Es mag daran liegen, dass er der Herrscher über den magischen Sand der Zeit ist, denn: Dieser Prinz ist ein wahres Stehaufmännchen. Anfang der 90er hüpfte er das erste Mal über die Bühne der Spielewelt, hatte dann einen eher unrühmlichen Auftritt in 3D und ward agil wie nie zuvor mit übermenschlichen Akrobatik-Fähigkeiten wiedergeboren.

Nun erlebt der persische Prinz erneut eine Reinkarnation: Mit Prince of Persia: Prodigy verleiht Ubisoft Montreal der Serie einen komplett neuen Look, einen neuen Helden, eine neue Story und erstmals… eine weibliche Begleiterin!

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Auch wenn es nie so ganz in die Liga der so genannten Triple-A-Titel vorstoßen konnte, beeinflussten die Abenteuer des persischen Prinzen nachhaltig Spiele sämtlicher Genres: Altair aus Assassin’s Creed ist mit seinem akrobatischen Bewegungsspektrum mehr als nur des Prinzen heimlicher Bruder im Geiste, und selbst Rennspieler dürfen in Race Driver: Grid dank Replay-Feature endlich auch am Sand… pardon: Rad der Zeit drehen.

Prince of Persia - Ein neuer Prinz ist in der Stadt

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Neues Spiel, neuer Look: der neue Prinz im Comic-Stil.
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Das Team von Ubisoft Montreal, das bereits Altair auf seinen Assassinen-Kreuzzug schickte, kümmert sich nun persönlich um die Neuauflage Prince of Persia: Prodigy. Neben dem neuen, unter Fans der Serie noch immer umstrittenen Cel-Shading-Look wollen die Entwickler auch das Gameplay bei der Wurzel packen und es durch eine weibliche Heldin bereichern. Auf Ubisofts Hausmesse Ubidays in Paris durften wir einen ersten Blick auf das vorläufige Ergebnis dieser Bemühungen werfen.

Neuer Prinz, neues Spiel

Die Story von Prince of Persia: Prodigy wird mit derjenigen der Vorgänger-Trilogie nichts gemeinsam haben: Der Protagonist ist ein anderer, und die Geschichte bekommt einen neuen Hintergrund. Im Zentrum steht diesmal die Auseinandersetzung zwischen den Göttern des Lichts und der Dunkelheit, zwischen deren Fronten sich der Spieler urplötzlich wiederfindet.

Packshot zu Prince of PersiaPrince of PersiaErschienen für PS3, Xbox 360 und PC kaufen: Jetzt kaufen:

„Sicherlich gibt es noch so manche Geschichte über den bisherigen Prinzen, die es zu erzählen lohnt“, begründen die Entwickler die Zäsur zwischen Prodigy und der Vorgänger-Trilogie. „Vielleicht kehren wir eines Tages dorthin zurück. Aber nun ist es erstmal an der Zeit, etwas Neues zu schaffen.“

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Neu ist auch der deutlich weniger lineare Ansatz beim Gameplay. Statt einem streng vorgegebenen Weg durch die verderbten Lande zu folgen, soll der Spieler die einzuschlagende Richtung relativ frei wählen können. Erhalten bleiben dem Prinzen glücklicherweise aber die übermenschlichen Fähigkeiten, die durch neue Manöver ergänzt werden. So verfügt der neue Prinz über einen klauenartigen Handschuh, mit dem er in Windeseile steile Kliffs erklimmt oder sich in Wolverine-Manier an Mauern und Abhängen hinab gleiten lässt.

Plötzlich Prinzessin

Zur traditionellen Aufgabe eines Märchenhelden gehört es, nach überwundenen Gefahren die Prinzessin zu retten – oder sie zumindest wach zu küssen -, um dadurch vom unbedarften Abenteurer zum Prinzen aufzusteigen. Auch in Prodigy müsst ihr euch den blaublütigen Adelsstatus erst verdienen.

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Die Prinzessin wartet in diesem Falle aber nicht brav auf ihre Rettung, sondern greift aktiv als euer ständiger Begleiter ins Geschehen ein. Elika ist der Name der holden Maid, die zu den zentralen Gameplay-Features des Spiels werden soll. Sie wird dem männlichen Helden mit mächtigen Zaubersprüchen beistehen und hat außerdem ähnlich akrobatische Verrenkungen drauf wie ihr männlicher Kompanion: Bei der Präsentation konnten wir bereits beobachten, wie sich die beiden in einem Kampf gegen einen trollartigen Boss-Gegner an den Armen packend gegenseitig durch die Luft schleudern, um zum spektakulären Finishing Move anzusetzen.

Elika, lass mich dein Prinz sein! Das Teamplay-Feature von Prodigy hat es mir angetan.Ausblick lesen

„In vielen anderen Spielen nervt die Helferfigur nach einer Weile: Sie steht im Weg rum, stirbt dauernd aus Dämlichkeit oder ist einfach nur unnütz“, bekennen sich die Entwickler im Interview zur Gefahr hinter ihrem Konzept. „Beim Design von Elika war es uns daher ganz besonders wichtig, dass sie nicht nur den Spieler spürbar unterstützt, sondern auch, dass sie ihn dadurch nicht behindert.“ Paradox, aber irgendwie logisch…