und Europaliga-Spiele.
Noch ein Beispiel für die tolle Spielerdarstellung. Fernando Torres ist problemlos zu erkennen.Während Einzelspieler mit dem neuen Meisterliga-Modus eine Menge geboten bekommen, scheint es, als ob auch gesellige Spielernaturen in diesem Jahr endlich aufatmen können. In den bisherigen Spielen schien der Onlinemodus endlich von alten Schwächen befreit und zu einer brauchbaren Alternative gereift zu sein. Wir hoffen, dass die Server auch einem bevorstehenden Ansturm gewachsen sein und den Onlinespielspaß garantieren werden.
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