David HainAls Spieleredakteur hört man sie immer wieder, die Rufe von der „Revolution eines Genres“, dem „Next Big Thing der Gaminggeschichte“, dem großen Wurf des Leveldesigns und so weiter und so fort. Nicht selten entpuppen sich diese vollmundigen Versprechen allerdings als genauso luftleer wie überzogen, entlarvt doch spätestens der finale Test den vermeintlichen Superhit als kleines Licht.
Man kann uns also kaum verübeln, dass wir mit einer großen Portion Vorsicht im Gepäck nach Singapur geflogen sind. Dort, so versprach uns Publisher dtp, würde nicht weniger als die nächste Generation der MMORPGs auf uns warten. Klingt verdächtig? Ist es aber nicht: Nach einem ganzen Tag in den virtuellen Welten von „Otherland“ zeigt sich, dass man mit großen Visionen und viel Leidenschaft selbst den vorsichtigsten Redakteur eines Besseren belehren kann.
Gute Aussichten für die virtuelle Zukunft: Otherland will ein ganzes Genre umkrempeln – und hat beste Chancen ein Geniestreich zu werden.Ausblick„Dieser Vergleich ehrt mich zwar sehr – aber ich bin ganz sicherlich nicht der Tolkien des 21. Jahrhunderts.“ Angesprochen auf seinen immens guten Ruf in der Fantasy-Community, übt sich Tad Williams regelmäßig in Bescheidenheit. Nötig hat er die allerdings nicht: Schon mit seiner „Saga von Osten Ard“ feierte der Autodidakt große Erfolge, die er mit seiner ersten SciFi-Saga „Otherland“ sogar noch einmal übertraf.
In Otherland bereist der Spieler die abgefahrensten Welten.Die vierteilige Romanreihe erzählt auf virtuose Weise die fantasievolle Dystopie einer virtuellen Simulation, in der die Menschen schier unendliche Multiversen bereisen und erschaffen können. Den größten Reiz zogen die Bücher dabei aus der Beschreibung dieser Dimensionen: Da tummeln sich Tad Williams Romanfiguren dann auch schon mal in abgefahrenen Spielzeug-Dimensionen oder auf fernen Planeten.
Eine schöne Sache - nur, was haben diese Bücher mit Computerspielen zu tun? „Als wir Tads Romane zum ersten Mal gelesen haben, wussten wir sofort, dass dieser Stoff geradezu prädestiniert für eine Spielumsetzung ist. Also haben wir ihn einfach gefragt“, erinnert sich Markus Windelen, COO bei dtp. Die fixe Idee wurde nach dessen Zusage schnell zum Politikum – „Otherland“ ist das größte Produkt, das die Hamburger Firma bisher auf die Beine gestellt hat.
Der Look erinnert ein wenig an Blade Runner.Unter großem organisatorischem Aufwand stemmte man in Singapur ein eigenes Entwicklerteam aus dem Boden. Das Ergebnis hört auf den bedeutungsschwangeren Namen RealU und vereint einige der kreativsten Köpfe der Gamesbranche. So wie Andrew Carter und Kevin Buckner, die als CEO und Senior Producer das Mega-Projekt „Otherland“ an die Spitze des MMO-Genres führen wollen.
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die otherland-welt gibt ja nun genug möglichkeiten (endlose^^), also werden diese hoffentlich genutzt
und wenns endlich ein mmo ohne das stupide lvln wird schätz ich mich glücklich ;)
Die Bücher sind einfach der Wahnsinn und ich bin gerade ganz zufällig dabei sie nochmals zu lesen.
Ich kann es kaum erwarten...!
Mich würde es interessieren, wie die AI der NPC's angelegt ist (gibt es überhaupt welche ?), und ob ein Editor für eigene Welten vorgesehen ist.
Möglicherweise eine (Kauf-)Option für eigenen Webspace/Landschaften ?!?! Oder gar als OpenSource... ;
Nur so ein paar Gedanken...
Na mal schauen, ich befürchte aber schlimmes. Die meisten Umsetzungen haben leider nicht viel aus dem Potenzial gemacht. Was wohl am benötigtem Budget liegt.
Magst nicht in die Politik gehen, wenn alles so denken würden wie du wäre die Welt besser
Keiner, wirklich KEINER, der Anwärter des Genres, nach World of Warcraft, hat hier wirklich Innovation groß geschrieben. Einzig der Monatspreis variierte auf höherer Ebene und dafür bin zumindest Ich mir einfach zu schade.
WARHAMMER kam gerade richtig - aber auch nur, weil ich das Outfit von WoW wirklich leid war und etwas anderes sehen wollte (mußte).
Ich GLAUBE Otherland genauso wenig, wie die Genre-Vertreter diesen Bonus, zum Launch ad absurdum führten.
...und tschüß
- Eine riesige Welt
- Endlich weg mit den Leveln
- Frei zu entfaltender Charakter
- Eine lebendige Welt in der nicht jedes zweite Wesen umgehauen werden muss.
- Questen die mehr auf Verstand und Denkleistung setzen als auf die dps einer Waffe.
- tragende Konsequenzen meiner Entscheidungen
Das kann doch nicht so schwer sein. Aber dabei gibt es ein Problem. Keine riesigen Käuferzahlen denn die 12 - 20 Jährigen fallen schon mal raus. Also Risiko und weniger Gewinn. Also wirds wohl Standartkost ala Tabula Rasa vs World of Warcraft.
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Also abwarten und Tee rauchen...
Daher bin ich skeptisch, auch wenn er der Vater der Geschichte ist. Die Romane von Otherland sind brilliant, keine Frage, aber was ist heute?
Ich wünsch den Entwicklern viel Glück, die Arbeit ist sicher spannend. Ich hoffe das das Ergebnis genauso spannend wird, und sie sich nicht von den Gesetzen des Marktes zu Schnellschüssen und billigen Kompromissen hinreissen lassen.
Versprechungen und Wirkönnenmachen-aussagen kennen wir leider zur genüge.
Die einzige konkreten Aussagen, beziehen sich, wie leider oftgenug, auf die Grafik. Sieht klasse aus.
Und was ist eigentlich das Hauptthema des Spiels, Pve, Community, PvP? Ein bisschen Aufklärung, zwischen den 1:1 übernommenen Werbeussagen, täte schon Not. Denn ich kann bis jetzt nicht verstehen in welchen Punkten hier der große Wurf gelungen sein soll.
Ersteindruck: Sehr schlecht.
Seine Romane sind ziemlich tiefgründig und bauen nicht nur auf einem oder wenigen Genres auf (wie die meisten Fantasy-Romane), sondern vereinen so ziemlich jedes Genre in sich (zumindest Otherland, da schließt sich Sci-Fi an Krimi, Märchen und Fantasy an).
Sprachlich drückt er sich meiner Meinung nach sehr präzise und gut formuliert aus, und die Geschichte reißt einen sowieso mit. Für mich steht er daher in keinster Weise hinter beispielsweise Tolkien zurück, beide haben sich ihre eigene Saga aufgebaut, in ihrem eigenem Universum.
Als Setting hört es sich dennoch sehr interessant an, aber wie schon unter mir gepostet wurde, erstmal abwarten, wieviele Neuerungen es tatsächlich ins fertige Spiel schaffen.
Werd ich auf jeden Fall interessiert weiter verfolgen.
Auf die Versprechungen geb ich nichts, am Anfang klingt immer alles super, neu & einzigartig. Was im schlimmsten Fall davon übrig bleibt hat mir AoC & Spore in letzter Zeit sehr schmerzlich gezeigt.
Aber ich behalt das Projekt im Auge.
OT: wenns einen amerikanischen Tolkien gibt dann ist das wohl George R. R. Martin. Habe von Williams & Martin (&natürlich von Tolkien) sehr viel im englischen Original gelesen & nur Martin kommt an Tolkien ran, Williams ist zwar auch sehr unterhaltsam, spielt aber sprachlich & was die "Kunst des Erzählens" angeht in einer viel niedrigeren Liga.