Es gibt eine Gruppe von Spielern, die zwar Segelschiffe, lange Seefahrten und Skorbut mag, allerdings nicht die mittlerweile ausgelutschten Abenteuer eines Jack Sparrow oder die Piraten-Atmosphäre eines Risen 2. Die lieber gemütlich und bedacht aus der Iso-Perspektive die Häfen der Karibik ansteuern will, um Handel zu treiben. Oder die Weltmeere als planender Kriegsherr unsicher machen.
Handel und Wirtschaft funktionieren prima, die Seeschlachten sind eher dröge. Eine ordentliche Nummer, doch ohne Highlights.FazitEs ist sehr schön für diese Leute, dass sie seit 1987 konstant befriedigt werden, denn allerspätestens seit Sid Meier's Pirates, das in diesem Jahr erschien, können Hobby-Matrosen am Bildschirm ihre Fantasie ausleben. Handelssimulation trifft auf Seeschlachten und wir mittendrin – ist für manche Leute zu indirekt und stinklangweilig, aber Simulationsfreunde können sich mit solchen Titeln so viel Zeit vertreiben, dass man sie tagelang nicht vor der Tür sieht.
Mein erstes Spiel dieser Art hieß Elisabeth I. und stammte von Ascaron, einem mittlerweile geschlossenen deutschen Entwickler, der bereits seit 1992 half, dieses Genre mit Titeln wie „Hanse“ und „Der Patrizier“ zu etablieren. 2002 veröffentlichte Ascaron das erste Port Royale und gab uns im Grunde dasselbe in karibisch. Nun durften wir also um die Inseln und die Küste Amerikas des 16. Jahrhunderts tuckern, während sich England, Frankreich, Spanien und Holland mal angifteten, mal geschäftig miteinander handelten. Eine wilde Zeit voller Möglichkeiten.
In den Städten herrscht schön geschäftiges Treiben.Zehn Jahre und zwei Fortsetzungen später sind wir in der Gegenwart angelangt und ich könnte dasselbe Prinzip noch mal erklären, denn abermals gilt es, einer dieser vier Nationen im Inselreich zu Macht und Reichtum zu verhelfen – oder sie alle in den Wind zu schießen und mein eigenes Ding zu machen. Die kleine 3 hinter dem Spielnamen, das wird Liebhaber des Genres freuen, hat am Grundsätzlichen nichts geändert. Zwei Wege stehen uns offen, unser Glück zu machen: der merkantile und der kriegerische.
In zwei frei anwählbaren Kampagnen werden mir diese Karrieren nahegebracht. Die Kampagnen haben auch eine Geschichte, die sich jeweils etwas anders entwickelt, aber im Grunde zweimal derselbe weichgekaute Standardschmuh ist: Junger Mann, schiffbrüchig, wird gerettet, darf Karriere beginnen, verliebt sich in adliges Mädchen, entwickelt Ambitionen blablabla. Für die jüngeren Leser, denen dieses Klischee noch nicht ganz so oft begegnet ist: Man spielt Will Turner aus Fluch der Karibik, erzählt wird diese einschläfernde Mär über handgemalte Standbilder und potthässliche Renderköppe, die mir in mittelmäßiger Sprachausgabe aus einer Bildschirmecke den nächsten Schritt vorkauen. Weiter im Text.
Bald steuere ich die ersten Hafenstädte an und treibe Handel. Es ist dieser Teil von Port Royale, den meine Kollegen meinten, als sie mir Spaß wünschten mit meiner „spielbaren Tabellenkalkulation“. Zwanzig Handelswaren sind in der Karibik gefragt, werden in manchen Städten produziert und in anderen heiß begehrt. Also gucke ich, ob eine Ware rar und teuer oder verbreitet und günstig ist.
Himmelblaues Meer, mein Jung, was willst du mehr?Komplexität und eine echte, gar inselübergreifende Ökonomie sucht man vergebens, die Händler gieren einfach wie pawlowsche Hunde nach Zeugs, das sie nicht haben, und schmeißen mir dafür andere Waren hinterher. Wenigstens ist in den Tabellen grafisch sehr deutlich zu sehen, wie stark der Bedarf nach bestimmten Gütern ist, das vereinfacht das Schachern.
Später werde ich in Städten, die mir wohlgesonnen sind, selbst Betriebe einrichten können, die wichtige Güter erzeugen. Um Tuch, Rum oder Baumwolle herzustellen, braucht man Siedler, und um diese glücklich zu machen, muss ich für Behausungen sorgen, der Stadt nicht sämtliche seltenen Ressourcen weghandeln und auch die Veranstaltung eines kleinen Fests (natürlich auf meine Kappe) hebt die Laune enorm. Zusätzliche Missionen, etwa für die Kirche oder ranghohe Politiker, heben mein Ansehen und erweitern den Einfluss.
von Kalypso Media GmbH
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Mit 70% ist das Spiel noch echt gut weggekommen das kannst du mir glauben oô
also zum handeln und waren verticken ist es nett zu spielen, das wars aber auch schon.
denke die 70% gehen schwer in ordnung. der pirat in mir macht erstmal pause bis mal wieder ein richtig gutes "feuern, entern, plündern, spaß haben" game raus kommt
Zum Spiel selbst: Ich muss sagen das es im Vergleich zu Port Royale 2
Zum Spiel selbst: Ich muss sagen das es im Vergleich zu Port Royale 2 ein Rückschritt ist. Ich hab jetzt alle 3 Teile gespielt und bin absolut unglücklich mit dem 3er. Sämtliche guten Sachen aus 1 und 2 haben sie praktisch weg gelassen.
- Kanonen muss man nicht mehr kaufen, gibts automatisch bei genügend Mann an Bord.
- Glücksspiel gibts nicht mehr. (Was eigentlich am Anfang schön war, weil man damit schnell an Geld kam um sich gute Schiffe zu kaufen.)
- Das Entern von Schiffen ist ein einziger Krampf. Zuerst darf man die Segel zerballern damit man mit dem Gegner-Schiff mithalten kann das trotz niedrigerer Fahrtgeschwindigkeit schneller ist. Dann darf man die Mannschaft wegballern. Und dann darf man versuchen zu entern.. Erst mal mit dem Schiff mithalten bis sich ein Balken füllt. Im 1er und 2er braucht man lediglich das Schiff rammen um eine Enteraktion zu starten.
- Das ganze wird noch durch dumme KI erschwert die, sobald man weder Ketten- noch Streukugeln hat, stupide mit den normalen Kugeln auf die Gegner-Schiffe ballert und sie dann versenkt bevor man überhaupt zum entern kam.
- Im 1er durfte man noch alle 5 Schiffe selbst steuern (was zwar etwas anstrengend war, aber bei weitem nicht so dämlich). Im 2er dann nur noch eines, mit 4 weiteren auf Reserve. Und jetzt im 3er, hat man nur noch 3 pro Schlacht. Darf diesen aber nicht wirklich direkte Befehle geben. Und fliehen darf man sie auch nicht lassen (falls sie mal wenig HP haben und drohen zu sinken).
- etc. etc.
Dachte eigentlich es setzt die Serie endlich wieder mal besser fort. Allerdings hat es Kalypso mal wieder etwas verkackt. Schade eigentlich.
Kann dir leider nur zustimmen war insgesamt vom 3er Teil auch etwas enttäuscht.
Blödsinn
Natürlich ist das eine Komplexe Wirtschaftssim
ähm und?
Mal abgesehen davon das Port Royale schon immer Patrizier in der Karibik war, warum wird das plötzlich hier zu einem Problem? Wenn man danach gehen würde, könnte man die hälfte des Spieleregals in die Tonne kloppen
Hast du richtig verstanden.
Zum Spiel selbst: Ich muss sagen das es im Vergleich zu Port Royale 2 ein Rückschritt ist. Ich hab jetzt alle 3 Teile gespielt und bin absolut unglücklich mit dem 3er. Sämtliche guten Sachen aus 1 und 2 haben sie praktisch weg gelassen.
- Kanonen muss man nicht mehr kaufen, gibts automatisch bei genügend Mann an Bord.
- Glücksspiel gibts nicht mehr. (Was eigentlich am Anfang schön war, weil man damit schnell an Geld kam um sich gute Schiffe zu kaufen.)
- Das Entern von Schiffen ist ein einziger Krampf. Zuerst darf man die Segel zerballern damit man mit dem Gegner-Schiff mithalten kann das trotz niedrigerer Fahrtgeschwindigkeit schneller ist. Dann darf man die Mannschaft wegballern. Und dann darf man versuchen zu entern.. Erst mal mit dem Schiff mithalten bis sich ein Balken füllt. Im 1er und 2er braucht man lediglich das Schiff rammen um eine Enteraktion zu starten.
- Das ganze wird noch durch dumme KI erschwert die, sobald man weder Ketten- noch Streukugeln hat, stupide mit den normalen Kugeln auf die Gegner-Schiffe ballert und sie dann versenkt bevor man überhaupt zum entern kam.
- Im 1er durfte man noch alle 5 Schiffe selbst steuern (was zwar etwas anstrengend war, aber bei weitem nicht so dämlich). Im 2er dann nur noch eines, mit 4 weiteren auf Reserve. Und jetzt im 3er, hat man nur noch 3 pro Schlacht. Darf diesen aber nicht wirklich direkte Befehle geben. Und fliehen darf man sie auch nicht lassen (falls sie mal wenig HP haben und drohen zu sinken).
- etc. etc.
Dachte eigentlich es setzt die Serie endlich wieder mal besser fort. Allerdings hat es Kalypso mal wieder etwas verkackt. Schade eigentlich.
Oh man...