Sony UK Chef Fergal Gara teilte in einem Interview mit, dass Sony die PlayStation Vita noch lange nicht aufgegeben und noch einige Überraschungen für PS Vita Besitzer in petto habe.

PlayStation Vita - Sony stellt Entwicklung von AAA-Spielen für PS Vita ein

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Auf AAA-Titel wie Killzone: Mercenary werden Besitzer einer PS Vita in Zukunft wohl verzichten müssen
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Sony hat vergangene Woche die PSP endgültig zu Grabe getragen. Weder werden neue PSP produziert noch ausgeliefert. Selbst der Online-Support wie der Zugang zum PlayStation Store soll noch im Laufe des Monats deaktiviert werden.

Für einen Handheld, das fast 10 Jahre auf dem Buckel hat, war das sowieso ein langer Lebenszyklus. Nun möchte man ja eigentlich meinen, dass der Handheld-Thron im Hause Sony fortan gänzlich der PS Vita gehört. Das treffe zwar größtenteils zu. Doch leider darf selbst der Besitzer einer PS Vita in Zukunft nicht mehr mit AAA-Titeln seitens Sony rechnen. Von Third-Party-Entwicklern schon mal gar nicht.

Im Gegensatz zur Erfolgsgeschichte der PS4 konnte Sony nicht das Interesse für die PS Vita erwecken, trotz guter Hardware. Der Knackpunkt war schon immer der Preis, aber auch die fehlende Software. Das Problem, das Nintendo bei der Wii U hat, besteht bei Sony bei der PS Vita.

Gara gibt zu, dass die Verkäufe der PS Vita nur schleppend vorangehen. Doch man sehe eine jährliche Wachstumsrate, zwar niedrig, aber immerhin. Angesichts der wahrscheinlich heute offiziellen Bekanntgabe der Akquisition Mojang ABs durch Microsoft wirkt die Aussage etwas unglücklich, aber man freue sich auf die Veröffentlichung von Mincecraft auf der PS Vita - die wichtigste Veröffentlichung des Jahres auf dem Handheld, und Sony setze viel Hoffnung in das Ausnahme-Spiel.

Zudem profitiere die PS Vita von der Remote-Play-Funktion der PS4. Das sei eine kleine Nische, aber Sony wolle die PS Vita in dieser Nische als beste Alternative etablieren. Was eigene AAA-Titel für die PS Vita betrifft, so werden sich die Besitzer wohl darauf einstellen müssen, dass es in Zukunft keinerlei Titel wie Uncharted: Golden Abyss oder Killzone: Mercenary mehr geben wird.

Der Grund seien die schlechten Absatzzahlen genannter Titel. Stattdessen werde man sich bei Sony darauf konzentrieren, kleine Spiele zu produzieren, sowie Titel für ein jüngeres Publikum. Wenn man so will, geht Sony damit den Weg, den Nintendo schon jeher bei seinen Handhelds gegangen ist. Das wäre auch zielgruppengerechter, denn schaut man sich die Erfolgsspiele auf den Smartphones an, sind das alles kleine Spiele für unterwegs, keine elaborierte Abenteuer à la Uncharted.

So werde sich der geneigte 'PS Vita'-Besitzer in Zukunft auf Spiele wie das erwähnte Minecraft, aber auch Lego Batman 3 freuen dürfen. Man werde die PS Vita auch im kommenden Weihnachtsgeschäft nicht vergessen. "Wir sind ganz zufrieden damit, wie sie sich weiterhin verkauft, und freuen uns auf eine weitere Spitze diese Weihnachten. Die Verkäufe der PS Vita waren auch in den letzten Jahren weitaus saison-bedingter als bei der PS3"; so Gara.

Es gebe zwar die allgemeine Annahme, die PS Vita sei im Begriff zu verschwinden, doch das sehe man bei Sony anders. Man glaube auch weiterhin an die PS Vita, was man auch mit der Einstellung der PSP selbst in Japan bewiesen hat.