Pokémon Go ist tot. Denken zumindest einige, doch das vor kurzem stattgefundene Pokémon Go Event “Safari Zone” in Dortmund – die Weiterentwicklung des Pokémon Go Festes – zeigt uns, dass auch in Deutschland noch genug Pokémon-Fänger mit Handy durch die Straßen wandeln und die Taschenmonster fangen. Unsere geschätzte Kollegin Chiara von spieletipps war vor Ort und liebte das Event. Eh, hasste es. Vielleicht beides?

Chiara zeigt euch das Pokémon-Go-Event in Dortmund, falls ihr nicht dort wart. Und wenn doch: Womöglich seht ihr euch ja im Video? So oder so, hier ist es:

Pokémon Go - Chiara von spieletipps erzählt euch, was es bei der Pokémon Go Safari Zone in Dortmund zu sehen gab8 weitere Videos

Es ist ein heißer, schwüler Sommertag; Feuerpokémon krabbeln durch die Reihen der 150.000 Trainer, Menschen in dicken Pikachu-Kostümen mit schweißüberströmten Gesichtern, Funkmasten und Chiara mittendrin: Es ist die Pokémon Go Safari Zone in Dortmund, eines von drei Pokémon-Events 2018 rund um die Welt. Dortmund, Chicago, Yokosuka, wobei nun schließlich klar sein dürfte: Deutschland gehört zu den enthusiastischen Pokémon-Go-Fans, neben den vereinigten Staaten und, natürlich, Japan. Schluckt die Freudenjauchzer herunter, denn das Event in Dortmund verlief trotz seiner offensichtlichen Beliebtheit nicht völlig einwandfrei.

Der bittere Nachgeschmack

Womöglich schmeckt ihr ihn noch. Den Nachgeschmack vom Pokémon-Go-Fest in Chicago 2017, das auf die 20.000 Besucher mit einer allergischen “Offline”-Reaktion regierte und das Internet kurzerhand im gesamten Grant Park in Chicago ausnieste. Es war das einzige derart große Go-Event der Saison; viele Besucher reisten extra mit Handy und Handgepäck bewaffnet nach Chicago, von Europa, Japan und Ländern, die noch weiter weg liegen. Es war ein Desaster. Ein Desaster mit darauffolgender Sammelklage der Fans, die während des Events kaum ein Pokémon fangen konnten.

Dortmund sollte kein Desaster werden

Niantic arbeitet ein Jahr später in Dortmund mit Funktürmen, die das Netz stabil halten sollen, lässt seltene Pokémons wie Icognito und Corasonn über die gesamte Stadt spawnen und versucht, den Fehlern der Vergangenheit zu entkommen.

Die Pokémon GO Safari Zone in Dortmund 2018

Unsere spieletipps-Kollegin Chiara ist vor Ort, fängt Pokémon und trägt einen Pikachu-Hut – Verbindungsprobleme sind da, ja, aber sie werden nach einer Weile behoben und erreichen nie die Ausmaße, wie ein Jahr zuvor in Chicago. Keine Wutanfälle, keine Tränenausbrüche, keine drohenden Klagen: Wie Chiara berichtet, schlummert ein Dunst von Freundschaft über den etlichen und aberetlichen Besuchern, ein Gemeinschaftsgefühl, etwas, nur dann auftritt, wenn sehr viele Menschen an einem Ort derselben Leidenschaft frönen. Etwas, das im Übrigen so manche dazu treibt, zur WM Fußball-Fan zu werden (ohne es vorher je gewesen zu sein). Ihr kennt das Gefühl. Und es ist in Dortmund, trotz der Verbindungsprobleme, die Niantic adressiert und im Laufe des Sommer-Sonne-Pokémon-Wochenende behebt:

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"Wir haben Änderungen implementiert, um Anmeldeprobleme zu beheben. Einige Trainer haben berichtet, dass sie sich erfolgreich einloggen konnten, wir werden dennoch weiter nachforschen, um sicherzustellen, dass [die Probleme] vollständig behoben wurden.” – lest den vollständigen Artikel auf spieletipps.

Ihr kamt, saht und habt gewählt – das beliebteste Pokémon-Spiel der gamona-Community:

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Jung und alt, Eltern und Kindern, Spieler aus aller Welt: Schön zu sehen, wie die sonst ach so wichtigen Merkmale Geschlecht, Hautfarbe, Alter, Herkunft und was noch alles, plötzlich nichtig werden, im Angesicht von einem Larvitar mit perfekten IV-Werten; in der Hitze des Westfalenparks zwischen 150.000 anderen Pokémon-Fängern. Im Video fragt Chiara ein paar Trainer nach ihrer Befindlichkeit, und fast alle stimmen letztendlich zu: Ja, sie würden an einem weiteren Event dieser Art teilnehmen. Serverprobleme hin oder her – spaßig scheint es dennoch gewesen zu sein.