Die Entwickler bei "Game Freak" können auf eine riesige Reihe von Pokémon-Spielen zurückblicken, die Spieler seit Jahrzehnten begleiten. Doch dabei ging es nicht immer absolut reibungslos zu. In einem Interview mit Gamespot verrieten sie nun, welche Teile der Pokémon-Reihe ihnen am meisten Probleme bereitet haben.

Wer jetzt gedacht hätte, dass die aktuellen Ableger der Pokémon-Serie das Rennen machen, weil sie deutlich komplexer sind, hat falsch gedacht. Die schwierigsten Ableger waren Pokémon Rubin und Saphir, die zuerst auf dem Game Boy Advance erschienen. Laut den Entwicklern machte vor allem die neue Technik des Handhelds Probleme. Durch das neue Format des Game Boy Advance, die Möglichkeit deutlich mehr Farben des Spektrums zu nutzen und neue Sound-Technologie zu implementieren, hatten die Pokémon-Macher zwar deutlich mehr Freiheiten, aber auch große, technische Hürden. Das Management der Ressourcen wurde zu einem Hauptthema für Pokémon Rubin und Saphir.

Erfolgsdruck für die Entwickler

Neben der technischen Seite gab es aber auch noch den Druck von außen. Pokémon Gold und Silber hatten einen enormen Erfolg gefeiert und wurden von den Fans geliebt. Dennoch dachten die meisten, dass das Pokémon-Franchise damit sein Ende gefunden hätte. Der Druck war so groß, dass Director Junichi Masuda sogar während der Entwicklungszeit ins Krankenhaus musste. Aufgrund des hohen Stress-Levels kam es bei ihm zu Magenverstimmungen, die behandelt werden mussten.

Kurz vor dem Release bekam er dann noch zusätzlich Albträume. Der Erfolg von Pokémon Rubin und Saphir dürfte die Strapazen ein wenig entschädigt haben. Zwar waren die Ableger nicht so erfolgreich, wie Pokémon Gold und Silber (23 Millionen Einheiten), konnten sich aber dennoch gut auf dem Markt mit 16 Millionen verkauften Einheiten platzieren.