Das Jahr 2012 könnte ein richtig gutes für Hack-n-Slay-Fans werden - sofern die Entwickler mal in die Pötte kommen: Diablo 3 erscheint wohl irgendwann in den nächsten Monaten, Torchlight 2 auch, und dann bin ich neulich über Path of Exile gestolpert. Ein Free-to-Play-Klopper, den das neuseeländische Independent-Studio Grinding Gear Games produziert. Mal sehen, ob sich diese Bezeichnung direkt auf den Spielablauf niederschlägt.
Der Hacksler besitzt großes Potenzial, die "Kiwis" haben aber auch noch viel Arbeit vor sich.AusblickDas Abenteuer, in dem Spieler „sich selbst retten sollen, und nicht die Welt“, so einer der Firmengründer Chris Wilson, beginnt mit einem Schiffbruch. Das ist zwar nicht allzu innovativ, aber ein solider Beginn, der den Hauptcharakter an die Küste des „antiken Kontinents“ Wraeclast verschlägt. Und vor allem ist zu diesem Zeitpunkt bereits klar, mit welcher der bisher fünf offenbarten Klassen ich ins Gemetzel starte.
Diese Auswahl trifft man nämlich kurz bevor das Schiff verunglückt. Grinding Gear deckt mit dem Angebot an verfügbaren Spielklassen ein weites Spektrum ab und will möglichst vielseitig sein. Nahkämpfer stürzen sich dementsprechend mit dem Marauder in den Kampf, der Ranger bedient die Neigungen aller Hobby-Legolase, der Duelist macht Assassinen glücklich und die Witch ist die Zauberhexe unter den Figuren. Bleibt noch der Templar, der mal wieder als Hybride zwischen stahlhartem Einsatz und magischen Fertigkeiten fungiert.
Ja, immer schön brutal als Nahkämpfer.Wie diese Auswahl stellvertretend für das gesamte Spiel zeigt, will Path of Exile das Genre gar nicht neu erfinden. Man orientiert sich stattdessen an bereits bestehenden Gesetzmäßigkeiten, klaut hier ein bisschen bei Diablo 2 und dort ein bisschen, ähm, auch von Diablo 2 und fügt hier und da eine Prise eigener Einfälle hinzu. Doch das Gute ist, dass das insgesamt sehr ordentlich funktioniert. Wenn auch noch eine ganze Reihe von Funktionen fehlen und etliche Ungereimtheiten ausgebessert werden müssen. Dies ist jedoch überwiegend dem Beta-Status geschuldet.
Es ist natürlich keine Überraschung, dass die Macher eine isometrische Kameraansicht wählen. Ihr beobachtet die Metzelei also aus der Vogelperspektive, die einen recht guten Überblick über das Geschehen ermöglicht. Momentan ist diese Sicht jedoch starr, ich kann die Perspektive also weder drehen und, noch schlimmer, nicht zoomen. Das ist schade, denn die Umgebung ist teils ansehnlich, vor allem die sehr schönen Licht- und Schatteneffekte machen einiges her. Ich möchte die mühsam gesammelte Ausrüstung aber auch mal an meinem Recken bewundern. Derzeit ist das nur sehr eingeschränkt möglich.
Manchmal hat man den Eindruck, dass die Entwickler ein wenig mit dem Hintern einreißen, was sie vorher sorgsam aufgebaut haben. So hinterlassen erschlagene oder gebrutzelte Feinde tatsächlich sehr häufig Gegenstände, ich kann aber leider nur einen geringen Bruchteil davon mitschleppen. Der Grund: Das Inventar ist viel zu klein und die Items nehmen enorm viel Platz weg.
Diese Edelsteinchen bestimmen die aktiven Skills.Außerdem lässt sich der gesamte Kram überhaupt nicht sortieren, sodass die Spielsitzungen zigmal von Tetris-artigen Intermezzi unterbrochen werden: ein Puzzlespiel, um wenigstens den mickrigen Raum so gut wie möglich auszunutzen. Meist endet das hoffnungslose Unterfangen mit dem frustrierten Zurücklassen vieler Beutestücke - oder ständiger Rückreise zum Ausgangsort, wo der Plunder vertickt wird. Sicherlich ist der knappe Rucksack dem F2P-Geschäftsmodell geschuldet, doch bei allem Verständnis muss hier muss trotzdem nachgebessert werden.
Übrigens bezeichnet Chris Wilson die eigene Vision hinter diesem Business-Ansatz als „ethical microtransactions“. Damit will er ausdrücken, dass alle zukünftigen Kaufgegenstände keine unfairen Vorteile gewähren sollen und rein visueller Natur sind. Eine Erweiterung für Flammenzaubersprüche könnte sich etwa in Form eines Drachenkopfes manifestieren.
Grinding Gear arbeitet hinsichtlich der Items nach eigenen Angaben bereits an einem benutzerfreundlicherem System. Derzeit gibt es weder einen automatischen Vergleich existierender und neuer Waren, noch ist der der Verkauf des Krimskrams beim Händler ergonomisch gelöst - also viel zu umständlich. Immerhin dürft ihr euch mit allen Charakteren eine Schatztruhe teilen, was nervige Umlageraktionen vermeidet.
von Grinding Gear Games
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Aber: F2P.
Und F2P ist für mich immer gleich bedeutend mit unvollständig.
Da werden jetzt gleich wieder welche schreien und heulen und schimpfen.
Aber das ist nun mal subjektives Empfinden.
@Gamona: Fragt doch mal nach, ob sie vielleicht ein paar Keys springen lassen.^^
bin in der beta hab aber noch nicht wieder einen freunde key bekommen falls einer eintrudeln sollte gib ich dir ne pm ^^
aber eventuell hast du glück die offene beta müsst bald starten wenn alles bei ihnen nach plan geht
@Gamona: Fragt doch mal nach, ob sie vielleicht ein paar Keys springen lassen.^^