Viele RPG’s lassen die Spieler einen eigenen Charakter erstellen, der sich dann in die Welt des Franchises wagt, um Abenteuer zu bestehen. In One Piece: World Seeker hingegen schlüpft ihr direkt in die Haut des „One and Only“-Piraten der Strohhutbande: Ruffy! Er ist aufgeweckt, nie um einen Spruch verlegen und mit seinem Gummikörper ein ernstzunehmender Gegner.

Das Abenteuer in One Piece: World Seeker beginnt! Wie es war, lest ihr in unserer Vorschau.

Ein neues Abenteuer beginnt

Im Open-World-Abenteuer von Bandai Namco erkundet ihr die Prison Island, die aus vielen kleinen Gebieten besteht. Reisen könnt ihr dabei zu Fuß oder via Schnellreisefähigkeit auf der Map. Jedes gebiet hat eigene Geheimnisse, die es zu entdecken gilt. Ruffys Kräfte durch die Teufelsfrucht helfen ihm dabei nicht nur in den Kämpfen, sondern auch beim Erkunden. Er kann sich mit seinen dehnbaren Gliedmaßen an vielen Häusern, Laternen oder Zäunen hochziehen. Sogar Baumkronen sind nicht vor dem Gummimenschen sicher.

Das ermöglicht eine noch schnellere Fortbewegung und neue Blickwinkel auf die Situation. Manche Quests verlangen es regelrecht, unbemerkt zu bleiben. Dafür ist der Weg über die Dächer natürlich perfekt. Passt bloß auf, dass ihr nicht ins Wasser fallt. Dank der Teufelsfrucht und den dazugehörigen Fähigkeiten kann Ruffy nämlich nicht mehr schwimmen.

Eure Reise führt euch also von Insel zu Insel, wo ihr mit den verschiedenen Menschen sprecht und ihre Bedürfnisse und Wünsche erfahrt. Mal ist eine Person abhanden gekommen, mal gibt es Gefahren zu bannen. An wieder anderer Stelle müsst ihr eine Miene untersuchen und seltene Materialien finden. Hier gibt es auf jeden Fall viel zutun.

Zieht euch an Dächern empor oder hängt einfach mal am Haus ab

Natürlich ist es kein Muss, wirklich alle Ausrufezeichen auf der Map zu erledigen, aber wer noch tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, dem sind auch die Nebenmissionen von mir hiermit ans Herz gelegt. Außerdem springt hier und da auch mal ein gutes Item ab, also wieso auch nicht?!

Seine Freunde sind auch eure Freunde

Die einzelnen Charaktere der Strohhut-Bande könnt ihr auf den Inseln verteilt und auf dem Schiff treffen. Sie stehen euch mit Rat und Tat zur Seite, haben kleine Geschichten zu erzählen oder sogar Missionen zu vergeben. Sanji beispielsweise ist, wie ihr sicher alle wisst, ein begnadeter Koch. Im Laufe des Spiels fehlen ihm allerdings Zutaten und es ist an euch, ihm diese für ein super leckeres Gericht zu besorgen.

Solche, zu den Figuren passenden Quests, finden sich hier und da auf Prison Island und heben die Nähe zu der Serie noch einmal extra hervor, denn die Charaktere benehmen sich tatsächlich so, wie ihr es aus dem Anime gewohnt seid. Auf der Thousand Sunny, eurem Hub in dem Spiel, trefft ihr außerdem unter anderem auf Lyssop und Frankie, die mit euch craften. Auf den einzelnen Inseln gefundene Items könnt ihr hier zu coolen Hilfsmitteln zusammenbasteln und eure Ausrüstung verbessern.

Bisher sieht One Piece World Seeker nach einem spaßigen Piratenabenteuer aus, in das ich jetzt segeln möchte.Ausblick lesen

Dass ein paar verbesserte Stats nicht ausreichen, um einen harten Gegner zu besiegen, wisst ihr wahrscheinlich. Ganz typisch für ein RPG wartet auch One Piece: World Seeker mit einem Skill-Brett darauf, von euch entdeckt zu werden. Verschiedene Fähigkeiten zum Entdecken der Welt, den Kämpfen und einigem mehr sind hier zu sehen. Mit während des Spielens erworbenen Punkten könnt ihr hier nach eigenen Wünschen entscheiden, welche Fähigkeit ihr zuerst erwerben wollt.

Prison Island bietet viel Platz für Entdeckungstouren

Besonderes Augenmerk solltet ihr dabei auf die Haki-Fertigkeiten von Ruffy legen, die Serienveteranen sicher aus dem Anime kennen. Unterschieden wird hier zwischen einem Beobachter-Haki und einem Panzer-Haki. Beide enthalten unterschiedliche Attacken, die der junge Pirat erlernen kann, um im Kampf zu bestehen. Das bietet die Möglichkeit, eine ganze Reihe an Kombinationen der Tasten anzubieten, indem ihr einfach jederzeit das Haki wechselt.

Das macht die Fights facettenreicher und regt dazu an, nicht immer die gleichen Knöpfe zu drücken. Die ersten Kämpfe lassen sich noch ohne große Angriffsverkettungen bestreiten, aber spätere Endbosse sind gewitzt und verlangen euch einiges ab.

Oft gibt es zum Glück nicht nur einen Weg, um zu siegen. Ruffy kann sich beispielsweise in Fässern verstecken und an Wachen vorbei schleichen oder sich mit seinen Gummiarmen auf Dächer hinaufziehen, um dort unbemerkt voranzukommen.

Gerade diese Stealth-Elemente, zusammen mit Stealth-Kills wirken im ersten Moment etwas überraschend, wenn man den Strohhut-Piraten von damals vor Augen hat. Schließlich ist Ruffy eine besonders offene und laute Persönlichkeit. Doch Bandai Namco flechtet diese Stealth-Vorgehensweisen geschickt in die einzelnen Geschichten und Herausforderungen ein, sodass es am Ende irgendwie doch passt.

Euer Skill-Brett teilt die unterschiedlichen Fähigkeiten von Ruffy in Kategorien und zwei verschiedene Haki ein

Das Karma-System

Interessant ist auch, dass ihr in manchen Gebieten willkommen seid, in anderen wiederum nicht. So kann es euch beim betreten eines neuen Ortes passieren, dass die dort ansässigen Personen nur wenig von euch halten und direkt einen Angriff starten. Damit euch das möglichst selten passiert, gibt es in One Piece: World Seeker eine Art Karma-System.

Mit verschiedenen Aktionen auf den einzelnen Inseln in Form von Quests könnt ihr euer Karma verbessern. Und das hat wiederum Auswirkungen auf die Gesinnung einiger Charaktere. Wollt ihr also ein friedlicheres Spiel, seid ein möglichst guter und netter Pirat. Eigentlich wie im echten Leben, oder?