"Pokémon Let’s Go weckt Erinnerungen an die schöne Gameboy-Zeit und führt gleichzeitig spannende moderne Elemente ein, die jedoch nicht richtig poliert wirken und dadurch nur schwer überzeugen können." - Keks

Ich mag die Richtung, in die Pokémon Let’s Go, Evoli und Pokémon Let’s Go, Pikachu gehen wollen. Leider konnten einige neue Elemente aber nicht ganz überzeugen. Die Steuerung mit dem Pokéball Plus, den ihr für 50 Euro kaufen könnt, ist gewöhnungsbedürftig. Auch wenn das Fangen mit ihm Spaß macht, ist das Handling eigenartig. Er verrutscht so oft in der Hand, dass das Steuern zur Geduldsprobe wird.

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Das Fangen macht nur im Handheld-Modus richtig Spaß. Hier wird das Gyroskop der Switch genutzt, um das Fangen zu erleichtern. Im Konsolenmodus gibt es das komischerweise nicht. Hier müsst ihr den Joy-Con erst einmal 10 Stunden lang in verschiedenste Richtungen werfen, um herauszufinden, wie ihr auch zappelige Pokémon fangen könnt.

Alles in allem ist Pokémon Let’s Go aber schön anzusehen. Die Cutscenes sind gut inszeniert und, in meinem Falle, ist Evoli als Partner nicht nur niedlich, sondern auch ziemlich praktisch und stark. So kann das Normal-Pokémon mehrere Attacken anderer Typen lernen, die jeden Gegner umhauen sollten.

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Pro

  • Die Grafik ist schön anzusehen – auch im Konsolenmodus und in hoher Auflösung.
  • Die Musik wurde modernisiert und klingt jetzt epischer als je zuvor.
  • Beliebte Funktionen der vorangegangenen Teile sind eingebaut. So kannst du beispielsweise Alola-Pokémon tauschen und bekommen.
  • Evoli ist unglaublich niedlich. Schleifchen, Bänder und ganze Outfits für das Partner-Pokémon sorgen für noch mehr „Aaaaw!“.
  • Wilde Pokémon werden jetzt angezeigt. Durch das Auftauchen der Monster im hohen Gras wirkt die Welt gleich viel natürlicher. Außerdem kommen die Pokémon dennoch auf euch zu.
  • Arenen und besondere Gebäude wie das Silph Scope-Unternehmen sind gut in die moderne Grafik transferiert worden. Sie erzeugen Nostalgiegefühle, fühlen sich aber gleichzeitig neu an.
  • Es gibt bessere Statistiken über eure Monster, die euch anzeigen, wie gut das Entwicklungspotenzial eines Pokémon ist. Das gibt dem Spiel etwas mehr Tiefe.

Contra

  • Die Fangen-Mechanik wird im Konsolenmodus nach kurzer Zeit langweilig und eher nervig. Außerdem funktioniert das Tracking nicht immer, sodass das Fangen eines Golbats irgendwann aggressiv machen kann.
  • Funktionen wie die Safari-Zone oder das Spielen im Casino wurden weggelassen.
  • Das Spiel ist sehr einfach. Zwar gibt es am Ende noch Herausforderungen für Profis, aber bis dahin könnt ihr schnell durchrennen, ohne grinden zu müssen.

Grafik

Die Grafik ist schön. Den Vergleich mit Zelda: Breath of the Wild verliert das Pokémon-Spiel jedoch. Kleine Details werden im Handheld-Modus verschwinden oder werden etwas pixelig angezeigt. Die Cutscenes sind jedoch schön anzusehen und erzählen eine Geschichte, die auch ohne Worte funktioniert.

Sound

Die Musik wurde aus Pokémon Rot, Blau bzw. Gelb übernommen und modernisiert. Sie klingt jetzt epischer und sorgt immer noch für Ohrwürmer.

Gameplay

Das Gameplay ist wie bei Pokémon Gelb. Quests, Trainer und weitere Elemente wurden übernommen.

Multiplayer

Es gibt einen lokalen und einen Online-Multiplayer. Für letzteres benötigt ihr Nintendo Switch Online. Dann könnt ihr gegen die Pokémon eurer Freunde antreten oder Monster tauschen. Der lokale Multiplayer funktioniert über den zweiten Joy-Con. So hilft euch ein Kumpel Pokémon zu fangen und erhöht so eure Chancen. Er kann aber auch bei Kämpfen dabei sein. Dann benutzt er ein zweites Monster aus eurem Team, sodass zwei aus eurem Team gegen eines vom Gegner kämpfen.