Nichts kann so entspannend wie die Zubereitung und der anschließende Verzehr von gut gemachten Speisen sein. Egal ob das Rezept aus einem Kochbuch oder dem Internet stammt, steht am Ende meistens ein gar köstliches Mahl zum Verzehr bereit. Wie immer vorausgesetzt, man hat die Druckfehler nicht mitgekocht.

Heute backen wir eine Insolvenz

Obwohl die klassische Insolvenz weltweit auf dem Speiseplan steht, wollen wir heute einen Blick auf die japanische Art der Zubereitung werfen. Wobei gerade die traditionelle japanische Küche ein Garant dafür ist, dass dieses Gericht perfekt gelingen kann. Nicht ohne Grund wird die fernöstliche Insolvenz ob ihrer einfachen Zutaten von großen und kleinen Firmen gleichermaßen geschätzt.

Für 2 Portionen Insolvenz benötigen Sie folgende Zutaten:

1 planlose Konzernmutter
1 Tochterunternehmen mit Gewinn im Lupenbereich
1 Fremdfirma mit zu viel Geld in der Tasche
1.000.000 Spieler
29 Fehlentscheidungen aus der Vergangenheit
1 Esslöffel Gehirn (keinesfalls mehr)

Zuerst werden die Zutaten vorbereitet. Man entferne von den beteiligten Firmen jegliche Kompetenz und achte hierbei akribisch genau darauf, auch in den verstecktesten Entscheiderecken jegliches Fingerspitzengefühl gründlich auszuwaschen. Etwaige Rückstände von Sachverstand könnten den Endgeschmack der Insolvenz sonst nicht bitter genug erscheinen lassen. Der Esslöffel Gehirn bleibt hierbei unangetastet und wird bis auf Weiteres im Kühlschrank verwahrt.

Obwohl die Insolvenz ein recht einfaches Kochrezept ist, bedarf es am Anfang ein wenig Aufwand. Die Basis der Insolvenz ist ein umfassender Mürbeteig aus ca. 1 Million SOE-Spielern. Diese müssen unter laufenden Tragödien abgeschreckt und dann zu einer einheitlichen Masse geschlagen werden. Das Abschrecken muss je nach Anbaugebiet der Spieler auf verschiedenste Weise vorgenommen werden.

Everquestler paniere man mit reichlich schönen Spielerweiterungen und lasse sie dann bei F2P eine Stunde vor sich hinköcheln. Wer es ein bisschen schärfer haben will, kann den Gärungsprozess durch zeitweises Pay2Win-Nachwürzen abrunden. Handelt es sich um Spieler aus vanguardschem Anbau, dann empfiehlt sich ein zweistündiges Dämpfen von jeglichen Add-on-Hoffnungen. Mit Spielerzugaben wie Planetside 2 oder DC Universe Online kann man durchaus robuster umgehen. Um diese zarten Pflänzlein in der Wachstumsphase zum Schmoren zu bringen, bedarf es wenig. Je nach Bedarf füge man dem Sud einfach ein paar halb gare Lokalisationen bei.

Sollten sich in Ihrem Kräutergarten hingegen noch SWG-Spieler befinden, so entsorgen Sie diese umgehend. Seit Inkrafttreten der europäischen NGE-Verordnung ist deren Verwendung im Lebensmittelbereich strengstens untersagt. Restbestände müssen seit Dezember 2011 dem Sondermüll zugeführt werden.

Beachten Sie stets, dass der wichtigste Arbeitsschritt bei der Zubereitung des Mürbeteigs die strikte Trennung von amerikanischen und europäischen Spielerzutaten ist. Diese dürfen sich keinesfalls in Harmonie vereinigen, da der dabei entstehende Zucker der bitteren Insolvenz den Geschmack verderben könnte.

Zum besseren Gelingen der Insolvenz können Sie gerne in die Schublade industriell gefertigter Geschmacksverstärker greifen. Hierbei sorgen vor allem das Langzeitkonservierungsmittel Smedley und die Genzucht Alaplaya für garantiert nachhaltigen Brechreiz. Je nach Saisonzeit kann man dem sonyischen Mürbeteig auch die Passwörter und Kreditkarteninformationen gehen lassen.

Ist der Mürbeteig mürbe genug, so bedarf es nur noch einer Glasur. Hierzu besorgen Sie sich in der Apotheke das Virus ProSiebenSat1 und geben es zusammen mit einer winzigen Prise Erfahrung und dafür umso reichlicheren Werbepausen in ein großes Rührgefäß. Heben Sie nun bei langsamem Rühren einen eigenen Launcher unter. Beginnt das Gemisch zu erhärten, dann schlagen Sie mit einem Mixer bei höchster Stufe allen Beteiligten den Verstand aus dem Kopf. Je nach Geschmackswunsch kann anstatt ProSiebenSat1 auch RTL, der Springer-Verlag oder jeder andere stinkende Fisch verwendet werden.

Tragen Sie abschließend die ProSiebenSat1-Glasur auf den Spieler-Mürbeteig auf und stellen Sie diesen zum langfristigen Aufheizen vor vollendete Tatsachen. Die japanische Insolvenz ist nun fast fertig. Jetzt benötigen wir nur noch das im Kühlschrank kaltgestellte Hirn. Man nehme es heraus, kippe es vorsichtig in das Spülbecken und schwemme es mit reichlich Wasser den Abfluss hinab. Und schon ist die japanische Insolvenz perfekt.

Wir wünschen einen Guten Appetit und verbleiben bis zum nächsten Mal, wenn wir Ihnen zeigen werden, wie man eine zuckersüße Blizzard-Titan-Torte auf offenem Item-Shop zum Magenkrebs grillt.