In der aktuellen Weekly Famitsu sprach das japanische Kultstudio Platinum Games im Rahmen seines zehnjährigen Jubiläums über die Höhen und Tiefen der Spieleentwicklung und warum es einen Kraftakt darstellt, originale Spiele zu entwickeln.

Platinum Games - "Originale Spiele zu entwickeln ist eine schwierige Angelegenheit"

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Mit MadWorld schaffte Platinum Games 2009 einen fulminanten wie bezeichnenden Start
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2006 gründeten die ehemaligen Capcom-Mitarbeiter Shinji Mikami (Resident Evil), Atsushi Inaba (Viewtiful Joe) und Hideki Kamiya (Devil May Cry) Platinum Games zunächst noch unter dem Namen Seeds, Inc.. Alle drei waren zuvor Mitarbeiter der Capcom-Tochter Clover Studio, die 2007 vom Mutterkonzern geschlossen wurde.

Von Anfang an war es Teil des Plans, nicht nur originelle, sondern ausschließlich originale Spiele zu entwickeln.

"Wir hatten die Idee, dass wir ein Studio sein wollten, das zu 100 Prozent nur originale Spiele (also keine Sequels oder Spin-offs) entwickelt", so Platinum Games' CEO Tatsuya Minami. "Es stellte sich jedoch heraus, dass dies unglaublich schwierig umzusetzen ist. Und von daher nehmen wir nun auch andere Arbeiten auf."

Spiel Top, Verkaufszahlen Flop

Mit ersterem Vorhaben konnte sich Platinum Games im Laufe weniger Jahre den Ruf als eines der originellsten Studios erarbeiten. Bereits mit MadWorld für die Wii sorgte man dank des unglaublich hohen Gewaltgrads und des stylischen S/W-Settings für Aufsehen. Bayonetta und Vanquish festigten den Ruf als Entwickler rasanter Spiele. Doch die Spiele hatten noch eines gemein: sie waren allesamt Flops.

Und so nahm nun auch Auftragsarbeiten wie Metal Gear Rising: Revengeance an, die für die finanziellen Mittel sorgen, weiterhin originelle Ideen wie The Wonderful 101 zu produzieren. Und auch Sequels wie Bayonetta 2 gehören nun zum Repertoire.

Mit Lizenz-Games wie The Legend of Korra, Transformers: Devastation und Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutants in Manhattan beweist das Studio, dass derlei Umsetzungen nicht unbedingt Rohrkrepierer werden müssen. Selbst wenn Activision als Publisher fungiert. "Die IP-Eigentümer sagen sowas wie, 'Lasst Platinum Games in den Action-Segmenten das tun, was sie immer tun', das gibt uns unglaublich viel Freiheit in der Entwicklung", so Game Director Eiro Shirahama.

Und das zahlt sich aus. Zumindest Transformers: Devastation ist tatsächlich ein knackiges Spiel geworden. Wenn auch etwas kurz.

Weitere Partnerschaften mit vielversprechenden Titeln

Für Platinum Games sind die Partnerschaften nicht nur reine Mittel zum Zweck. Das Studio, das einst mit 60 Mitarbeitern startete und heute rund 180 Mitarbeiter beschäftigt, hat derzeit auch Partnerschaften mit Nintendo (Star Fox Zero), Microsoft (Scalebound) und Square Enix (Nier: Automata) am Laufen.

Man darf also gespannt sein, wie die nächsten zehn Jahre verlaufen. Für CEO Minami gibt es nur ein Ziel: zu den drei Top-Studios Japans aufsteigen.

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