Prince of Persia 3 (PS2-Preview)
von Nedzad Hurabasic

Der dritte Teil soll auch definitiv der letzte Abschnitt des orientalischen Abenteuers werden. Das sagten uns jedenfalls die Entwickler bei der Präsentation von Prince of Persia 3 auf der diesjährigen Games Convention. Am Stand von Ubisoft wurden uns stolz die Highlights des

derzeit noch in der Produktion steckenden Action-Jump 'n Runs vorgestellt. Nachdem sich viele Spieler beschwert hatten, dass der Schwierigkeitsgrad des zweiten Teils (Prince of Persia: Warrior Within) teilweise zu hoch angesetzt war, versprachen die Entwickler nun auf gamona.de-Nachfrage, ein deutlich zugänglicheres und leichteres Actionspiel, das auch Anfängern

ermöglichen soll bis zum Ende zu gelangen. Der bisher unter dem inoffiziellen Untertitel Kindred Blades firmierende dritte Teil (Titel wurde auf der Messe dementiert), soll die besten Features seiner beiden Vorgänger aufgreifen und das Ende der Trilogie beschließen. Da man möchte, dass alle Spieler die Auflösung des mysteriösen Geheimnisses erleben können, wird der Schwierigkeitsgrad auch dementsprechend heruntergeschraubt.

Trotzdem soll das Spiel laut Ubisoft noch mehr Action enthalten als Warrior Within und gleichzeitig noch mehr Wert auf eine konsistente Hintergrundgeschichte gelegt werden. Anknüpfend an Teil zwei, in dem das so genannte Free-Form-Fighting-System eingeführt wurde, wird Teil 3 das Speed-Kill-System erhalten. Es soll dem Gamer ermöglichen, Feinde Mithilfe von bestimmten Moves ohne Gegenwehr auszuschalten. Das wird allerdings nur funktionieren, wenn man flink und aufmerksam vorgeht. Nach Initiierung eines Speed-Kills gibt das Spiel in Form von eindeutigen Leuchteffekten vor, wann die Moves mit rechtzeitigem Tastendruck vervollständigt werden müssen. Das Verpassen einer solchen Situation hat zur Folge, dass der Speed-Kill unterbrochen wird und der Kampf mit "normalen" Mitteln fortgeführt werden muss. Dann stehen auch wieder die grausamen Fähigkeiten des Free-Form-Fighting-Systems für ein blutiges Gemetzel zur

Prince of Persia: The Two Thrones - Der Prinz von Persien im letzten Teil der Trilogie

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Verfügung. Das heißt aber nicht, dass Speed-Kills weniger brutal zur Sache gehen - im Gegenteil. Viel bleibt von den Feinden nicht übrig.

Packshot zu Prince of Persia: The Two ThronesPrince of Persia: The Two ThronesErschienen für PS2, GameCube, PC und XBox kaufen: Jetzt kaufen:

Als zweites neues Feature wurde der "Dark Prinz" angekündigt, ein weiterer spielbarer Charakter, der einen verwandelten Orientalen darstellt. Ohne schon jetzt zu viel von der Story zu verraten: Der Prinz von Persien wird von einer Art Sandfluch infiziert, der einen Teil seines Körpers verändert. Unter normalen Umständen hat er die Infektion unter Kontrolle und sie ist auf seinen linken Arm beschränkt. Bei bestimmten Stressmomenten schlägt das "Virus" jedoch voll durch und verwandelt den Prinzen in ein dunkleres Alter-Ego. Der dunkle Prinz verfügt übereinige andere Fähigkeiten, so verwandelt sich sein linker Arm in eine Art Peitsche, die er wirksam gegen Feinde einsetzen kann. Allerdings muss der dunkle Prinz auch mit einem Nachteil leben: Die Infektion bewirkt, dass seine Lebensenergie langsam aber stetig sinkt. Dies kann er nur durch das Töten von Gegnern kompensieren, die magischen Sand hinterlassen und die seine Energie wieder auffüllen. Der Spieler wird jedoch nicht selbst auswählen können, welchen der beiden Spielcharaktere er wann spielen möchte. Die Hersteller möchten aus storytechnischen Gründen bestimmen, wann die Verwandlung vonstatten geht.

Die zahlreichen Feinde des Prinzen, deren KI nochmals verbessert werden soll, werden auch in der Lage sein "Sandgates" zu errichten. Mit deren Hilfe können sie Verstärkung herbeirufen und den wackeren Kämpfer in die Enge treiben. Außerdem verfügen einige Feinde, die so genannten "Hunter Hounds", über die Möglichkeit, dem Prinzen Sand zu stehlen, den er für denEinsatz von speziellen "Sand of Time"-Fähigkeiten, benötigt. Die Bossmobs sollen im dritten Teil den Höhepunkt der Serie widerspiegeln und werden nochmals an Größe und Stärke zulegen. Wie sich das mit der versprochenen Absenkung des Schwierigkeitsgrads vertragen soll, wurde allerdings nicht preisgegeben. Während die beiden Vorgänger den Prinzen in verschlungene Festungen führten, spielt der dritte Teil diesmal übrigens größtenteils in den Straßen des antiken Babylons. Den uns gezeigten Bildern zufolge dürfte dies für ein nettes Ambiente sorgen. Abwechslung im Slay n' Jump-Gameplay wird es diesmal auch in Form kleiner Minigames geben. Die Hersteller werden dafür zwei oder drei Wagenrennen in das Spiel integrieren, von denen uns eines präsentiert wurde. Der Spieler steht dabei auf einem von Pferden gezogenen Wagen und jagt durch die Straßen Babylons. Die Steuerung beschränkt sich allerdings darauf, Hindernissen auszuweichen und angreifende Gegner zu vernichten. Stichwort Ambiente: Viele Spieler haben sich nach Angaben von Ubisoft über den rockigen und ihrer Meinung nach unpassenden Soundtrack von Warrior Within beschwert. Die Entwickler haben daraus ihre Lehren gezogen und werden dem Spiel nun wieder einen eher orchestralen Sound verpassen und den orientalischen Gegebenheiten anpassen. Grafisch ist anhand des gezeigten Materials kein Quantensprung zu erwarten, kleinere Detailänderungen und der Wechsel in die Straßen Babylons lassen aber nicht befürchten, dass diesbezüglich Langeweile aufkommen dürfte. Unter dem Strich war der Eindruck auf der Games Convention aber schon durchaus überzeugend. Fans von Warrior Within werden bei Prince of Persia 3 mit Sicherheit ein in wichtigen Details verbessertes Spiel erleben dürfen. Als Release-Date ist Weihnachten 2005 angepeilt.