Ihr wisst schon. Dieses Spiel, das sie jetzt PUBG nennen. Dieses Shooter-Ding bei Steam. Ja? Na, da wo die sich alle abschießen und - ah, genau, da haben sie doch letztens auch diesen Typen gebannt, DrDisRespect, oder so? PlayerUnknown's Battlegrounds, genau! Oder einfach nur PUBG, damit wir uns nicht die Zunge an dem Schlangennamen brechen.

Also: Wie hat PUBG das eigentlich gemacht, wo kommt es überhaupt her und wer ist dieser PlayerUnknown denn nun?

PlayerUnknown's Battlegrounds - Steam Early Access Launch-Trailer2 weitere Videos

Bis, dass der letzte Mann stehen bleibe”, flüstert Playerunknown’s Battlegrounds, ehe es euch einzig bewaffnet mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug abwirft und schmunzelnd zuschaut, wie ihr euch einer nach dem anderen abschießt. Das Battle-Royale-Spektakel sorgt seit März diesen Jahres für einen Hype unter den Shooter-Fans und eine Stagnation in den Steam-Charts; PUBG, der ewige Early-Access-Hit in den Top 10.

Innerhalb von vier Monaten bis an die Spitze? Wie die Statistiken auf Steam nickend bestätigen, steigt die Anzahl der Spieler im Game auch jetzt noch schrittweise an. Jeder scheint sich dem Wunderspiel widmen zu wollen. Auch Streamer und Twitcher bieten ein volles PUBG-Programm.

Okay. Worum geht es denn eigentlich?

Ihr seid von Beruf Astronaut und musstet die letzten Monate leider auf dem Mond verbringen? Oder Mars One hat sich euch geschnappt und auf den Mars geschossen, von wo aus ihr erst jetzt eine Internetverbindung über das Hypernet herstellen konntet? Dann möchte ich euch kurz erklären, was wir anderen Erdenbewohner die letzten Monate auf einer einsamen Insel getrieben haben (nicht das, was ihr denkt):

PUBG - Wie mit dem Shooter-Wunder ein ganzes Genre neu definiert wurde

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PlayerUnknown's Battlegrounds: Ab mit dem Fallschirm auf die Insel!
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Playerunknown’s Battlegrounds ist ein “Last-Man-Standing”-Shooter, wie die Steam-Seite verrät. Im Multiplayer-Phänomen werdet ihr über einer großen, weiten Insel mit einem Fallschirm im Gepäck abgeworfen – ebenso, wie alle anderen. Sammelt Waffen und Vorräte, sucht euch Verstecke und seid vor allen Dingen eines: Auf der Hut. Denn hier gilt die einfache Regel “Jeder gegen jeden”, bis eben nur noch ein einziger Spieler übrig ist. Gemeinerweise wird die Karte mit der Zeit auch noch immer kleiner. Um nicht zu verlieren, rennt ihr also immer weiter einem bestimmten Punkt entgegen, an dem die Spieler nach und nach zusammengepfercht werden. Klingt verrückt? Intensiv? Genial? Ist es auch!

Packshot zu PlayerUnknown's BattlegroundsPlayerUnknown's BattlegroundsRelease: PC: 23.3.2017
Xbox One: 4. Quartal 2017
kaufen: Jetzt kaufen:

Der unbekannte Player

Battle Royale nennen wir dieses Genre eigentlich aufgrund eines einzelnen, berühmten Buchs von dem japanischen Autoren Koushun Takami. 1999 entkam die Geschichte der Feder des Schreiberlings und fand ihren Weg auf den japanischen Markt sowie bald in die weite Welt hinein.

Der Inhalt des wegweisenden Werks? Ein wortwörtlicher Klassenkampf im dystopischen Polizei-Staat Japan; über ein “Battle-Experiment” werden jedes Jahr Schulklassen ausgewählt, die sich jeweils auf blutigste Art bekämpfen müssen, bis nur noch ein Schüler pro Klasse steht. Die Schlachten werden gleichsam über die lokalen Fernsehsender übertragen - die Inspiration hinter etlichen Filme und anderen Werke, wie etwa Die Tribute von Panem oder eben PUBG.

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Der Kopf hinter PlayerUnknown's Battlegrounds: Brendan Greene (Quelle: invenglobal)
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Bevor PUBG jedoch die Steam-Charts empor kletterte, wuchs die Idee eines perfekten Battle-Royal-Spiels in den Gedanken des Modders Brendan Greene heran. Später bekannt unter dem Namen PlayerUnknown, werkelte er zunächst an Mods für Arma 2 und dann Arma 3, ehe Sony Online Entertainment - heute bekannt unter Daybreak Game Company - die Krabbelfinger nach ihm streckte. Mit seinen Spielmodifikationen gilt er noch heute als einer der Begründer des Battle-Royal-Genres im Gaming-Bereich; kein Wunder also, dass schließlich die großen Entwickler auf ihn aufmerksam wurden.

Dann kam H1Z1. Aus dem Survival-Game schossen ein Jahr nach dem Release 2015 gleich zwei Ranken; es teilte sich in H1Z1: Just Survive (der Überlebens-Modus) und H1Z1: King of the Kill (der Battle-Royal-Modus), wobei Zweiteres zu großen Teilen den Programmierer-Fingern Greenes entsprang. Damit ebnete er sich seinen Weg aus den Tiefen des Modder-Daseins bis hin zum hauptberuflichen Entwickler, der sich in der Industrie und bei den Fans einen Namen gemacht hatte.

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Auf der Insel heißt es: Jeder gegen jeden
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Das perfekte Battle-Royal-Spiel

Ich hatte Glück. Die letzten drei Jahre über konnte ich den Battle-Royal-Modus im Spiel verfeinern, über Arma 2 zu Arma 3 und dann zu H1Z1. Dieses Spiel (PlayerUnknown’s Battlegrounds) ist meine finale Version eines Battle-Royal, so, wie es sein sollte”, gab Brendan Greene in einem Interview mit gameindustry.bizzu.

Und der Plan ging auf. Nicht nur etablierte sich ein neues Genre unter den Zockern, auch das von Greene und Bluehole Studio Inc. entwickelte PUBG raste die Steam-Leiter empor, bis an die Spitze. Kaum zwei Wochen nach Release knackte das Shooter-Wunder bereits die Eine-Millionen-Marke und heute sind es sage und schreibe über fünf Millionen verkaufte Kopien.

Ein One-Hit-Wonder?

Ob sich der Hype irgendwann ausschleichen wird, bleibt abzuwarten - vielleicht, wenn Greene sein nächstes, ‘perfektes’ Battle-Royal-Spiel entwickelt? Bis dahin steigen die Zahlen weiter an und die starke Community hinter PlayerUnknown verspricht auch in Zukunft ein reges Interesse an der Adrenalin-Spritze:

Nur wenige Spiele versetzen mich in einen solchen Adrenalinrausch”, schreibt Reddit-User WE88Y und steht damit keineswegs allein da. Seid ihr dem Game auch schon verfallen oder kennt ihr andere Battle-Royal-Ableger, die das Konzept noch genialer umsetzen? Lasst uns an euren Wünschen und Sehnsüchten teilhaben!