Pack’ die Pokébälle ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nichts wie ab nach Alola! Das sonnige Paradies in den Pokétropen lädt wieder mal die Spielerschaften ein - aber Moment mal?! Ultrasonne & -mond sind ja gar keine Sequels sondern Erweiterungen? Nachdem ihr die letzten Tage schon meinen ersten Eindruck serviert bekommen hattet, könnt ihr nun den ganzen Test lesen. Viel Spaß!

Ihr könnt es kaum erwarten, wieder nach Alola zu reisen? Zum Einklang gibt's den Story-Trailer zum Spiel:

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Ich habe Pokémon Sonne & Mond geliebt. Mit einem Tropen-Setting konnte mich einst auch Super Mario Sunshine für unzählige Stunden an die Konsole locken, Pokémon Sonne & Mond war ähnlich verführerisch. Aber es hatte auch seine Fehler. So startete das Spiel wie ein Sommerurlaub, ab etwa einem Dutzend Spielstunden ging es dann aber auf einmal um Dimensionslöcher und Portale in andere Welten. Einfach so. Warum auch immer.

Ich habe Pokémon Sonne sogar so sehr geliebt, dass ich dem Spiel damals einen Liebesbrief geschrieben habe.

Pokémon Ultrasonne hingegen stolpert nicht über die eigenen Füße und präsentiert von Anfang an zwei Ultrapforten-Forscher namens Darus und Amano, die sogar kurz in der Eröffnungssequenz gezeigt werden. Dadurch wird der Spieler langsam an dieses Thema herangeführt, anstatt dass es ihn aus heiterem Himmel erschlägt. Wortwörtlich. Die Pforten öffnen ja Tore im Himmel.

Pokémon Ultrasonne & Ultramond sind die Spiele geworden, die Sonne & Mond von Anfang an hätten sein sollen. Tolle Abenteuer und ein must-have für jeden RPG-Freund.Fazit lesen

Außerdem ist die Auswahl der fangbaren Taschenmonster deutlich ausgewogener als noch im Vorgänger: Klar, auch in Sonne & Mond konnte man Pokémon fangen, die nicht aus der 7ten Generation stammten. Aber diese Anzahl hat sich in Ultrasonne noch einmal deutlich erhöht. Schade allerdings, dass nicht weitere Alola-Formen eingeführt wurden - ein Alola-Arkani hätte mir sehr gut gefallen!

Ebenfalls ausgefallener sind die Pokémon-Teams, gegen die ihr im Verlauf der Geschichte kämpfen werdet. Selbst NPCs auf den niedrigsten Leveln haben kein Rattfratz oder Taubsi, sondern eher ungewöhnliche Pokémon wie beispielsweise Kramurx. Die Typ-Verteilung von wichtigen Gegnern ist ausgewogener, es ist nun fast unmöglich mit nur einem Pokémon das Spiel durchzuspielen - ein Kritikpunkt der gerade in der Vergangenheit oft geäußert wurde.

Neu dabei ist auch das Mantax-Reiten. Eine wichtige Neuerung, wurden in Sonne % Mond doch VMs abgeschafft - inklusive Surfer. Stattdessen nehmen gerufene Pokémon diese Rolle ein, Surfen konnte man in den Editionen aber trotzdem nicht. Unpassend, wenn man doch von dem kühlen Nass umgeben war. Das ändert sich in Pokémon Ultrasonne: Jetzt könnt ihr auch auf dem Rücken eines Mantax zu den jeweiligen Inseln reiten und damit ein kleines Minispiel absolvieren. Das mag irrelevant klingen, aber es sind die kleinen Dinge, die die Spielerfahrung so perfekt abrunden.

Eine Änderung muss ich aber dennoch kritisieren: Die neue Musik, die während eines Kampfes eingeblendet wird, gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Sie wirkt einfach lethargischer, hat nicht den Pepp des Vorgängers. Aber hört doch selbst einmal rein:

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Ansonsten wurde die Inselwanderschaft nicht groß verändert. Gewisse Prüfungen, die in den vergangenen Ablegern für ihre Skurrilität kritisiert wurden, wurden hier mit besseren und spaßigeren Aufgaben abgelöst. Beispielsweise musstet ihr in der Waldprüfung noch an allen Ecken und Enden nach Items suchen, in Ultrasonne hingegen müsst ihr findig Hinweisen folgen und das gesuchte Mogelbaum finden. Auch hier: Kleine Änderungen, die das Gesamtbild noch schöner wirken lassen.