Ein russischer Blogger namens Ruslan Sokolovsky hat in einer orthodoxen Kirche Pokémon Go gespielt. Da dies in Russland unter Strafe steht und die Kirche mit allen Mitteln gegen so etwas vorgehen will, drohen ihm nun fünf Jahre Haft.

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Sokolovsky hatte das Video zu Pokémon Go bereits im Sommer 2016 gepostet. Darin nimmt er einen Beitrag des russischen Fernsehens auseinander, in dem behauptet wird, dass man die App nicht in Kirchen nutzen darf. Eine Haft- oder Geldstrafe würde den Pokémon-Go-Spielern dabei drohen. Also probiert der Blogger mit knapp 1,7 Millionen Abonnenten es aus. In der orthodoxen Kirche in Jekaterinburg spielt er den Titel und hält das Ganze auf Video fest. Nun geht der Fall vor Gericht. Sokolovsky muss sich der Anklage zur Verletzung der Gefühle von Gläubigen sowie Anstiftung zum Hass verantworten. Zudem hatte man eine Spionagekamera in seiner Wohnung entdeckt. Diese sind in Russland illegal.

Ein Statement durch die Gefängnisstrafe

Der Angeklagte fordert zusammen mit seinem Verteidiger eine Bewährungsstrafe. Sokolovsky sei bereit, sich bei der Kirche zu entschuldigen und gemeinnützige Arbeit zu verrichten. Doch aktuell sieht es eher danach aus, als müsste er sich auf eine Gefängnisstrafe einrichten. Bis zu fünf Jahre Haft drohen ihm. Und die Kirche will laut einem Priester der Diözese ein Statement setzen. Man wird das Gericht nicht um Milde bitten, da eine Umerziehung erreicht werden muss. Wie das Ganze ausgehen wird, zeigt sich wohl erst in ein paar Wochen oder sogar Monaten.

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