Im Rahmen der Pro Evolution Soccer European Finals in Sevilla hatten wir Gelegenheit, die kommende Wii-Version des Fußballspektakels anzuzocken und mit dem japanischen Producer „Greyhound“ zu sprechen. Nach dem ersten Blick auf das erste „Wii-ES“ ist eines sicher: Einfacher wird Fußball auf Nintendos weißen Würfel nicht.

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In Sachen Fußball ist die Wii bislang noch Entwicklungsland – obwohl die Steuerung eigentlich geradezu prädestiniert ist für Sportspiele. Anfang nächsten Jahres soll das anders werden. Zumindest, wenn es nach Konami geht. Dafür haben sich die japanischen Entwickler einiges ausgedacht: Statt einer einfachen Portierung soll die Wii-Version ein komplett eigenständiges Spiel werden, das sich dank der neuartigen Steuerungsmöglichkeiten zum realistischsten virtuellen Kick aller Zeiten entwickelt könnte.

Pro Evolution Soccer 2008 - Fußball, so realistisch wie nie zuvor? PES nimmt erstmals die Wii ins Visier.

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Erscheint zunächst verwirrend: Steuerung mit Kreisen und Pfeilen.
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Erste Screenshots bei der Präsentation in Sevilla sorgten allerdings für Skepsis. Gespickt mit Kreisen, Pfeilen und Linien ähnelten diese eher Bildern aus einem Lehrbuch für Fußball-Taktiken als einem Spiel. In Bewegung wird aber schnell klar, dass es ohne diese Symbole nicht geht: Der Kreis ist euer „Cursor“, mit dem ihr beliebige Spieler über die Wiimote an eine beliebige Position dirigieren könnt, die Pfeile Lauf- und Passwege. Damit ist es erstmals möglich, bei einem virtuellen Kick tatsächlich alle Spieler zu kontrollieren. Außerdem eröffnen sich in Sachen Laufwege und Taktik ganz neue Möglichkeiten: Ob ihr einen Spieler steil in die Spitze schicken, eine Abseitsfalle aufziehen oder den flinken Außenstürmer Richtung Eckfahne lossprinten lassen wollt – die Bedienung via Wiimote machts möglich.

Den ballführenden Spieler kontrolliert ihr mit dem Nunchuk. Wer will, kann sich auch dafür auf die Wiimote verlassen – da dann aber die restlichen zehn Mann nicht mehr steuerbar sind, wird sich diese Variante unserer Meinung nach nicht durchsetzen. Gepasst wird entweder mit den Tasten A und B, oder erneut mit Hilfe der Wiimote. Zweitere Steuerungsvariante gibt euch zudem die Möglichkeit, Pässe in den freien Raum zu spielen und einen Mitspieler direkt dorthin zu schicken, wo der tödliche Pass gleich ankommen wird. Gegenüber den Konkurrenten auf anderen Plattformen ist das ein riesiger Vorteil, da Laufwege dort stets KI-abhängig sind.

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Die Steuerung per Wiimote erlaubt bislang nicht durchführbare Spielzüge.
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Wer schon mal bei PES den zehnten Steilpass hintereinander in die Füße der gegnerischen Abwehr gespielt hat, kennt das Problem. Im Gegenzug könnt ihr natürlich in der Abwehr potentielle Laufwege eurer Gegenspieler schließen, ohne euch dabei auf die oft mangelhafte Intelligenz der Verteidiger verlassen zu müssen. Um die Steuerung nicht unnötig zu verkomplizieren entscheidet das Spiel bei Pässen abhängig von der Entfernung selbstständig, ob diese flach oder hoch gespielt werden. Wie bei Mario Strikers: Charged Football, werden Schüsse und Grätschen durch Schütteln des Nunchuks ausgelöst. Im Moment ist es noch nicht möglich, die Schussrichtung zu bestimmen – die Entwickler haben aber versichert, hierfür bis zum Release noch eine Lösung zu finden.