Die kürzlich von EA übernommene Social-Games-Schmiede PopCap Games hat das Spiel Baking Life eingestellt. Etwa 750.000 aktive Spieler werden damit kurzfristig ins Nichts geschickt. Ihr investiertes Geld bekommen sie entsprechend nicht zurück.

Offiziell wird das Spiel am 31.01.2011 offline gehen. Den Spielern wurde mitgeteilt, dass sie bis dahin ihr noch vorhandenes, virtuelles, Geld ausgeben sollten, denn das Geld wird weder zurückforderbar noch zu einem anderen PopCap-Spiel transferierbar sein.

Das ganze Spiel wird, komplett mit den Spielerprofilen, gelöscht werden. Und das, obwohl das Spiel etwa 760.000 Spieler im Monat anzieht und es pro Tag etwa 100.000 Nutzer spielen. Es macht zumindest deutlich, wie viel Macht die Entwickler von Online-Games über ihre Kunden haben können, wenn sie in der Lage sind, Spiele „einfach so“ abzuschalten. Es macht sehr klar, dass die Spieler zwar ihre Zeit mit dem Spiel verbringen, aber ansonsten kein Recht an den Inhalten haben, die ihnen angeboten werden.

PopCap gibt auf seiner Facebook-Seite bekannt, dass es zwar ärgerlich ist, dass man das Spiel aufgeben müsse, dass die Spieler aber zu anderen Spielen, wie Bejewled Blitz und Zuma Blitz, wechseln könnten. Beide Spiele haben allerdings mit Baking Life nicht im Ansatz etwas gemein.

Garth Chouteau kommentiert das Vorgehen gegenüber dem Magazin Inside Social Games folgendermaßen:

„Unglücklicherweise mussten wir die sehr schwere Entscheidung treffen, das Spiel abzuschalten. Die Baking Life Spielerzahlen sind in einem derartigen Maße gesunken, dass es nicht ausreichend leistet, um einen fortgesetzten Betrieb zu rechtfertigen. Insofern verlegen wir die Ressourcen auf Spiele, die wir in Zukunft entwickeln werden.“

Etwas ganz Ähnliches machte Zynga im Juli 2010, als es das Spiel Street Racing abschaltete. Die Abschaltung ging einher mit einer Reihe aufgebrachter Fans, die sich in den Foren des Social-Games-Riesen beschwerten. Zynga ignorierte das allerdings völlig und schaltete das Spiel trotzdem ab.