Wir hatten bereits vor einer Weile darüber berichtet, dass man in Vietnam das nächtliche Online-Spielen verbieten möchte. Das soll vor allem der Suchtprävention dienen, da gerade Spielesucht wohl ein überhandnehmendes Problem ist.

Politik - In Vietnam geht das Licht aus - nachts werden keine Online-Games mehr gespielt

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Nachts sind alle Drachen schwarz. Besonders in Vietnam, denn dort darf nicht mehr nachts gezockt werden.
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Nun, ab dem 3. März 2011 ist es so weit. Zwischen 22 Uhr abends und 8 Uhr morgens werden die Server für Online-Spiele abgeschaltet. Das vietnamesische Ministerium für Information und Kommunikation hat die Internetanbieter dazu aufgefordert, den Zugang zu Online-Spielen in diesem Zeitraum zu blockieren.

Man will nun aber auch die Online-Spiele selbst landesweit beobachten. Internetanbieter, die sich den Anwendungen widersetzen und den Zugang in den geforderten Zeiträumen nicht blockieren, müssen damit rechnen, dass ihnen die die Betriebserlaubnis komplett entzogen wird. Das heißt im Klartext: Anbieter, die sich widersetzen, werden schlicht und ergreifend abgeschaltet.

Die beschlossenen Maßnahmen zielen auf Jugendliche ab, die nächtelang in Internetcafés zocken. Aber, wie ein Betreiber eines solchen Spieles kürzlich sagte, trifft es auch Erwachsene, die spielen wollen und macht natürlich die Wartungsarbeiten für die Spieler schwerer.

Irgendwann im Laufe des Jahres will die vietnamesische Regierung das Gesetz nochmal überprüfen und Verbesserungen einbauen. Zunächst wird wohl erst einmal geprüft werden, wie viele erwachsene Spieler tatsächlich davon betroffen sind und wie man verhindern kann, dass sie all zu sehr benachteiligt werden.