Heute verhandelt der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika über den Fall Schwarzenegger ./. Entertainment Merchants Association. Die Verhandlung wird über das Schicksal des Verkaufs und der Entwicklung von Spielen in den gesamten Vereinigten Staaten entscheiden.

In Frage steht ein Gesetz, das vom kalifornischen Senator Arnold Schwarzenegger eingebracht wurde, welches Videospiele mit Gewaltinhalten mit Pornos oder Alkohol gleichsetzt. Der Verkauf an Jugendliche und junge Erwachsene wäre mit diesem Gesetz in den gesamten USA strafbar. Spiele mit Gewaltinhalten sollen demnach einen „18+‟-Aufkleber bekommen und dürfen nicht mehr an jüngere Jugendliche verkauft werden.

Verstößt ein Händler gegen das Gesetz, so muss er mit einer Strafe von 1000 Dollar rechnen.

Bereits im Vorfeld wurden Stimmen gegen das Gesetz laut. Die Spieleindustrie ist von der Idee verständlicherweise wenig begeistert. Bei Bethesda hält man es sogar für einen Eingriff in die Meinungsfreiheit.

Wie der Oberste Gerichtshof entscheiden wird, wissen wir spätestens morgen. Fakt ist, dass durch den Kernmarkt USA auch weltweit die Entwicklung von Spielen gefährdet werden könnte. Allerdings sollte man auch hier nur mit Wasser kochen. Denn wenn in den USA 10-Jährige nicht mehr einfach so GTA IV oder Red Dead Redemption kaufen dürfen, stellt sich die Frage, wie ernsthaft die Konsequenzen für den Markt sein werden.

Schlimmer dürfte der Reputationsverlust der Spieleindustrie sein. Spiele mit Pornos gleichzusetzen, ist in den USA nicht gerade sehr verkaufsfördernd.