Pokémon Go ist momentan in aller Munde. Doch leider zerreißen diese sich oft das Maul mit falschen Todes- oder Unglücksmeldungen. Wie erkennt man den Unterschied zwischen Fake-News zu Pokémon Go und den „echten“ Unglücken, wenn sie denn passieren sollten?

Pokémon Go - Todesmeldungen und Horror-News - Fake oder echt?

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Pokémon Go: Tolles Spiel oder Todesfalle? Wir klären euch auf.
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In unserer kleinen Übersicht zeigen wir euch, welche aktuellen Unglücks-News zu Pokémon Go im Internet die Runde machen und welche davon sich bislang als schlechter Scherz entpuppt haben. Dadurch solltet ihr ein Gespür für das Erkennen eines sogenannten Hoax (= Jux, Scherz) bekommen.

Pokémon Go fordert das erste unschuldige Opfer

Schon wenige Tage nach dem Release der App wurde der erste Todesfall gemeldet. Ein 17jähriger hatte sich angeblich so sehr auf das Fangen von Bisasam und Co. konzentriert, dass er seine Umgebung außer Acht ließ. Diese Unachtsamkeit führte ihn in ein „schlimmes Viertel“ in der er aufgrund seines iPhones angegriffen wurde. Vermeintliche Augenzeugen berichteten, dass der Teenager erstochen, ausgeraubt und dann zurückgelassen wurde.

Schon bei der ersten Meldung handelt es sich um einen riesengroßen Schwindel. Die Meldung stammt ursprünglich von einer Seite namens Cartel Press, die zur Mutterseite Huzlers.com gehört. Merkt euch diese Seiten gut, denn dort wird ein Satire-Artikel nach dem anderen produziert, um Klicks zu generieren. Die angeblichen Bilder des Tatorts stammen von einem Verkehrsunfall mit Alkoholeinfluss, der in Mérida, Mexiko passierte.

  • Urteil: Fake

Pokémon Go verursacht ein riesen Verkehrschaos

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Bleibt auf den Straßen aufmerksam, wenn ihr mit Pokémon Go unterwegs seid. Dann passiert auch nichts!
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Und auch bei der zweiten Meldung dreht sich alles um den Straßenverkehr. Diese Story hat sich sogar mit dem #DontPokemonGoAndDrive einen eigenen Trend-Hashtag in den sozialen Medien verdient. Und wieder stammt die News von Cartell Press. Dieses Mal behauptet das Satire-Portal, dass ein Mann beim Spielen von Pokémon Go auf einen vielbefahrenen Highway in Massachusetts gelaufen wäre.

Das Resultat: Einer der Fahrer – der laut Meldung zufälligerweise ebenfalls Pokémon Go an seinem Steuer spielte – verursachte durch sein Ausweichen und Anhalten angeblich ein Riesenchaos auf den Straßen. Aber auch hier handelt es sich um einen Satire-Beitrag. Während Cartell Press den Fakt noch mit einer falschen Statistik verschleiern will (angeblich würden sich die Unfälle in Zukunft wegen Pokémon Go verdreifachen), machen andere Satire-Seiten kein Halt und zelebrieren die angebliche, natürliche Auslese: „Wir verlieren zwar ein paar auf dem Weg, aber wir gewinnen so viel an Lebensqualität!“

  • Urteil: Fake

Spieler tötet seinen Bruder, nachdem er alle Pokémon löscht

Ein 15jähriger aus Florida namens Timmy Richards wurde am Sonntagmorgen verhaftet, nachdem er seinen 13jährigen Bruder erstach. Die vermeintlichen Behörden ließen verlauten, dass der Täter dachte, sein Bruder hätte all seine Pokémon in der neuen App gelöscht. Laut seiner Familie ist Timmy sehr schlau, ruhig und wurde zuvor noch nie wütend erlebt.

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In den meisten Fällen sind die furchtbaren News zu Pokémon Go schlichtweg erfunden.
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Das ist ja auch kein Wunder. Schließlich gibt es diesen Timmy nicht. Diese News stammt erneut - wer hätte es gedacht - von Cartel Press. Diese pumpt weiterhin solche Meldungen in die Öffentlichkeit. Das Problem: Einige News-Seiten, aber vor allem die Menschen auf den Social-Media-Kanälen springen voll darauf an, ohne die Hintergründe oder Fakten genauer zu hinterfragen.

  • Urteil: Fake

Mann klagt auf 500 Millionen Dollar, nachdem er angefahren wurde.

Noch während wir diese Zeilen zusammengetippt haben, hat Cartel Press schon die nächste Hiobsbotschaft zu Pokémon Go veröffentlicht. Ein 25jähriger Mann namens Charley Lewis wurde in Texas angefahren, nachdem er auf seinem Handy ein Pokémon fangen wollte. Das angebliche Opfer kann nun nicht mehr laufen und verklagt die Entwickler auf 500 Millionen Dollar Schmerzensgeld. Die News ist zwar noch taufrisch, stammt aber wieder von Cartel Press. Von daher lässt sich die Glaubwürdigkeit wieder einmal anzweifeln.

  • Urteil: Wahrscheinlich Fake

Räuber nutzen Pokémon Go, um Spieler zu überfallen

Kommen wir zur ersten wahren News. Wir halten uns bei dieser bewusst kurz, da wir sie euch schon in einer separaten Form dargebracht haben. Hier bestätigte die Polizei von O’Fallon in Missouri, dass einige Räuber unachtsame Spieler zu den Pokéstops lockten und anschließend ihrer Habe entledigten. Der beste Beweis für eine echte Meldung, ist in diesem Fall die Bestätigung der örtlichen Autoritäten.

  • Urteil: Wahrheit

Pokémon-Trainerin findet Leiche

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Wie ihr seht, ist Pokémon Go weitestgehend ungefährlich. Hoffen wir, dass das auch weiterhin so bleibt.
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Die vorerst letzte tragische Meldung zu Pokémon Go hat es sogar ins amerikanische Fernsehen geschafft. Die 19jährige Shayla Wiggins aus Riverton, Wyoming hat beim Erkunden ihrer Umgebung mit Pokémon Go eine Leiche entdeckt. Diese trieb innerhalb der Ufernähe eines Flusses und war dort wohl weniger als 24 Stunden, bevor sie durch den Teenager gefunden wurde.

In einem kurzen Interview mit Kotaku bestätigte Shayla Wiggins die Meldungen. Sie war am Fluss auf der Suche nach Wasser-Pokémon, als sie den schockierenden Fund machte. Auch wenn es ihr aktuell wohl schon wieder besser geht, wird sie laut eigener Aussage erst einmal aufhören Pokémon Go zu spielen. Aktuell versuchen die Behörden den Leichnam zu identifizieren. Sie gehen aber davon aus, dass es sich bei der Todesursache um einen Unfall handelt, da keine Anzeichen für ein Gewaltverbrechen gegeben waren.

  • Urteil: Wahrheit

Pokémon Go - Nicht nur im hohen Gras: Die verrücktesten Real-Life-Begegnungen

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