Gerade als ich mit dem Schreiben dieser Kolumne beginnen möchte, schaut mir ein Kollege über die Schulter. Er liest die Überschrift und sagt „Online-Freundschaften? Gibt’s doch gar nicht.“
Dabei möchte ich nicht wissen, wie oft täglich in den verschiedensten Haushalten weltweit der Satz „Du sitzt ja schon wieder vor diesem schrecklichen Computer! Warum gehst du nicht mal raus und verbringst deine Zeit mit deinen Freunden?“ fällt und wie oft daraufhin der genervte Sprössling denkt: „Ganz einfach, Mama: Meine Freunde sind im Computer.“
In der Tat: Die Generation der heutigen Zocker erlebt ein vergleichsweise junges technologisches Phänomen, das deren Eltern in ihrer Jugend so nicht kennen gelernt haben: die globale Internet-Community. Während es früher lediglich Brieffreundschaften gab, bekommt man heute ganze Gilden mitsamt Instant Messengern und virtuellen Plätzen zum Abhängen. Aber können die virtuellen Bekanntschaften des Web 2.0 eigentlich die Freundschaften der Realität 1.0 ersetzen?
Sam und Max: echte Freunde im Web 2.0.Der Medientheoretiker Marshall McLuhan beschrieb es bereits 1962: Die moderne Welt wird dank der elektronischen Vernetzungen, die Daten mit Hochgeschwindigkeit übertragen können, zu einem globalen Dorf zusammenwachsen, in dem jeder mit jedem in Kontakt treten kann – und er sollte Recht behalten. Früher trommelte man zusammen auf Buschtrommeln herum, heute spielt man eben via Internet zusammen Schlagzeug bei Rock Band. Auch Communities schießen wie Pilze aus dem Boden und das Zocken von Onlinegames mit Leuten aus der ganzen Welt gehört längst zum Alltag.
Kingdoms of Amalur: ReckoningXBox 360, PS3, PC: 10.2.2012 Vorschau lesen
The Darkness 2XBox 360, PC, PS3: 10.2.2012 Vorschau lesen
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
WOW-Bekanntschaften sollten im Spiel bleiben und nicht das reale Leben zerstören!
Kann man den den Menschen wirklich kennen? Zur Kommunikation gehören bekanntlich mehrere Dinge!
Ich sehe es meinem Mann an ob er mich anlügt, und das hat er leider wegen so einer Bekanntschaft gemacht.
Mir isses genauso ergangen @Olli
Meine Ex früher auf EuRO Betazeit kennen gelernt. War mit ihr 3 Jahre intensiv zusammen. Anfangs I-net, später RL beziehung. Meiner Meinung ist dort alles möglich mit genug Menschenkenntnis.
Habe früher auch mal ein altes MMO gespielt, bei dem man sich regelmäßig auf großen Treffen getroffen hat, und mit den Leuten, mit denen man sich auch im Spiel schon gut verstanden hat, mit denen trinkt man auch gerne mal ein Bier oder geht eine Pizza essen, wieso auch nicht? :)
MfG
Ich persönlich habe schon viele Online-Freundschaften durch, habe auch viele besucht. Doch eigentlich habe ich nur ein einziges Spiel gefunden, in dem man gute Freunde finden kann: Ragnarok Online.
Wenn Hardcore-Gaming und Egoismus in den Hintergrund treten, sind auch in Spielen Freundschaften möglich.
Nun ja, was spricht denn gegen Online-Freundschaften. Man kann sihc aus den Weg gehen, wenn es zu viel wird, man findet oft leute mit eigenen Interessen, wenn man in einem kleinen Dorf wohnt mit Leuten, die ganz und gar einen anderen Geschmack haben und kann sogar arbeitsgruppen, interessengruppen und ähnliches aufbauen. Natürlich sollte min. ein realer Freund (besonders anderes geschlecht^^) auch in der Nähe sein.
@Artikelschreiber. Irgendwie doof das er dir über die Schulter schaute, so musstest du den Anfang neu konzipieren XD (scherz)
Feiner Bericht, der Meinung des Autors schließe ich mich vollkommen an.