Wie die Farbflut Entertainment GmbH soeben in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, veranlassten brasilianische Behörden die Abschaltung von Pennergame Rio. Offensichtlich würden die Behörden glauben, auf diese Weise die sozialen Probleme und Ungerechtigkeiten im Land lösen zu können.

Den Vorgang begründete die Obrigkeit damit, dass sich Bewohner örtlicher Favelas unzutreffend im Spiel beschrieben fanden.

Pennergame Rio - Pennergame Rio verboten: Armut in Brasilien besiegt

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Eine Favela in Rio
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In Pennergame Rio geht es darum, einen verarmten Charakter zu bilden, um den raschen, sozialen Aufstieg aus einer Favela zu schaffen. "Dieser Traum, sich vom Tellerwäscher zum Millionär hochzuarbeiten, provoziert die Brasilianischen Behörden. Der Grund ist offensichtlich: Er wird niemals in Erfüllung gehen und schürt Unzufriedenheiten mit öffentlichen Leistungen", sagt Niels Wildung (22), Erfinder von Pennergame.

Armut und Kriminalität seien Probleme, die ignoriert werden, was sich besonders durch die mangelnde Polizeipräsenz am Stadtrand Rios zeige. Pennergame würde es als seine Verantwortung sehen, das Bewusstsein für Menschen die in Konfliktgebieten leben, zu schärfen.

"Die lokalen Behörden kennen die Ungerechtigkeiten, ändern tun sie nichts. Provokationen eines Browserspiels verbietet man ja viel einfacher. Symptome bekämpfen, nicht Ursachen – so populistisch gehen Brasilianische Behörden soziale Probleme an", wertet Pennergame-Macher Marius Follert (22) das Vorgehen der Justizbehörde.

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