Nach einem „öffentlichen Aufschrei“ über die negativen Effekte von Computerspielen hat die vietnamesische Regierung damit begonnen ein paar Maßnahmen zu ergreifen, um Onlinespiele zu reglementieren.

Spiele, die einen Server benötigen werden auf eine Spielzeit von drei Stunden pro Tag und pro Spieler (!) limitiert. Wie auch immer, Lernspiele und kulturell bedeutsame Spiele bekommen immerhin fünf Stunden pro Tag zugeschrieben. Außerdem müssen Internetcafés das Angebot von Spielen jeden Tag zwischen 23 Uhr abends bis 6 Uhr morgens einstellen.

Das vietnamesische Ministerium für Information und Kommunikation entwirft ebenfalls eine Gesetzgebung, um mit Offlinespielen fertig zu werden.

Mehr noch, Spielbetreiber müssen Details zur Gewalt in ihren Spielen angeben und dies an das Ministerium berichten. Außerdem müssen sie ihre Spiele in verschiedene Altersklassen einteilen, wie z. B. 6-11, 12-15, 15-18 und 18+.

All diese Maßnahmen sind nur zeitweise Maßnahmen und werden bis zum Ende des Jahres umgesetzt. Das vietnamesische Ministerium für Information und Kommunikation zielt damit scheinbar auf einen fertigen Plan, wie es mit der Spieleindustrie fertig werden will.

Vor Kurzem erst hat Vietnam Restriktionen der Meinungs- und Redefreiheit im Internet eingeführt, inklusive eine Regulation von Blogs. Einige dieser Aktionen, die das Land mit Spielen durchführt, erscheinen mehr wie kleine Schritte in Richtung einer Klassifizierung von Spielen.