Ägypten wird derzeit von inneren Unruhen heimgesucht. Von einer „Facebook-Revolution“ ist die Rede, da die Demonstranten, die gegen die Regierung von Präsident Mubarak auf die Straße gehen, sich über soziale Netze koordinieren. Das ändert sich nun allerdings schlagartig.

Politik - Ägypten schaltet das Internet ab

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Die Facebook-Revolution wird offline weitergeführt. Und zwar mit schweren Ausschreitungen.
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Nach dem Sturz der tunesischen Regierung durch Protestanten, die sich ebenfalls über soziale Netzwerke organisiert haben, greift Präsident Mubarak zu drakonischen Mitteln: Er sperrt alle Kommunikationswege im Land. Die Bilder von blutig ausgegangen Demonstrationen auf den Straßen von Kairo sind alt. Und es dürfte vorerst auch keine aktuelleren mehr geben.

Am Freitag sperrte die ägyptische Regierung den Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Kurz darauf wurde das Handynetzwerk teilweise abgeschaltet. Seit spätestens Dienstag sind alle Kommuniaktionsleitungen im Land blockiert. Es gibt weder Radio, noch Fernsehen und erst recht keinen Internetzugang. Weder SMS können gesendet werden noch ist da Telefonnetz erreichbar. Das gesamte Land unterliegt einem von der Regierung verordneten Lock Down.

Die letzten Bilder zeigen brennende Autos, blutig niedergeschlagene Demonstrationen und eine Eskalation der Gewalt auf beiden Seiten der „Revolution“. Insgesamt kam es bisher zu 7 offiziellen Todesfällen. Bis die Leitungen wieder stehen, könnte alles in Ägypten passieren - ohne, dass der Rest der Welt all zu schnell davon erfährt.