Heiner GumprechtEs gibt Titel, da ist einem egal, welche Inhalte sie zu bieten haben, wie schön oder auch schlecht die Spielmechanik ist und wie spannend die Hintergrundgeschichte. Es gibt tatsächlich Titel, da ist einem alles egal, solange jemand kommt und versichert: „Ja. Es lohnt sich dieses Spiel zu holen!“. Mehr will man dann auch gar nicht mehr hören. Auf Details wird verzichtet, Erklärungen fallen weg. Und One Piece: Pirate Warriors, das sich ganz klar an Fans des Anime/Manga richtet, ist einer dieser Titel. Euch Freunden der Grand Line und der Teufelsfrüchte sei gesagt: „ Nein, man. Lass es... Lass es einfach gut sein...“.
Vor kurzem las ich über dieses Spiel: "Authentische Manga-Umsetzung"... Ich hätte fast geweint.FazitDies wäre ein ausgezeichneter Zeitpunkt, um darüber zu diskutieren, wie ein Spielredakteur seine Artikel schreiben kann. Wie objektiv kann man sein, wie subjektiv darf man werden? Gibt es eine klare Grenze, kann man beides miteinander verbinden? Wo enden die Tatsachen und wo beginnt die persönliche Meinung? Wie voreingenommen darf man als Autor einer Kritik sein? Fragen über Fragen, die mich wenigstens von diesem Spiel ablenken.
Ich habe verzweifelt versucht, die Tatsache zu unterdrücken, dass ich ein großer One-Piece-Fan bin. Ich wollte meinen eigenen gekränkten Fanstolz nicht zu sehr in die Wertung einfließen lassen, falls das Spiel doch eher für den breiten Markt konzipiert wurde und die Vorlage daher in Mitleidenschaft gezogen wird. Doch genau hier stellt sich mir die größte Frage: Für wen wurde dieses Spiel eigentlich entwickelt?
Schön sieht's ja aus.Für One-Piece-Fans? Nein, mein Herr. Das möchte ich so vehement verneinen, dass mein Kopf mit erschreckender Geschwindigkeit von links nach rechts saust und mein Nacken genauso schmerzvoll knackt wie mein PS3-Controller, als ich vor Verzweiflung und Enttäuschung in eben diesen gebissen habe, um meiner Frustration die entsprechende Verbildlichung zukommen zu lassen.
Doch für wen dann? Für gelegentliche Zuschauer, die das Geschehen der Serie auf RTL 2 verfolgen und nicht ganz so vertraut mit den Details und der Rahmenhandlung sind? Auch diese werden erkennen, dass hier so einiges in die Hose ging. Und wenn sie trotz zahlreicher Fehler, schrecklicher Füll-Level und eines sehr traurigen Singleplayer-Modus weiterspielen, werden eben diese Spieler gespoilert, bis der Arzt kommt.
Vielleicht ist das Spiel aber ja auch für Leute gedacht, die One Piece gar nicht oder kaum kennen. Leute, die vielleicht Dynasty Warriors lieben und sich denken: Hey, die Kombination aus einem so bewährten Titel mit neuen Figuren, Welten und Handlung? Das könnte interessant sein. Und wieder muss ich die Augen schließen und bedächtig mein Veto einlegen.
Doch die Spielmechanik lässt zu wünschen übrig.Nein, die bittere Wahrheit schaut unterm Strich ganz anders aus. One Piece: Pirate Warriors ist der klägliche Versuch, die Geschichte von OP mit Jump-and-Run-Elementen zu vereinen und mit einem Hauch von Dynasty Warriors zu würzen. Herausgekommen ist ein liebloser Titel, der Namco Bandai hoffentlich noch ein paar lumpige Euros in die Kasse spielt, damit eine Fortsetzung zu Dark Souls finanziert werden kann.
Das Spiel ist nicht der totale Schrott, als den es einige bereits im Vorfeld bezeichnet haben. Man kann sogar einige spaßige Minuten damit verbringen. Doch letztendlich ist es wie eine Füllerfolge im Anime selbst. Vielleicht sogar noch schlimmer: eine Füllerfolge, die die Tatsachen verdreht, unnütze und deprimierende neue Inhalte einfügt und ganz klar an ein Publikum zwischen acht und zwölf Jahre gerichtet ist.
Und genau das haben wir nun: einen PS3-Exklusivtitel, der die Geschichte von One Piece in grauenhafter Weise erzählt, lust- und lieblose Landschaften, vollgestopft mit unfähigen Gegnern, die die Armeen in Dynasty Warriors wie Hochschulstudenten aussehen lassen. Dazwischen jede Menge unnützer Jump-and-Run-Einlagen und zu viele verpatzte Ideen. Jedes weitere Level war ein Stich ins Fanherz und jede verstrichene Minute eine Träne der Verzweiflung. So viel Potenzial. All diese Möglichkeiten. Verschenkt. Verloren.
Womit wir wieder beim Anfang dieser ersten, doch recht deprimierenden Seite wären. Subjektiv? objektiv? Eine Mischung daraus? Zum ersten Mal ist mir das egal. Denn dieses Spiel, auch wenn es keine totale Bruchlandung im Dschungel der Vollkatastrophen ist, reiht sich doch in der Mittelmäßigkeit und sogar noch darunter ein. Eine Tatsache, die mir als Redakteur piepegal ist. Als Fan jedoch ein unverzeihlicher Akt, der Konsequenzen haben muss.
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- Bitte beim nächsten Mal eine Spoilerwarnung davorsetzen! :)
"...Sanji verbeugt sich, in Tränen aufgelöst, vor seinem Lehrmeister und Freund Jeff und sagt in tiefster Trauer: „Na, du warst mir ja eine schöne Hilfe!“."
- ECHT jetz??? Das is aber wirklich schlecht.
Es ist eben doch ziemlich kindlich, wenn "Ich habe Freunde, wohoooo" stärker als ein Maschinengewehr (überspitzt dargestellt) ist.
Da lobe ich doch so etwas wie Berserk (was auch schlechter wurde), Vagabond (da muss man ewig warten) oder Monster (genial).
Naruto langweilt nur noch mit Fillern....und One Pice fängt irgendwie erst richtig an...da gibts noch so viel zu klären.
Ein klein wenig mehr Objektivität für die Spiele wäre irgendwie gerecht.
Auch Videosequenzen lassen sich finden, oder gab es in ihrer Version kein Video am Ende der Cocos-, Drum-, CP9-Saga..? (und und und..)
Ein "liebloses Leveldesign" kann ich so auch nicht ausmachen. Da jede Insel / Stadt anders und der Vorlage entsprechend aussieht. Vllt. mag nicht jede Planke und jeder Pflasterstein der original Vorlage entstammen, dennoch fand ich alles passend.
Auch die (leider) ausgelassenen Kapitel lassen sich erklären. Im Singleplayer-Modus unterhalten sich die Strohhüte darüber, wie sie zueinander gefunden haben. Und soweit ich weiß, hat sich weder beim Davy-Back-Fight noch in Skypia jemand der Crew angeschlossen? (Brook wird im Verlauf des Spieles von den anderen ignoriert als er von Moria anfangen will)
Lobend sollte man auch erwähnen das die Entwickler an Kleinigkeiten wie die Geburtstage der Charaktere (sie haben dann bessere Stats) gedacht haben und die Interaktion mit der Kleidung (per Select-Taste) ermöglichen (z.B. Strohhut aufsetzen).
Auch dieses Münz-Feature finde ich gelungen. Es macht Spaß die einzelnen Kombinationen herauszufinden.
Ihren Frust gegenüber der Jump-and-Run Parts kann ich nicht teilen, da ich keine 30 mal für diese Stellen benötigt habe (das schlimmste war in Water-7, 4-Versuche). Dennoch kann ich mir das als sehr nervig vorstellen. Doch dies ist wohl Spieler abhängig. (Ich bin wirklich richtig schlecht in Quick-Time-Events)
Auch ist das Spiel deutlich fordernder, wenn man nicht auf "Leicht" spielt. Dann fallen die Gegner auch nicht wie die Fliegen.
Furo.. o.ö
OT: Zu der Länge von One Piece: Oda meinte das alles was bis zum Aufbruch in die Neue Welt (sprich der 2. Teil der Grand Line) ungefähr 50% der Story wäre. Also müsste One Piece am Ende so auf ca. 1.200 Kapitel kommen.
wenn man den testbericht so liest, könnte man meinen, dass der schreiber
wenn man den testbericht so liest, könnte man meinen, dass der schreiber unsägliche schmerzen erleiden musste...wie geht´s, alles klar?!
passiert wenn etwas das du magst verunglimpft wird ...
zusätzlich auch noch dadurch verschlimmert das der autor wohl hoffnung hatte ^^
wenn man den testbericht so liest, könnte man meinen, dass der schreiber unsägliche schmerzen erleiden musste...wie geht´s, alles klar?!
Naruto und Bleach nähern sich beide dem Ende. In der
Naruto und Bleach nähern sich beide dem Ende. In der orginalen japanischen Version.
Wenn man es im Internet liest (nichts ganz legal, okay), dann ist man genau so weit. Aber ich habe seit ca. 1 Jahr nicht mehr OP, Naruto, Bleach gelesen, weil es einfach langweilig/schlecht wurde. Vielleicht mal, wenn es wirklich abgeschlossen ist.
Naruto und Bleach nähern sich beide dem Ende. In der orginalen japanischen Version.
die fans und auch die serie sind
die fans und auch die serie sind reifer geworden, was gerade bei den letzten kapiteln auffällt.
Ich merke nur, dass die meisten Mangas (One Piece, Naruto und speziell Bleach) im weiteren Fortschritt schlecht werden. Habe One Piece seit Fishman-Island (das unter Wasser) und Naruto seit er im Krieg mitmischt, nicht mehr gelesen. Bleach kann man komplett vergessen.
Es ist eben doch ziemlich kindlich, wenn "Ich habe Freunde, wohoooo" stärker als ein Maschinengewehr (überspitzt dargestellt) ist.
Da lobe ich doch so etwas wie Berserk (was auch schlechter wurde), Vagabond (da muss man ewig warten) oder Monster (genial).
die fans und auch die serie sind reifer geworden, was gerade bei den letzten kapiteln auffällt.
und genau das zeigen ironischerweise auch die kommentare, die im prinzip einen querschnitt der OP gucker darstellt ...
um heiners frage damit zu beantworten, das spiel scheint genau auf diese käuferschicht abzuzielen (menschen die beim verstehen von OP, oder auch anime generell, so gerade an der äußersten (verstehens-)schale kratzen).
Nach dem Test kann ich sagen: Zum Glück kam der göttliche Trailer von Warriors Orochi 3 Hyper für die Wii U dazwischen! (Modus gegen viele Lu Bus? Zwangskauf!)
Bessert euch Story-Animator!
Mir fehlt besonders der 1VS1 Mode der meiner Ansicht nach das wesentliche
des Spieles ausmacht. In der Story sind anscheinend auch einige Lücken,
die den Spielspaß deutlich vermindert.
'thumbs down!'
Ich bin One Piece Fan und hab von Folge 1 - 440 alle gesehen dann hab ich mal ne Pause gemacht.Auf ein One Piece Game habe ich mich gefreut,schade das es so ein Mist geworden ist.Naja dann schaue ich halt mal wieder ein paar Folgen an.Bevor ich meine Zeit mit so einem Game verschwende