Der ehemalige Appeal-Mitarbeiter Franck Sauer schreibt auf seinem Blog über das gescheiterte Outcast 2. Mehrere Jahre befand sich das Projekt in Entwicklung, wurde aber vor der Insolvenz des Studios eingestellt.

Nachdem der erste Teil veröffentlicht wurde, ging man Mitte 1999 zum damaligen Publisher Infogrames und wollte schnellstmöglich finanzielle Unterstützung für die Vorpduktion erhalten. Die Verkaufszahlen des ersten Teils waren mit 400.000 Stück nicht gerade das, was sich Infogrames erhoffte - mindestens 1 Million wollte man sehen. Dennoch willigte das Unternehmen ein, stellte dann aber ein paar Forderungen.

So sollte Appeal Outcast 2 für die PlayStation 2 entwickeln und weniger Adventure-Elemente, dafür aber mehr Action einbringen, da dies die Konsolenspieler bevorzugen würden.

Zwar wollte man es gerne für die Xbox umsetzen, da es für die Konsole einfacher zu entwickeln gewesen wäre, aber aus der Sicht von Infogrames habe dies keinen Sinn ergeben. Microsofts Konsole war damals weniger weit verbreitet, mit der PlayStation 2 hingegen konnte man eine größere Zielgruppe erreichen.

Der gesamte Entwicklungsprozess habe sich hinausgezögert, weil die PS2 eine sehr schwierige Konsole gewesen sei und die Mitarbeiter bislang eher Erfahrung mit dem PC hatten.

Im Laufe der Zeit konnte jedenfalls ein lauffähiger Prototyp entwickelt werden. Irgendwann verließ Yves Grolet das Team, um sein eigenes Studio zu gründen und für die Xbox zu entwickeln. Man konnte zwar einen Nachfolger finden, doch der habe das Projekt in die falsche Richtung geführt. Und dann war da noch Infogrames, die mit Geldproblemen zu kämpfen hatten. Letztendlich wurde Outcast 2 also nie fertiggestellt.

Ein Video des Prototyps könnt ihr euch folgend anschauen. Unter dem Quellenlink findet ihr zahlreiche Screenshots sowie Fotos aus der damaligen Zeit.

Wer Outcast hinterhertrauert, sollte seine Krokodilstränen trocknen. Erst im August gründeten Yann Robert, Franck Sauer und Yves Grolet das neue Studio Daoka, mit dem man derzeit ein brandneues Outcast für Next-Gen-Systeme entwickelt. Das Ganze soll sich seit zwei Jahren in Entwicklung befinden.

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