"Free2Play-Titel werden oftmals viel zu früh auf den Markt gebracht"
gamona: Ein Problem der Fachpresse ist, wie man kostenlose Spiele bewertet. Kann man etwas fair bewerten, das einem quasi "geschenkt" wird? Wie sollte eurer Meinung nach in der Fachpresse mit Free2Play-Spielen verfahren werden?
André Herbst: Der größte Bewertungsunterschied zwischen Free2Play- und Retail-Spielen liegt sicherlich in der finalen Qualität des Games. Ein Free2Play-Titel wird oftmals zu einem viel früheren Zeitpunkt in der Entwicklung auf den Markt gebracht und der Community gezeigt als ein Retail-Game. Somit werden relativ viele Free2Play-Projekte in einem weniger finalen Status gelauncht, um sie mit der Community weiterentwickeln und anpassen zu können.
Parabellum - Trailer #2Ein weiteres Video
Dies hat natürlich zur Folge, dass solche Projekte sich erst 6-10 Monate nach dem Launch in einem Status befinden, der dem eines Retail-Produktes gleicht. Eine Bewertung, die bei Free2Play-Projekten somit nur "einmalig" und dazu noch kurz nach dem Launch stattfindet, halten wir somit für etwas unpassend in diesem Genre.
Die Argumentation, dass Usern bei Free2Play Games alles geschenkt wird, sollte man definitiv nicht überbewertend in ein Fazit einfließen lassen. Es ist aus unserer Sicht viel wichtiger, die Kernelemente, die ein Free2Play-Game von einem Retail-Game unterscheiden, zu verstehen und in der Gewichtung entsprechend zu berücksichtigen.
gamona: Überzeugt unsere Leser mit einem Satz davon, Parabellum zu spielen.
André Herbst: Wer auf schnelles, taktisches Teamplay, 9,1 Quadrillionen Möglichkeiten der Charakter- und Waffengestaltung inklusive Wikingerhelm :) , Mitbestimmung an der Entwicklung neuer Features, ständige kostenlose Updates etc. steht, ohne überhaupt Geld ausgeben zu müssen, sollte Parabellum spielen!
gamona: André, vielen Dank für das Gespräch.























