Pokémons sind seit Jahren eng mit Nintendos Spieleplattformen verbunden und sorgten in der Vergangenheit für unbeständig gute Unterhaltung. Bei den hierzulande brandneuen Pokémon Diamant- und Perl-Editionen für den Nintendo DS, macht die Serie dank umfangreichen Onlinefeatures und einem bislang unübertroffenen Angebot an Pokémons einen großen Schritt nach vorne. Warum der Titel, der sich in Japan über 5 Millionen Mal verkauft hat, nicht nur für Pokémon-Fans interessant ist, erfahrt ihr im Test!

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Die Welt der Pokémons spaltet seit jeher die Spielerschaft: Während die kleinen Helden bei einigen Spielern inzwischen äußerst beliebt sind, kamen andere bislang noch nie mit ihnen in Kontakt. Die neueste Edition erscheint in zwei Varianten, bei denen sich die enthaltenen Pokémons teilweise unterscheiden. Zu Beginn entscheidet ihr euch für einen der beiden Hauptcharaktere, wobei ihr lediglich die Wahl zwischen einem Jungen und einem Mädchen habt. Anschließend gebt ihr euren Namen ein und vergebt zusätzlich einen Namen für einen zweiten Charakter, der im Spiel als euer bester Freund auftritt.

Pokemon Diamant-Edition - Strahlend wie ein Diamant: Der neue Online-Modus krönt die Japan-Sammelei

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Die Umgebungsgrafik ist zwar unspektakulär aber trotzdem schick.
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Ist dies geschehen kann das Abenteuer auch schon beginnen. Ihr startet auf einer geheimnisvollen Insel namens Sinnoh, auf der Menschen und Pokemons weitgehend friedlich zusammen leben. In den Nachrichten erfahrt ihr, dass man derzeit auf der Suche nach einem besonders mächtigen Pokémon ist, das sich irgendwo auf der Insel befinden soll.

Kurze Zeit später trefft ihr zusammen mit eurem besten Freund auf Professor Eibe, der euch großzügigerweise ein Pokémon überlässt, das ihr aus drei verschiedenen Exemplaren aussuchen dürft. Als Gegenleistung nehmt ihr ein Gerät entgegen, mit dem ihr sämtliche Pokémons, auf die ihr im Laufe eures Abenteuers stoßt, für Professor Eibe katalogisieren könnt. Parallel existiert jedoch noch die Organisation "Team Galaktik", die sich ebenfalls mit der Erforschung der Pokémons beschäftigt und dabei auf eine Information gestoßen ist, mit der sie ganz Sinnoh gefährden könnte.

Auf in den Kampf, Pokémons!
Was folgt ist eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte. Aus der Vogelperspektive steuert ihr euren Helden durch die 3D-Landschaft, in der zahlreiche Städte und Dörfer durch weitläufige Prärie getrennt sind. Das Spiel unterliegt einer eigenen Zeit, die für Tag-/Nachtwechsel sorgt. Sobald ihr euch durch hohes Gras bewegt, was auf euren Wegen meistens unumgänglich ist, besteht das Risiko dass ihr einem wilden und angriffslustigen Pokémon begegnet, das tageszeitabhängig erscheint. In diesem Fall wechselt die Ansicht in eine isometrische Perspektive in der ihr sowohl euer eigenes Pokémon als auch den attackierenden Gegner seht.

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Bei den Kämpfen wählt ihr per Touchpen die nächste Attacke aus.
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Die Kämpfe laufen traditionell rundenbasiert ab, wobei ihr aus einer Liste möglicher Attacken wählen könnt. Beide Pokémons verfügen rollenspieltypisch über eine begrenzte Gesundheitsanzeige, die es durch geschickt gewählte Angriffe zu dezimieren gilt. Da sämtliche Pokémons in die Kategorien Feuer, Wasser, Luft und Vegetation eingeordnet sind, bewirken Elementarangriffe je nach Gegnertyp unterschiedlich viel Schaden. Attackiert ihr beispielsweise ein Wasserpokémon mit einer Feuerattacke, ist dies sehr viel effektiver als wenn euch ein Feuerpokémon gegenüber steht.

Fang das Pokémon!
Zusätzlichen taktischen Tiefgang erhält das Spiel durch Fähigkeiten, die dem Gegner nicht unmittelbar schaden, sondern ihn beeinflussen. So lässt sich die Verteidigung des Gegners beispielsweise schwächen oder ihr stärkt euren nächsten Angriff. Entscheidet ihr euch für eine solche Fähigkeit, kommt der Gegner in dieser Runde ohne Schaden davon.

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Seid ihr zu später Stunde unterwegs, kehrt im Spiel die Nacht ein.
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Habt ihr es mit wilden Pokémons zu tun, könnt ihr zudem versuchen, den Gegner einzufangen und fortan auf eurer Seite kämpfen zu lassen. Dafür müsst ihr das Pokémon möglichst stark schwächen, ohne es jedoch gänzlich zu besiegen. Je schwächer es ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, es in einem Pokéball zu bannen. Während der Kämpfe könnt ihr jederzeit zwischen euren Pokémons wechseln, von denen ihr bis zu sechs bei euch tragen könnt. Ein Wechsel kostet euch jedoch wertvolle Zeit, in der eine ganze Runde ohne eine Attacke auf den Gegner verstreicht.

Duell der Trainer
Neben Duellen mit wilden Pokémons erwarten euch auch prestigeträchtige Auseinandersetzungen mit anderen Pokémon-Trainern. Der Unterschied liegt im Wesentlichen darin, dass ihr die Kampfaufforderung nicht annehmen müsst, ihr die gegnerischen Pokémons bei solchen Gefechten nicht fangen könnt und ihr es meistens mit mehreren Pokémons zu tun habt. Wie bei allen Kämpfen erhalten alle beteiligten Pokémons im Falle eines Sieges Erfahrungspunkte, mit denen sie von Zeit zu Zeit einen Levelaufstieg erreichen. Dadurch lassen sich Attribute verbessern und neue Fähigkeiten erlernen.

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Wer online ist, darf jederzeit Pokémons tauschen.
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Abseits der Kämpfe wird die Story in Gesprächen mit anderen Charakteren vorangetrieben. Zusätzlich geben euch die zahlreichen Personen oft nützliche Tipps zur Handhabung der Pokémons. Wer bislang kein Pokémonspiel gespielt hat, wird auf diese Weise geschickt an das Gameplay herangeführt. In den Städten gibt es zudem spezielle Einrichtungen, in denen ihr Pokémons hinterlegen und heilen könnt. Zudem lassen sich Heiltränke und Elixiere zur Kompensation von Spätwirkungen erwerben - einige der Attacken entziehen den Pokémons kontinuierlich Lebenskraft, was auch über den Kampf hinaus anhält.

Mobile Pokémon-Fans freuen sich über das neue Sahnestück der Serie: Endlich gibt es eine umfangreiche Onlineunterstützung per WiFi. Jedes Dorf hält für euch einen Zugang zum "Konnex-Klub" bereit, den ihr wie alle anderen Gebäude betreten könnt. Seid ihr hier online, lassen sich problemlos Pokémons tauschen und Duelle mit Pokémon-Trainern auf der ganzen Welt austragen. Neben den Mehrspieleroptionen, die ihr bei lokalen Verbindungen mit Freunden habt, sind die Onlinefunktionen durchaus hilfreich bei der Suche nach seltenen Pokémons.