Servicekraft: Privatkundenbetreuung der Deutschen Telekom. Sie sprechen mit Herrn Leininger.
Detlef: Hier ist Detlef Fraunstein. Spreche ich mit der DSL-Hotline?
Servicekraft: Guten Tag, Herr Fraunstein. Was kann ich für Sie tun?
Detlef: Ich bräuchte einen DSL-Zugang.
Servicekraft: Soll diese DSL-Anbindung an dem bestehenden Telefonanschluss erfolgen, von dem aus Sie gerade telefonieren?
Detlef: Nein. Nicht hier, sondern an unserer Schule.

LANge Leitung

Servicekraft: Sie wünschen die Anbindung an ein öffentliches Gebäude? Ich gehe davon aus, dass Sie der entscheidungsberechtigte Schulleiter sind?
Detlef: Nein, ich bin nicht der olle Schwabbel. Ich bin Detlef Fraunstein, der Klassensprecher der 9d des Peter-Kürten-Gymnasiums.
Servicekraft: Du bist Klassensprecher und willst allen Ernstes für Deine Schule einen DSL-Anschluss beantragen? Könnte es sein, dass Du den 1. April geringfügig um vier Monate verfehlt hast?
Detlef: Nein, das ist kein Scherz. Ich will wirklich einen DSL-Anschluss haben und der olle Schwabb… der Direktor Schappel hat uns für die LAN-Party das Okay gegeben.
Servicekraft: Ich sehe gerade auf meinem Monitor, dass das Peter-Kürten-Gymnasium bereits über einen DSL-Anschluss verfügt.
Detlef: Der neue Anschluss soll ja nicht in die Schule, sondern in die Turnhalle gelegt werden.

Olniggs Glosse - LANge Leitung

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Starcraft jetzt noch realistischer
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Servicekraft: Damit Deine Klassenkameraden ein wenig im Internet surfen können, während sie beim Geräteturnen an den Ringen abhängen?
Detlef: Nein. Nächstes Wochenende machen wir ganz spontan in der Turnhalle eine LAN-Party. Die hat uns der Schappel schon genehmigt. Und jetzt brauchen wir dafür einen DSL-Zugang. Ist doch ganz einfach, oder?
Servicekraft: Also ich widerstehe jetzt einmal meinem Drang, Dich aus der Leitung zu schmeißen, und tue einfach so, als würde ich Dich ernstnehmen. Seit wann benötigt man denn bei einer LAN-Party einen DSL-Anschluss? Ihr müsst doch nur die PCs vernetzen und schon beginnt das fröhliche Killerspielen.
Detlef: Wir wollen aber das neue Starcraft 2 spielen. Und das geht nur noch über das Internet.
Servicekraft: Ihr begebt euch freiwillig in eine stickige Turnhalle für ein Onlinespiel, welches ihr auch ganz bequem von zuhause aus über das Internet spielen könntet? Warum den Fahrstuhl nehmen, wenn ein Sturz vom Dach zum selben Ergebnis führt?
Detlef: Das verstehen Sie nicht. Es geht um das Treffen mit Freunden und das gemeinsame Spielen. Zuhause ist man ganz alleine.
Servicekraft: Verstehe ich richtig? Du benötigst den Internetanschluss nicht nur für dich, sondern auch für deine Freunde?
Detlef: Selbstverständlich oder was haben Sie gedacht? Starcraft 2 spielt man neuerdings ausschließlich über das Battle.net und da schicken wir dann alle unsere Starcraftdaten von der Turnhalle zu Blizzard und von Blizzard wieder in die Turnhalle. Und das macht dann Fun.
Servicekraft: Von wie viel Freunden reden wir denn hier? Jemand wie Du kann doch nicht viele Freunde haben, oder?
Detlef: Bei der letzten Party waren es so ungefähr fünfzig Leute. Mit den Nerds aus der Unterstufe könnten es sogar noch mehr werden.
Servicekraft: Du konntest mir keinen besseren Gefallen tun als mit dieser Aussage.
Detlef: Das verstehe ich nicht.
Servicekraft: Herr Fraunstein. Soeben habe ich bemerkt, dass wir hier, von der Privatkundenbetreuung, die falschen Ansprechpartner für Sie sind. Aufgrund Ihres Kapazitätenbedarfs verbinde ich Sie jetzt weiter zur Großkundenbetreuung.
Detlef: Was? Ich verstehe immer noch ni…

Die Leitung wird immer länger

Servicekraft 2: Großkundenbetreuung der Deutschen Telekom. Sie sprechen mit Frau Wehr. Womit darf ich Ihnen dienen?
Detlef: Ja, ich hatte eben mit einem Herrn gesprochen und der meinte, ich müsste meinen DSL-Anschluss bei Ihnen be…
Servicekraft 2: Wenn Sie mir die Unterbrechung gestatten. Ich bin vollständig über Ihr Anliegen informiert. Gemäß den von ihrem vorherigen Kundenbetreuer Herrn Leininger im Zentralcomputer erfassten Kontaktdaten bin ich bereits im Besitz aller notwendigen Informationen. Um etwaige Missverständnisse auszuschließen, fasse ich aber den Auftrag noch einmal zusammen.
Detlef: Ja?!
Servicekraft 2: Sie sind Herr Detlef Fraunstein und bestellen in Stellvertreterfunktion von Herrn Direktor Olle Schwabbel für die Halle Ihres Unternehmensstammsitzes ein halbes Dutzend Breitband-DSL-Anschlüsse inklusive umfassender Kabelverlegung.
Detlef: So in etwa…

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Handstiefel statt Handschuh
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Servicekraft 2: Für ausgiebige Testläufe der Standard-Software SC2 benötigen Sie Equipment für mindestens 50 Member Ihres Quality Assurance Teams.
Detlef: Über 50, stimmt zumindest.
Servicekraft 2: Da Ihnen an einer zeitnahen Lösung gelegen ist und Ihr Workflow bereits eine Arbeitsaufnahme mit der nächsten Wochenendschicht gebietet, würden Sie gerne unseren Yesterday-Installation-Service in Anspruch nehmen.
Detlef: Nächstes Wochenende? Auch das ist richtig.
Servicekraft 2: Dann freut es mich, Ihnen hiermit die Auftragserteilung zu bestätigen. Den Betrag von 2549 Euro und 99 Cent zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer würden wir Ihnen nach Leistungserbringung in Rechnung stellen.
Detlef: 2500 EURO NUR FÜR EIN WOCHENENDE STARCRAFT?! Das ist ja Wahnsinn! Sind Sie sicher, dass…
Servicekraft 2: Oh… es tut mir leid. Sie haben vollkommen recht. Mein Versehen. Wir hatten letzten Mittwoch unsere allmonatliche Preissenkung. Das wären dann nur noch 2539 Euro und 99 Cent. Zahlen Sie per Überweisung oder Kreditkarte?
Detlef: Ich befürchte weder noch.
Servicekraft 2: Dann könnte ich Ihnen wahlweise anbieten, den Betrag auf der nächsten Telefonrechnung der Firma Peter-Kürten-Gymnasium ausweisen und abbuchen zu lassen.
Detlef: Wenn das geht?
Servicekraft 2: Überhaupt kein Problem. Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?
Detlef: Nein danke. Das ist schon viel mehr, als ich eigentlich wollte.
Servicekraft 2: Dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag. Auf Wiederhören.
Detlef (zu sich selbst): Verdammt. Blizzard ist echt genial. Das geht ja heute viel einfacher als früher mit dem ganzen Netzwerkgeschleppe.