Wir schreiben das Jahr 2007. Sonys etablierter Handheld wird nach nunmehr langer Marktpräsenz endlich mit einem der legendärsten Titel des wohl legendärsten Spielentwicklers bedacht. »Sid Meier's Pirates« läuft in den Hafen der PSP ein und versucht mit Charme, Säbel und Kanonengugel, die Herzen der Spieler zu erobern. Ob man sich dem karibischen Flair hingeben oder lieber die Segel streichen sollte, verrät unser Test!

Pirates! - Pirates! TrailerEin weiteres Video

Sid Meier gilt gemeinhin als einer der wichtigsten Persönlichkeiten in der Spielegeschichte. Neben Krachern wie Civilization zählt auch Pirates seit vielen Jahren auf diversen Plattformen zu seinen Vorzeigetiteln. Ursprünglich für den C64 entwickelt wurde erst kürzlich auch auf der Xbox und zuvor auf dem PC der Säbel ausgepackt - nun dürft ihr euch mit einer PSP und der UMD bewaffnet unterwegs den Abenteuern auf hoher See stellen.

Traumatisches Erlebnis
Das Spiel beginnt mit der Konstruktion einer etwas dünnen Hintergrundgeschichte. Während einer ausgelassenen Familienfeier dreht sich das Blatt und ein böser, spanischer Eroberer nimmt eure gesamte Familie gefangen. Als cleverer und flinker Jüngling schafft ihr es als Einziger, der Gefangenschaft zu entgehen. Jahre später verfolgt ihr als inzwischen erwachsener Seefahrer das Ziel, die Familie aus der Sklaverei zu befreien und sich an dem Übeltäter zu rächen.

Pirates! - Möge der Meier mit euch sein! Auch unterwegs - dank Pirates auf der PSP.

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Die blauen karibischen Meere laden zum Segeltörn ein.
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Nachdem ihr eurem Charakter einen Namen gegeben habt, entscheidet ihr euch für ein Talent. Wer beispielsweise den Schwerpunkt auf Fechtkünste legt, hat bei den Eroberungen später bessere Karten. Navigatoren werden auf hoher See mit einem Geschwindigkeitsvorteil belohnt, während erfahrene Kanonenschützen mit besonderer Treffsicherheit und Effektivität glänzen.

Anschließend verbündet ihr euch mit einer der vier Seemächte. Engländer, Franzosen, Spanier und Holländer stehen zur Wahl und bieten unterschiedliche Voraussetzungen. Technisch präsentiert sich das Spiel - für PSP Verhältnisse - in ausgezeichneter Form, da die Präsentation ruckelfrei und sehr atmosphärisch ist. Auch die Ladezeiten stören das Spiel kaum, da sie sehr selten auftreten und den Spielfluss nur kurz unterbrechen.

Packshot zu Pirates!Pirates!Erschienen für PC, XBox und PSP kaufen: Jetzt kaufen:

Vom Winde verweht
Zu Beginn der Seefahrerkarriere findet ihr euch mit einem mickrigen Schiff auf der blauen See rund um die Karibik wieder. Dort kreuzen friedlich, neutral und feindlich gesinnte Schiffe euren Weg. Auf Wunsch lässt sich jedes in Reichweite befindliche Schiff per Knopfdruck angreifen. Kommt es zum Gefecht, zoomt die Kamera an das Geschehen heran. Während der Seegefechte gilt es, beim Abfeuern der eigenen Kanonen die Breitseite des Schiffes auf den Gegner zu richten. Feuert ihr gerade nicht, sollte man dem gegnerischen Schiff jedoch so wenig Angriffsfläche wie möglich bieten.

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Bezwingt ihr den Kapitän, gehören Schiff und Ladung euch!
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Sowohl bei den Gefechten als auch bei euren normalen Segeltörns spielt der Wind eine große Rolle. Je nach Windstärke und Richtung bewegt ihr euch mehr oder weniger flott über das Meer. Wenn es um die richtige Ausrichtung eurer Kanonenrohre oder um die Flucht vor sichtlich überlegenen Piratenschiffen geht, sollte man diesen Aspekt nicht außer Acht lassen. Seid ihr in einem Gefecht überlegen, kann es passieren, dass der Gegner sich ergibt. Alternativ lässt sich euer Boot auch auf direkten Konfrontationskurs bringen, worauf ein Kampf der Besatzungen am Deck des Schiffes entfacht.

Schwingt den Säbel!
Bei solchen Fechtduellen gilt es im Rahmen eines Minispiels den gegnerischen Kapitän zu bezwingen. Gelingt dies, gehören Schiff, Ladung und Besatzung euch. Bei einem Fehlschlag werdet ihr auf einer einsamen Insel ausgesetzt, was euch wertvolle Zeit eures begrenzten Seefahrerlebens kostet.

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In den Häfen lassen sich Seeleute anheuern und Informationen ergattern.
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Wem See- und Deckgefechte missfallen, der darf sich alternativ als Händler oder Schatzsucher die karibische Luft um die Nase wehen lassen. So lassen sich zahlreiche Hafenstädte anfahren, in denen ihr Güter kaufen und verkaufen könnt. Wer die Bedürfnisse und Marktpreise eine Weile beobachtet, der scheffelt auf diese Weise schon bald eine beachtliche Anzahl von Goldmünzen.

Interessant und abwechslungsreich sind zudem die Missionen, in denen ihr euch nachts in Hafenstädte schleicht, um wertvolle Beute zu machen. Die Stadt gestaltet sich dabei wie ein Labyrinth, durch das ihr euch stückweise bewegen und dabei den Stadtwächtern samt Sichtkegeln ausweichen müsst. In guter alter Schleichmanier versteckt ihr euch in Gebüschen, gebt den Wächtern von hinten eins auf die Mütze und bahnt euch somit stressfrei - ein Zeitlimit gibt es nicht - den Weg zum Stadtkern.

Flottes Wachstum
Erfolgreiche Seefahrer bauen sich auf diese Weise eine zunehmend wachsende Seeflotte samt Besatzung auf, die ihr ebenfalls in den Städten anheuert. Die Schiffe lassen sich allesamt kontinuierlich aufrüsten, und gekaperte Holzboote sind in den Städten ein gern gesehenes und lukratives Handelsgut. Wer die gegnerischen Mächte schwächt, punktet zudem beim örtlichen Gouverneur, der euch damit belohnt, seine Tochter zum Tanz bitten zu dürfen.

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Leider verläuft nicht jede Fahrt auf dem Meer friedlich.
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Bei aller Handlungsfreiheit und Aktionsvielfalt solltet ihr jedoch nicht vergessen, eure Familie zu retten. Gespräche in den Häfen geben euch Hinweise darüber, wo ihr eure Verwandten findet. Da auch das Leben eines erfolgreichen Seemanns begrenzt ist, solltet ihr dafür sorgen, dass ihr möglichst selten ausgesetzt (missglückte Übernahme eines Schiffes) beziehungsweise eingesperrt (missglückter Einbruch in eine Stadt) werdet, da dies wertvolle Zeit kostet.

Sobald euer Charakter sein Ruhestandsalter erreicht hat, zieht ihr euch nämlich aus der Seefahrt zurück und belegt einen Platz in der Hall of Fame. Da das Spiel auch nach vielen Stunden noch nicht langweilig wird, ist dies allerdings kein Grund, die PSP zur Seite zu legen.