Sony hat auf der CES mit PlayStation Now den hauseigenen Streaming-Dienst vorgestellt. Nun sprach Sony Computer Entertainment of Americas Marketing Vice President John Koller in einem Interview über Sonys Pläne.

Mit der Gaikai-Cloud-Technologie sollen auch in Europa ab Sommer 2014 Spiele direkt auf Playstation-Geräte gestreamt werden können. So werde man "beliebte Hits und Klassiker" der PS3-Bibliothek auf PS4 und PS3, später auch auf die PS Vita streamen können. Doch Sony wolle die Streaming-Möglichkeit nicht allein auf PlayStation-Geräte beschränken. Auch andere Produktreihen von Sony wie die Bravia-TV-Reihe sollen bedacht werden.

"Es wäre großartig, wenn man sich einfach seinen DualShock 3 schnappen und drauflos spielen könnte", so Koller. "PlayStation Nows Stärke ist sofortiges Gameplay, das ein Problem in dieser Industrie darstellt. Wir müssen es lösen und ich denke, dass dies [PlayStation Now] genau das tut. Wir haben uns des Problems auf der Download-Seite schon mit Play-As-You-Download [auf der PS4] angenommen, und mit PlayStation Now können die Leute sofort spielen, egal ob auf der PlayStation, einem Bravia oder später auf Tablets und Smartphones."

Das bedeute aber nicht, dass Dienste wie PlayStation Now die Produktion von Konsolen überflüssig werden lassen. Vielmehr repräsentiere PlayStation Now Sonys Willen, sich in erster Linie auf die Software konzentrieren zu wollen. Man wolle sich an erster Stelle an die Spieler richten - und die wollen nun mal großartige Spiele haben.

Sony wolle zwar in naher Zukunft auch Tablets und Smartphones mit PlayStation Now bedienen, dort solle man aber ebenfalls auf einen DualShock-3-Controller zurückgreifen, da nur hiermit der volle Genuss garantiert werden könne. Interessant ist, dass Koller explizit darauf hinweist, dass Sony lediglich Smartphones und Tablets genannt, nicht aber iOS und Android gemeint hat.

Zuerst sollen PS3-Spiele gestreamt werden. "Sony Computer Entertainment President und CEO Andrew House hat heute Morgen die PS3 zuerst genannt, und dann die PS1, die PS2 und später soll die PS4 folgen. Wir werden in ein paar Wochen erst einmal eine Beta haben, wir werden schauen, wie die PS3 am besten funktioniert. Und die PS3 wird auch die Speerspitze darstellen. Wir werden sehen, wie es anschlägt, wie es mit dem Geschäftsmodell aussieht und all diese Dinge eben", so Koller.

Die PS3 sei einfach ideal, weil sie noch aktuell ist. Es gebe eine Menge Content aus den Jahren 2006 bis 2009, die nicht mehr im Handel und auch aus den Köpfen der Leute verschwunden seien, die man nun so wieder einbringen könne.

Das schließe sowohl First- als auch Third-Party-Spiele mit ein. Sony wolle eine breite Palette an Genres abdecken, um allen PS4-, PS3- und PS-Vita-Besitzern ein tolles Erlebnis zu bieten. Ob allerdings auch PS4-Spiele auf PS3-Konsolen gestreamt werden können, wird sich erst noch zeigen müssen. Und auch, ob PlayStation Now ein gesonderter Bezahldienst wird.