Onimusha: Dawn of Dreams (PS 2 Review)
von Oliver Dombrowski

Japan im 16. Jahrhundert. Fort ist die Bedrohung des dunklen Herrschers Nobunaga, der das Reich mit der Kontrolle über die Genma-Armee in Angst und Schrecken versetzte.

Samanosuke und die Onimusha, Bezwinger Nobunagas genießen ihren wohl verdienten Frieden. Doch dieser sollte nur 15 Jahre anhalten. Neues Unheil zieht über das Land. Unter der Führung des neuen Kaisers Hideyoshis kehrt die Armee der untoten Genma zurück. Erneut müssen die Onimusha in den Krieg ziehen.

An ihrer Seite kämpft ihr mit dem neuen Protagonisten Soki, auch Oni der Asche genannt. Er hat es sich zum Ziel gemacht, seinen grausamen Stiefvater Hideyoshi zu stoppen. Dieser pflanzt überall in Japan Kirschbäume, die seltsamerweise die Quelle seiner Macht zu sein scheinen.

Eigentlich war mit dem dritten Teil von Onimusha die Gefahr gebannt und die Geschichte abgeschlossen. Aber einen Spielgiganten wie diesen verbannt man nicht einfach von der Bildfläche. Da wird mal eben ein neuer Charakter erschaffen, der gegen einen neuen Bösewicht kämpft - das alles unter der Flagge "Onimusha". Lohnt es sich noch, einen Titel mit einer solch ausgelutschten Storyline dennoch zu kaufen? Um es vorweg zu nehmen: Ja.

Nicht nur ein neuer Charakter
Soki ist nicht der einzige Charakter, der euch im Spiel zugänglich sein wird. Insgesamt fünf Charaktere haben es sich zum Ziel gemacht, Japan vor dem Untergang zu bewahren.

Onimusha: Dawn of Dreams - Frischer Held, neue Features: Soki kämpft sich durch Monsterhorden!

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Alle haben sie unterschiedliche Motive - und ihre individuellen Fähigkeiten. Besonders charismatisch ist die kleine und draufgängerische Jubei, der ihr schon anfangs begegnet. Leider sind einige Charakterzüge etwas comichaft gestaltet, was dem Spiel stellenweise den Ernst nimmt.

Vor den Missionen könnt ihr bestimmen, mit welchem Helden bzw. Heldenduo ihr in die Schlacht ziehen möchtet. Durch die Rückkehr zum Hauptquartier habt ihr allerdings jederzeit die Möglichkeit, zu einem anderen Protagonisten zu wechseln. Wer zu zweit unterwegs ist, kann jederzeit mit Hilfe der L2-Taste zwischen den Charakteren wechseln.

Licht aus, Spot an, ACTION!
Auffällig ist der Abwechslungsreichtum der Kämpfe. Vorbei sind die Zeiten eintöniger Gemetzel! Ob ihr eher Sokis harten Kampfstil mit Breitschwertern bevorzugt, Jubeis Wakizashi oder Ohatsus Knarren - mit allen habt ihr zugriff auf mehr Combos und Waffen als je zuvor. Mit Hilfe eingesammelter Seelen könnt ihr Waffen und Rüstungen verbessern. Unzählige Waffen und Ausrüstung für alle Charaktere und eine Item-Herstell-Funktion sorgen zudem für Langzeitmotivation.

Packshot zu Onimusha: Dawn of DreamsOnimusha: Dawn of DreamsErschienen für PS2 kaufen: Jetzt kaufen:

Schon immer eines der besten Features in Onimusha-Spielen waren die Cutscenes.

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Im jüngsten Spross der Reihe gibt es phänomenale Einlagen zu bestaunen, die selbst Steven Spielberg zum sabbern bringen würden. Übertrieben wie eh und je, werden 20 Meter hohe Genma-Gigaten mit einem Hieb in Fetzen zerrissen, Abermillionen Untote fallen über euch her, während ihr zum Oni transformiert und sie alle binnen eines Augenzwinkerns zurück in ihre Dimension befördert.

Endlich auch zu zweit
Eine der willkommensten Änderungen in Dawn of Dreams ist der - wenn auch leider versteckte - Zwei-Spieler Modus. Freischalten könnt ihr ihn während des Spiels oder per Tastenkombination. So könnt ihr die 17 Level in Onimusha zusammen erleben. Capcom wollte diese Funktion nicht offiziell integrieren, da es noch einige Probleme mit der Kameraführung gibt. Diese Schwierigkeiten fallen aber nicht weiter ins Gewicht, denn zu Zweit macht das Spiel gleich doppelt so viel Spaß.

Untote Intelligenz
Wirklich gestört hat uns die teilweise erschreckende Schwäche der Gegner-KI. So kommt es vor, dass Feinde nur blöd herumstehen und geradezu warten darauf warten, von euch "verarbeitet" zu werden. Selbst wenn ihr eurem Begleiter die Anweisung "Warte und Erhole dich" gebt, glotzen die Jungs nur dumm in der Gegend herum und schwingen alle fünf Sekunden ihr Schwert. Glücklicherweise gilt dies nur für die schwächeren Genma. Im späteren Verlauf klettert der Intelligenz-Grad erschreckend schnell, vor allem bei Endbossen. Dennoch - oder gerade deswegen - macht es jede Menge Spaß gegen solche Fieslinge anzutreten. Boss-Kämpfe werden stellenweise zwar etwas langatmig, bieten aber dennoch jede Menge Herausforderung. Es braucht schon eine Menge Geschick, die Genma-Bösewichte auszutricksen.

Null Problemo
Die Steuerung ist einfach gestaltet wie eh und je, aber dennoch umfangreich und knifflig.

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Die Funktionen und Fähigkeiten der Charaktere lassen sich einfach über Knopfdruck abrufen, nur die Reflexe müssen stimmen. Teilweise lassen sich 10-fach Combos durchführen, mit denen ihr eine halbe Armee in die ewgien Jagdgründe schicken könnt - nur das Timing muss stimmen. Wenn nicht, wird die Combo abgebrochen. In den Vorgängern mussten sich Spieler oftmals mit Problemen bei der Übersicht herumschlagen. Durch die um 360° schwenkbare Kamera gehören derlei Ärgernisse der Vergangenheit an.

Nicht ganz perfekt
Die Sounds und der Soundtrack in Dawn of Dreams sind ohne jeden Zweifel über der Norm.

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Schöne Effekte, epochale Musik - da kommt Stimmung auf. Einzig die Synchronisation bereitet uns Kopfschmerzen, übertreibt sie den Comic-Charakter stellenweise etwas.

Vielleicht sollte man sich demnächst entscheiden, doch lieber auf das japanische Original zu setzen und nur Untertitel zu ergänzen. Onimusha-Fans sollten das allerdings schon gewöhnt sein. Aus grafischer Hinsicht hat sich nicht allzu viel getan. Schön bunte Effekte, bizarr gestaltete Genma und ein cooles, wenn auch leider etwas albernes, Charakterdesign. Im 50hz-Modus kam es bei uns allerdings des Öfteren zu nervigem Kantenflimmern. Teilweise ließen sich so Dialoge nur schwer erkennen.Es wird wohl doch höchste Eisenbahn, Onimusha V auf einer Nextgen-Konsole zu planen. Verdient hätte es das Spiel in jedem Fall.

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Schöne Effekte, epochale Musik - da kommt Stimmung auf. Einzig die Synchronisation bereitet uns Kopfschmerzen, übertreibt sie den Comic-Charakter stellenweise etwas.

Vielleicht sollte man sich demnächst entscheiden, doch lieber auf das japanische Original zu setzen und nur Untertitel zu ergänzen. Onimusha-Fans sollten das allerdings schon gewöhnt sein. Aus grafischer Hinsicht hat sich nicht allzu viel getan. Schön bunte Effekte, bizarr gestaltete Genma und ein cooles, wenn auch leider etwas albernes, Charakterdesign. Im 50hz-Modus kam es bei uns allerdings des Öfteren zu nervigem Kantenflimmern. Teilweise ließen sich so Dialoge nur schwer erkennen.Es wird wohl doch höchste Eisenbahn, Onimusha V auf einer Nextgen-Konsole zu planen. Verdient hätte es das Spiel in jedem Fall.