Das ging flott: Nicht einmal ein Jahr, nachdem Robot Entertainment mit Orcs Must Die! einen astreinen Defense-Kracher mit Cartoonoptik sowie sauberem Ulk- und Kultfaktor veröffentlicht hat, purzelt jetzt bereits der Nachfolger auf die Download-Marktplätze und verspricht uns mehr Fallen, mehr Action, mehr grüne Pampe, die von den Wänden tropft. Doch ist das überhaupt genügend Entwicklungszeit? Kann aus so einer Hast ein würdiger und vollständiger Nachfolger entstehen?
Nicht viele neue Inhalte, aber immer noch ein knallbunter Kracher mit hohem Spaßfaktor.FazitZunächst einmal bräuchte der eine Geschichte, und die geht so: Die Königin der Orks ist in eine Höhle geflüchtet, in die sie ihre ehemaligen Untergebenen verfolgen. Nach den Ereignissen des ersten Teils hat sie ihre Macht und so auch die Kontrolle über die Grünhäute verloren.
Just als sie denkt, es sei alles vorbei, öffnet sich ein Spalt, eines jener magischen Portale, die eigentlich nur vom ältesten lebenden Kriegsmagier erschaffen werden können. Sie flüchtet, landet in einer Zwergenmine und ihr erster Blick fällt auf das hohle Grinsen ihres einstigen Widersachers – des jungen Kriegsmagiers, der die Magie aus der Welt geschafft hat.
Wenn die Orks klopfen, kann man nicht wählerisch sein, also beschließen die beiden, zusammenzuarbeiten und durch die Platzierung von Todesfallen der Horde ordentlich einzuheizen. Auftritt des Spielers, der nun die Kontrolle über einen der beiden Helden übernimmt und mit einem zunächst kümmerlichen Arsenal die ersten Wellen an hässlichen Fieslingen abwehrt. Klassische Tower-Defense, nur ohne Towers, dafür mit ordentlich diabolischen Fallen und einer Third-Person-Action-Komponente, erwartet uns.
Knallbunt, spritzig und charmant wie der Vorgänger. Nur neu ist nicht allzu vieles.Fans des Vorgängers fühlen sich sogleich heimisch, denn weder am Prinzip noch an der Bedienung hat sich etwas geändert. Wir wählen das Arsenal, platzieren an Wänden, Decken und Böden unsere Kreissägen, Säurewerfer oder Begleiter wie Bogenschützen, auf Knopfdruck rennen die dämlichen Orks auf angestammten Bahnen los und werden püriert, geplättet, verkohlt. Dafür kassieren wir Gold, für das wir umso mehr und bessere Fallen aufstellen können. Je nach unserem Abschneiden erhalten wir am Ende des Levels Schädel, mit denen wir unsere gemeinen Geräte aufwerten können.
So weit, so bekannt. Funktioniert auch nach wie vor tadellos, motiviert und hält bei Laune, bis man wirklich jeden schmutzigen Winkel des Spiels entdeckt hat. Doch die kleine „2“ deutet ja an, dass hier irgendwas neu sein muss. Zunächst wäre da die Zauberin, unsere zweite spielbare Heldin. Im Gegensatz zum Kriegsmagier, der neuerdings mit einer Donnerbüchse als Primärwaffe durch die Gegend rennt, schwingt sie einen Zauberstab, mit dem man Orks nicht nur umlegen, sondern auch kurzzeitig konvertieren kann. Die bekehrten Rindviecher explodieren im Falle des Ablebens und betäuben ihre Nachbarn. Nicht übel.
Auch ihre ersten Fallen unterscheiden sich marginal von denen ihres männlichen Kollegen, doch da hören die Unterschiede auf. Der Rest des freizuschaltenden Arsenals, sowohl Waffen als auch Talismane und, am wichtigsten, die Fallen und ihre Upgrades, ist zwar umfangreich, doch bei beiden Charakteren komplett identisch. Das ist immens schade, denn nach nur einmaligem Umrüsten ist die Frage, wen von den beiden ich spiele, quasi nur noch kosmetischer Natur. Fördert natürlich die Balance, aber mit der schnarchnasigen Nummer sicher begeistert man niemanden.
Wie am besten gegen einen Bergtroll? Immer druff da.Dafür gibt es allerdings bei den Items neben alten Favoriten einige neue Spielzeuge, die einen gewaltigen Unterschied in der Spielweise ausmachen können. Sicher, neue Arten, die Orks, Oger und Trolle zu beseitigen, machen sowieso Spaß, aber richtig lustig wird es erst, wenn man zum Beispiel halluzinogene Pilze anbaut, die permanent hässliche Grünhäute auf unsere Seite ziehen. Oder wenn man sich einen Talisman schnappt, der die Aufladephase der Fallen verkürzt. Im Detail hat sich einiges getan, was auch durchaus eine Spur mehr Tiefgang verleiht.
Doch leider melden sich hier zwei alte Bekannte wieder. Einerseits nämlich die Tatsache, dass das Spiel die Zähne nicht auseinanderkriegt, wenn es darum geht, dem Spieler was zu erklären. Ist ja schön, dass das Upgrade die Falle billiger macht, aber wie viel hat sie denn vorher gekostet? Steht nicht in diesem Menü, ich muss erst woanders hinklicken, Grund gibt's nicht.
Ich hab noch nirgendwo erfahren, ob der „passive Effekt“ eines Talismans nun immer aktiv ist oder nur, wenn ich das Ding ausrüste. Ich geh also den abergläubischen Weg und rüste ihn aus, und das nur, weil ich nirgendwo die Wahrheit erfahre. Hat man den Vorgänger intus, fällt man nicht gar so oft auf die Nase, aber unbequem bleibt es doch.
Resident Evil: RevelationsPC, PS3, Wii U, XBox 360: 24.5.2013
The Last of UsPS3: 14.6.2013 Vorschau lesen
GRID 2PS3, PC, XBox 360: 31.5.2013 Vorschau lesen
Diablo 3
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Hier schaut euch ein an "www.youtube.com/watch"
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hier nen vid das ne std geht
Danke für den Tip ;-)
Jap das mit den Skilltrees ist nervig, als ob Spieler zu dumm währen. Ein dreifaches Hurra auf Casualisierung
das einzige das mich beim kauf reizen würde ist der koop.
das stelle ich mir wirklich spassig vor!
Haben sich schonmal dazu geäussert das Sie auf dem PC die größte Käuferschicht hatten und sich deswegen komplett darauf konzentrieren.
Aber wie immer wird ein port net ausgeschlossen