Playboy - The Mansion
(von Manfred Duy)

Funktioniert eine kreuzbiedere Gesellschaftssimulation wie "The Sims" auch im verruchten Erotikmilieu? Na, einen Versuch wäre es wert, dachte sich Ubi Soft.

Seit seiner Gründung in den 50er Jahren gilt der Playboy als so ziemlich einziges Erotikmagazin, dass "Mann" durchblättern darf, ohne sich den Spott seiner Umgebung zuzuziehen. Schließlich kaufen sich die Männer (gemäß Eigenaussage) den Playboy vor allem wegen seiner fundierten Artikel.

Playboy: The Mansion - Trailer: Pleasure before workEin weiteres Video

Playboy: The Mansion - Sexy Babes und große Scheine!

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Ob die nackten Tatsachen da wohl eher als unerwünschte Dreingabe in Kauf genommen wurden, sei mal dahin gestellt. Ganz ähnliche Gedanken könnte man jedenfalls angesichts »Playboy: The Mansion« hegen, einem Mischmasch aus "The Sims"-ähnlicher Geselligkeitssimulation und Wirtschafterei. Bei der es jedoch letztlich nur darauf ankommt, möglichst viele leicht bekleidete Frauen zu erspechten und wilden Kopulationsorgien beizuwohnen - die übrigens so wild nun auch wieder nicht sind, so viel sei bereits verraten.

Errichtung eines Sex-Imperiums
Wahlweise in einer mit vielen

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Einzelzielen bekleideten Kampagne oder aber im freien Spiel mimt ihr den legendären Playboy-Boß Hugh Heffner während der Aufbauphase seines Unternehmens. Die Aufgabe ist es, das erotische Hochglanzmagazin Playboy Monat für Monat zu produzieren und dabei natürlich möglichst viele Leser anzulocken. Zu diesem löblichen Zweck engagiert ihr Autoren, Interviewpartner sowie vor allem wohlproportionierte Playmates. Während die Artikel und Interviews nach erfolgreicher Kontaktanbahnung superpünktlich, fixfertig und ohne Nachzuhaken eintrudeln (übrigens der lang

gehegte, unerfüllbare Wunschtraum unseres Chefredakteurs), müsst ihr bei den Playmates schon selber Hand anlegen. Genau diese Tätigkeit ist vielleicht auch so etwas wie der (Ähem) Höhepunkt des Spiels. Als Fotograf schießt ihr ganze Bilderserien mit den Damen und dürft diese wie in der Puppenstube beliebig kostümieren. Besonders bewährt sich da übrigens eine 70er-Jahre-Retro-Kombination aus winzigen Bikiniteilen und riesigen Sonnenbrillen.

Voyeuristen sei an dieser Stelle zugeflüstert, dass die Damen zwar sehr gerne "oben ohne" herumlaufen, ihre Hosen aber jederzeit anbehalten. Davon mal abgesehen: Höchst egal ob gerade fröhlich auf dem Küchentisch kopuliert wird, oder man sich eine "Ménage a trois" im Super-Luxus-Sprudelbad gönnt, die Kameraeinstellung wurde stets so gewählt, dass die USK völlig unbesorgt eine "Ab 16-Jahre"-Empfehlung aussprechen konnte.

Die Lasterhöhle
Im Mittelpunkt des lasterhaften Treibens steht die zweistöckige 3D-Villa des Partylöwen Hugh Heffner. Mit zunehmendem wirtschaftlichem Erfolg können Sie das Anwesen mit rund 300 Gegenständen vom Whirlpool bis hin zum Tennisplatz ausstatten. Was sehr wichtig ist, denn je mehr Luxus die Rammelbude verströmt, desto anziehender wirkt

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sie auf das prominente Publikum, das sich bei den Partys einfindet. Ob VIP, Angestellter oder Playmate, mit sämtlichen Anwesenden könnt ihr jederzeit Gesprächskontakt aufnehmen.

Zumeist genügt ein Klick auf Textbausteine vom Format "Mach einen Witz" oder "Freundlich lächeln" und schon zappelt ein neuer Starautor, Interviewpartner oder gar ein heißes Bunny an der Leine.

Mit denen lassen sich spielend leicht Missionsziele wie "Steigere die Auflage" oder "Schmeiß eine Party mit zahlreichen Prominenten" erreichen. Die Kontaktanbahnung läuft mit seinem Sympathiebarometer nicht nur ganz ähnlich ab wie bei »The Sims«, sondern hört sich auch noch so an. Zumindest ist das Gesprächsgemurmel ebenso unverständlich - was aber nichts ausmacht, denn letztlich handelt es sich um banales Smalltalk-Geplapper. Das hat nur den einzigen Sinn, Gesprächspartner dazu zu bringen, sich im Playboy via Interview oder Artikel wichtig zu machen (Männer) respektive sich für ihn auszuziehen (Frauen). Sozusagen ein Spiel wie Alice Schwartzers digitalisierter Albtraum.Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ Hübsch präsentiert und leicht erlernbar + Gutschein für eine kostenlose Playboyausgabe + Niedrige Hardwareanforderungen + Fetziger Soundtrack mit Jukebox-Funktion + Freischaltbare Playboy-Bunnybilder

Contra:
- Wird mangels Abwechslung schnell langweilig - Sterile Barbiepuppenerotik - Zahlreiche Programmfehler und Abstürze - Sexspiel ohne Sexappeal - Allzu simples WirtschaftsmodellPro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ Hübsch präsentiert und leicht erlernbar + Gutschein für eine kostenlose Playboyausgabe + Niedrige Hardwareanforderungen + Fetziger Soundtrack mit Jukebox-Funktion + Freischaltbare Playboy-Bunnybilder

Contra:
- Wird mangels Abwechslung schnell langweilig - Sterile Barbiepuppenerotik - Zahlreiche Programmfehler und Abstürze - Sexspiel ohne Sexappeal - Allzu simples Wirtschaftsmodell