Es ist noch gar nicht lange her, da war Poker für viele so interessant wie die Geburtstagsfeier der Großmutter. Inzwischen schießen jedoch Poker-Portale wie Pilze aus dem Boden, die Werbepausen im TV sind voll von entsprechenden Spots, und selbst Stefan Raab veranstaltet in regelmäßigen Abständen große Pokernächte. Was ist so reizvoll an dem uralten Kartenspiel? Und was genau verbirgt sich hinter Texas Hold'em? Wir decken das Blatt für euch auf!

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Die Wurzeln des klassischen Pokerspiels gehen vermutlich bis weit in das 19. Jahrhundert zurück. Traditionell bekommt jeder Spieler ein Blatt bestehend aus fünf Karten, wobei er im Laufe des Spiels einmalig beliebig viele Karten gegen neue Karten eintauschen kann. Diese Variante ist noch heute als "Five Card Draw" bekannt und wird von vielen Pokerspielern sehr geschätzt.

Poker - Ganz Deutschland im Poker-Fieber: Erfahrt alles über den Poker-Boom in unserem Special!

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Bube, Dame, König, grAs - üblicherweise rauchen beim Poker aber nur die Köpfe...
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Das Ziel beim Pokern ist es, möglichst seltene Kartenkombinationen zu bekommen, die je nach Wahrscheinlichkeit unterschiedlich gewertet werden. Dabei spielt auch die Wertung der einzelnen Karten eine Rolle. So ist ein Paar bestehend aus zwei 5en mehr wert als ein Paar bestehend aus zwei 4en. Glücklich darf sich der Spieler schätzen, der es schafft, einen Royal Flush auf den Tisch zu legen - 10, Bube, Dame, König, Ass, wobei alle Karten die gleiche "Farbe" (Kreuz, Pick, Karo oder Herz) haben müssen.

Pokerwettbewerb für Jedermann
Anfang der 70er Jahre wurde erstmalig die "World Series of Poker" ausgetragen, bei der grundsätzlich jeder gegen die Entrichtung eines Startgeldes teilnehmen kann. Als 2003 der Amateurspieler "Chris Moneymaker" völlig überraschend das Finale erreichte und schließlich sogar das Turnier gewann und somit buchstäblich über Nacht zum Millionär wurde, witterten viele Sympathisanten des Kartenspiels ihre Chance. Ist Poker wirklich ein Spiel, bei dem auch ungeübte Spieler das große Geld gewinnen können?

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Pokerturniere werden mittlerweile in schicken Arenen abgehalten.
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Es entwickelte sich ein weltweiter Pokerboom, bei dem nicht nur das Spiel, sondern auch finanzielle Interessen in den Mittelpunkt rückten. Internetportale, die nach außen als "Pokerschule" auftreten, werben seitdem um die Gunst der Spieler und erstellten aufwendige Applikationen, mit denen man von jedem Webbrowser gegen Poker Faces auf der ganzen Welt antreten kann. Jeder Mitspieler nimmt somit am Tisch Platz und kommuniziert über ein Chatsystem mit seinen Kontrahenten.

So werden weltweit an virtuellen Pokertischen Sekunde für Sekunde tausende von Pokerrunden bestritten, bei denen es hierzulande stets um Spielgeld geht. Ganz Abgebrühte zocken sogar um reales Geld, wenn auch vielleicht nicht mehr allzu lange. Derzeit ist dies zwar noch erlaubt, da Online-Poker sich in einer rechtlichen Grauzone bewegt, der Gesetzgeber arbeitet jedoch bereits daran, diese Lücke im Glücksspielgesetz zu schließen. Eine andere Möglichkeit, echtes Geld zu gewinnen, ohne dabei reales Geld aufs Spiel zu setzen, bieten Pokerturniere. Dazu müsst ihr euch einfach langfristig behaupten und unter die letzten verbleibenden Spieler kommen, die mit einem Preisgeld bedacht werden.

Große Einblicke, noch mehr Taktik
Herauskristallisiert hat sich die Spielvariante "Texas Hold'em", die besonders für Strategen einen ganz besonderen Reiz hat. Hauptverantwortlich dafür ist, dass jeder Spieler lediglich zwei Karten auf die Hand bekommt und sein Blatt imaginär durch drei beliebige aus insgesamt fünf Gemeinschaftskarten komplettiert. So werden im Laufe der Runde zunächst drei und dann die zwei weiteren Karten, die für alle Mitspieler sichtbar in der Mitte des Tisches angeordnet sind, aufgedeckt.

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Neben einem guten Blatt ist auch ein entsprechendes Poker Face von Vorteil.
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Der Vorteil dabei ist, dass man das Blatt der Gegner deutlich besser einschätzen und seine eigenen Chancen zum Spielgewinn relativ exakt berechnen kann. Wer sich für diese Berechnungen interessiert, sollte sich mit den mathematischen Regeln der Stochastik befassen. Während Profispieler zu jeder Zeit nahezu exakt ihre Gewinnchance ausrechnen, haben Amateure daher selten eine Chance. Dennoch flammt bei vielen Anfängern der Wunsch auf, eines Tages zum Profi zu avancieren und den Lebensunterhalt allein durch das Pokern zu bestreiten.

Psychologische Kartenführung
Neben dem tatsächlichen Blatt spielt jedoch auch die psychologische Komponente eine große Rolle. Eine Pokerrunde ist ein stetiger Prozess von Aktion und Reaktion, bei dem alle anwesenden Spieler neben der Wahrscheinlichkeitsberechnung auch versuchen, das Blatt der Gegner in ihren Augen und an ihrem Einsatz abzulesen. Wer ein wertvolles Blatt hat und trotzdem seinen Einsatz erhöht, darf darauf spekulieren, seine Gegner zu "bluffen" und zur Aufgabe zu zwingen. Auf diese Weise lässt sich der Pott selbst mit völlig wertlosen Kartenkombinationen gewinnen.

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Online-Pokerschulen wie hier bei PokerRoom führen Einsteiger an die Thematik heran.
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Sowohl die Berechnung der Siegeswahrscheinlichkeit, als auch das Bluffen und Erkennen gegnerischer Bluffs erfordert sehr viel Übung. Aus diesem Grund macht der Besuch einer Pokerschule für ambitionierte Talente durchaus Sinn. Strategen mit einem Faible für taktische Kartenspiele und das gewisse Risiko sind hier also gut aufgehoben und werden die Früchte ihres Onlinetrainings sicherlich schon beim nächsten Pokerabend mit Freunden ernten.

Der Weg zur tatsächlichen Karriere als Pokerstar ist jedoch lang und steinig. Neben dem taktischen Geschick braucht es vor Allem eine gewisse Sensibilität für das Verhalten anderer Menschen. Bluffs sind die Kunst der Täuschung, bei denen sich ein Spieler hinter einer falschen Fassade verbarrikadiert. Je nach Talent kommen dabei häufig auch Sonnenbrillen oder andere Werkzeuge zum Einsatz, die beim Verbergen tatsächlicher Emotionen behilflich sind. Nur wer hier den Überblick behält und sich nicht von Chip- und Kartentricks beirren lässt, wird als Letzter am Tisch sitzen.