Panzer Elite Action (PC Review)
von Nedzad Hurabasic

Panzer kamen erstmals im Ersten Weltkrieg zum Einsatz, waren aber noch sehr schwerfällige Ungetüme, aus Eisen und Stahl zusammengeschustert. Bis zum Zweiten Weltkrieg hatte sich die Militärtechnik aber in diesem Punkt schon deutlich weiter entwickelt.

Aus den unförmigen Tanks waren wendige und kriegsentscheidene Fahrzeuge geworden. In eben dieses Szenario soll der Spieler mit dem Actionspiel Panzer Elite Action eintauchen und sich als Kommandant nicht nur eines Panzers, sondern oft auch eines ganzes Zuges bewähren.

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Panzer Elite Action verfügt über drei Spielmodi. Neben der Einzelspieler-Kampagne kann der Spieler bei "Schnell ins Gefecht" unzusammenhängende Gefechte zu absolvieren oder sich im Multiplayer-Modus mit bis zu 32 Spielern zu messen. Moralisch fragwürdig: In der Singleplayer-Kampagne beginnt das Spiel aus der Sicht eines Wehrmachtssoldaten, der Polen überfällt und damit den Zweiten Weltkrieg auslöst. Für den Autor immer noch unverständlich, warum es möglich ist, als Nazi zu spielen oder diese zumindest in der Wehrmachts-Uniform zu repräsentieren.

Diesen Gedanken beiseite gelassen präsentiert sich das Spiel recht aufgeräumt. In die ersten Missionen sind einige Kurz-Totorials eingebunden, die per Texteinblendung die wichtigsten Funktionen des Spiels erklären. Viel falsch machen kann man aber ohnehin nicht: Die Steuerung per Maus und Tastatur in Egoshooter-Manier ist denkbar einfach zu handhaben.

Panzer Elite Action - Mit dem Panzer an die Front! Echt geil oder nur ein durschnittlicher Rohrkrepierer?

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Während per linker Maustaste die Kanone abgefeuert wird, aktiviert die rechte Maustaste das Maschinengewehr. Es verfügt im Gegensatz zur Kanone über einen unbegrenzten Munitionsvorrat, läuft aber schnell heiß. Granaten für die Kanone können in regelmäßigen Abständen an Wartungsdepots neu aufgeladen werden, sodass kaum Engpässe entstehen.

Abhängig von der jeweiligen Kampagne und der Armee, in der sich der Spieler befindet, dürfen verschiedene historische Tank-Typen gesteuert werden. Arcade-typisch ändert sich aber dadurch am Verhalten der Kampf-Fahrzeuge praktisch nichts.

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Das Spielgeschehen entwickelt sich dabei sehr linear. Entweder steuert der Spieler seinen Panzer allein oder in Begleitung einiger Panzer-Kameraden durch die Kriegsgebiete des Zweiten Weltkriegs, zunächst als okkupierende Macht, dann als alliierter Befreier.

Den Wegbegleitern können mit rudimentären Befehlen Anweisungen gegeben werden, deren Umsetzung an das Befehlsrad von Brothers in Arms (BiA) erinnert. Zur Auswahl stehen in der Regel Befehle wie "Folgen", "Zangenbewegung" oder auch die Aufforderung, von den Reparaturwerkstätten Gebrauch zu machen, was die KI-Kameraden auch gerne und strebsam befolgen.Insgesamt machen die computergesteuerten Team-Kameraden einen guten, manchmal fast zu guten Job - oft decken sie die Ziele mit Treffern ein, bevor man selbst zum Feuern kommt. Dafür scheinen sie aber auch weniger Treffer einstecken zu können.

Verluste machen sich für den Spieler jedoch nicht negativ bemerkbar. In der nächsten Mission sind alle "Freunde" wieder mit dabei. Als zusätzliche taktische Variante stehen dem Spieler manchmal eine begrenze Anzahl von Luftschlägen zur Verfügung, die per Fernglas und Rauchgranate angefordert und ins Ziel gelenkt werden können.

Aufgrund des sehr gradlinigen Spielablaufs ist es kaum möglich, das jeweilige Ziel aus den Augen zu verlieren. Bei einigen langen Missionen kommt aber trotzdem die stets eingeblendete Mini-Map zum Einsatz, die alle wichtigen Objekte, Missionsaufgaben und Himmelsrichtungen anzeigt.Sogar Feinde werden dargestellt, sodass man (fast) immer weiß, aus welcher Richtung Gefahr droht. Orangefarbene Pfeile zeigen zudem immer an, in welcher Richtung sich die nächsten Missionsziele befinden. Nicht passierbare Orte werden zudem meist mit unüberwindbaren Wällen oder Panzersperren versehen und sind weithin sichtbar.

Nur in den Stadtmissionen (z.B. Stalingrad) ist die Orientierung nicht immer ganz einfach. Eigene Spielstände können unterwegs jedoch nicht angelegt werden, das passiert vollautomatisch und erinnert, wie auch in der Art und Weise der Präsentation der Zwischensequenzen, ebenfalls an BiA. Vermutlich wurden die historischen Schnipsel beim selben Lizenzhändler eingekauft.

Insgesamt darf sich der Spieler durch insgesamt 18 Missionen der drei Einzelspieler-Kampagnen ballern, auf Dauer nutzt sich das eintönige Gameplay aber ziemlich schnell ab.

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In technischer Hinsicht offenbart Panzer Elite Action einige Schwächen. Obgleich die Grafik insgesamt nett anzuschauen ist, darf niemand mehr als Durchschnittware erwarten. Dasselbe gilt für die Soundeffekte. Diese erzeugen zwar teilweise eine gute Kriegsatmosphäre, andererseits ist das Geschützfeuer der Panzer zu dünn ausgefallen, das Maschinengewehr ist manchmal gar nicht zu hören. Schlimmer sind aber die gelegentlichen Abstürze (reproduzierbar beim eigenen Tod) und Grafikfehler, die dazu führen, dass die Türme von Panzern nicht sichtbar sind.

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