Fazit
Die Magie des Moments, als die erste virtuelle Bowling-Kugel flog, das werde ich nie vergessen. Eine kribbelnde Faszination fürs Neuartige und Unvertraute hatte mich übermannt und fest im Griff. Das war vor vier Jahren, als ein mit „Wii“ beschriftetes Komponentenkabel gerade zehn Minuten im Fernseher steckte. Und die Flamme wird nie wieder so stark lodern wie damals. Da kann sich die Playstation recken und strecken, wie sie will, Move bleibt vorerst auf dem Niveau, das Nintendo einst im Dezember vorgelegt hat. In Sachen Präzision ist man etwa auf par mit einer Wiimote nebst Motion-Plus-Anhängsel, die Verzögerung ist für meinen Geschmack verkraftbar, das Controller-Layout durchdacht – nach etwas Einarbeitung kam ich sogar prima mit den mickrigen Daumentasten zurecht.
Doch das ändert alles nichts daran, dass Sony vier Jahre nach der Wii „nur“ eine eigene Version von Wiimote und Nunchuk anbietet – und eine Wii-Sports-Nachmache obendrein. Den Start-the-Party-Minikram mal außen vorgelassen. Das ist wirtschaftlich verständlich und zum Warmwerden okay. Aber ich hätte mir gewünscht, dass Sony das Casual-Gestrüpp mit der scharfen Move-Machete zerschnippelt. Wir brauchen echte Abenteuer ohne belanglosen Fuchtelzwang, spannende Geschichten ohne albernes Herumfuhrwerken.
Ich bin gespannt, wie wohl sich „Resident Evil 5“ und „Heavy Rain“, „Killzone 3“ und Co. am Ende unter der Move-Fuchtel fühlen.
- Geht mir weg mit dem Mist!
- Mal abwarten - muss es erst ausprobieren
- Unbedingt! Ich freu mich tierisch drauf
- Mir reicht meine Wii
- Ich warte lieber auf Kinect






















