Viele Pokémon Go-Spieler sind ungeduldig und wollen nicht lange warten und rumlaufen, bis sich ihre Eier ausgebrütet haben oder sie mal wieder ein neues Pokémon finden und fangen können. Das ist vermutlich auch der Grund dafür, dass es immer mehr Hacks und Cheats in dem Augmented-Reality-Game gibt. Zu ihnen können im Großen und Ganzen auch Bots gezählt werden, die verschiedene Aktionen bei Pokémon Go einfach von selbst für euch ausführen, wie etwa das Fangen seltener Pokémon oder das Looten von PokéStops. Doch wie funktionieren diese Bot-Programme, wo kommen sie her, kosten sie etwas und ist die Nutzung von Bots legal? In diesem Guide erfahrt ihr alles Wichtige zu Bots bei Pokémon Go.

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Das erste Update für Pokémon Go kam gerade mal vor wenigen Tagen raus und die Spieler sind aufgrund der zahlreichen unbefriedigenden Veränderungen verärgert. Dabei ist mittlerweile gefühlt jeder, jede Branche, jedes Kind und jeder Erwachsene vom Pokémon Go-Fieber gepackt worden. Es ist bereits schon so weit, dass sich Bürgermeister dazu hinreißen lassen, Brücken zu sperren, damit infizierte Trainer ungestört spielen können, die Gelben Seiten haben PokéStops in ihr Repertoire aufgenommen, Hillary Clinton nutzt das Spiel für ihren Wahlkampf und Teeniestars wie Justin Bieber mischen sich ungesehen unters „Volk“, um die kleinen Taschenmonster zu schnappen. Viele Unternehmen sehen eine einmalige Chance, um Kunden in ihre Läden zu holen und stellen Anträge an Entwickler Niantic Labs, damit vor ihrem Geschäft ein PokéStop eingerichtet wird. Natürlich sehen auch Cheater und Hacker darin ihre Chance, um ordentlich Kohle einzufahren und zwar mit Bots, die einem das Spielen nicht nur erleichtern, sondern auch noch schneller vorantreiben. Es ist schon Wahnsinn, was ein einziges Spiel so alles bewirken kann, findet ihr nicht?

Pokémon Go - Bot: Bessere Pokémon durch App-Manipulation – Legal oder illegal?

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Bei Pokémon Go werden Bots mittlerweile zur Gewohnheit. Was haltet ihr von den automatisierten Programmen?
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Pokémon Go Bot – Automatisch Pokémon fangen und leveln: Was macht ein Bot?

Was ist eigentlich ein Bot? Ein Bot an sich ist eigentlich nichts schlimmes. Das Wort „Bot“ kommt vom englischen Begriff „Robot“ bzw. „Roboter“. Hierbei handelt es sich um ein Computerprogramm, das automatisch diverse Aufgaben wiederholt und abarbeitet. Dabei ist der Bot nicht darauf angewiesen, dass ein menschlicher Benutzer irgendwelche Aktionen und Interaktionen mit ihm ausführt.

Für Pokémon Go gibt es auch vermehrt Bots, die in letzter Zeit immer häufiger in Erscheinung treten. Eigentlich müsst ihr zum Spielen der App ja selbst raus vor die Tür, euch bewegen und so Pokémon an den unterschiedlichsten Orten finden und beim Gehen Eier ausbrüten, die euch weitere Taschenmonster offenbaren. Doch wer für Pokémon Go einen Bot hat, der muss das alles nicht tun, weil ebenjenes Programm diese Dinge macht.

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Ihr müsst euch den Bot einfach nur auf euren PC laden und mit eurem Account verbinden. Dabei nutzt der Bot die Schnittstelle aus, die zwischen Niantic und eurem Smartphone existiert. Dann übernimmt der Bot verschiedene Aktionen für euch, wie beispielsweise das Verschicken doppelter Pokémon.

Meist sind Bots aber eben nicht kostenlos, schließlich wollen ihre Entwickler ja mitverdienen. In der Regel kosten Bots um die 5 Dollar. Problematisch ist natürlich, dass ihr beim Verwenden dieser Bot-Programmen all eure Daten, wie etwa eure Anmeldedaten vom Account, einer unvertrauenswürdigen Quelle anvertraut. Was die Entwickler dann mit diesen Informationen letztlich anstellen, ist fragwürdig und unklar.

Pokémon Go - Bot: Bessere Pokémon durch App-Manipulation – Legal oder illegal?

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Pokémon Go: Bots oder nicht Bots, das ist hier die Frage! Dann doch lieber dem geliebten Vierbeiner das Handy umschnallen und eine große Runde mit ihm Gassi gehen, oder?
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Pokémon Go Bot – Legal oder nicht?: Welche Strafen drohen durch Niantic?

Angeblich soll es bei Pokémon Go schon seit der Beta-Phase Bots geben. Auch beim Vorgänger Ingress gab es Spieler, die von Bots Gebrauch machten. An und für sich sind Bots eigentlich legal, doch durch die Benutzung verstoßt ihr in der Regel gegen die AGB des Anbieters, also in diesem Fall Niantic und Nintendo, die so etwas gar nicht gern sehen und bereits gegen sämtliche Kartendienste und Tracking-Anbieter vorgegangen sind.

Illegal können Bots aber durchaus dann werden, wenn im Bot zum Beispiel der Name des Spiels oder sonstiger geschützter Begrifflichkeiten steht. Dann können die Spielehersteller nämlich ganz schnell mit einer Copyright-Verletzungs-Klage vor der Tür stehen. Zivilrechtlich gesehen, ist dann aber in erster Linie der Entwickler des Bots dran bzw. derjenige, der den Bot verkauft. Nutzer büßen in der Regel „lediglich“ ihren Account ein.

Bisher haben sich weder Niantic Labs, noch Nintendo zu der Bot-Problematik bei Pokémon Go geäußert. Beim gleichgestellten Spiel Ingress ist die Vorgehensweise häufig so, dass Niantic, wenn es einen Bot-Account erkennt, diesen zunächst unter Beobachtung stellt. So wollen sie herausfinden, welcher menschliche Account mit diesem Bot interagiert. Hat Niantic genügend Informationen gesammelt, dann kommt es zu einer sogenannten Bannwelle.

Hinzu kommt, sollte euer Pokémon Go-Account davon betroffen sein und ihr habt den selben Google-Account bei der Anmeldung benutzt, wie bei Ingress, dann wird dieser leider gleich mitgebannt. Ähnlich gehen auch andere Spielehersteller vor, wie zum Beispiel Blizzard.

Es ist demzufolge sehr wahrscheinlich, dass es bei den Pokémon Go-Bots genauso abläuft und Niantic derzeit bereits Informationen sammelt. Wenn der Hype etwas abgeebbt ist, könnten sie dann die Bannwelle lostreten.

Momentan reagiert Niantic lediglich mit einem Softban, wenn erkannt wird, dass ein Spieler sein GPS-Signal manipuliert. Dieser Softban hält dann einige Stunden an. Er verhindert das Spawnen von Pokémon in eurer Umgebung.

Hoffentlich nimmt sich Niantic dem Bot-Problem bald an, denn Spieler ohne Cheats oder Bots könnten möglicherweise die Lust an Pokémon Go verlieren, weil andere vermeintlicher Weise schon viel weiter sind. Wir können nur abwarten, wie Niantic in Zukunft gegen die Bot-Entwickler und -Nutzer vorgeht.

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