Olniggs Glosse – Kolumne

Ausgabe 102: Galileo gesucht

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10. März 2011 09:00 Uhr

Vor weniger als 100 Jahren hätte unsere Bundeskanzlerin nicht wählen dürfen, ganz zu schweigen von sich selbst. Noch bis zum Jahre 1969 wäre der Außenminister für das Ausleben seiner Sexualität mit einer Strafverfolgung belohnt worden. Und wie langwierig für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe der Weg vom Baumwollpflücker bis zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewesen ist, mag sogar die eigene Erinnerung mitbekommen haben.

Einleitung

Es heißt, Wandel brauche seine Zeit. Rückblickend betrachtet sind diese Zeiträume allerdings so erschreckend gering, dass man oft befürchten muss, im Stammbaum der eigenen Väter und Großväter noch so manches Tier zu entdecken.

Das Fatale an jedem Wandel ist dessen Abruptheit. Meist geschieht er so schlagartig wie ein Erdbeben, bei dem sich zwei ineinander verkeilte tektonische Platten mit einem plötzlichen Ruck Entspannung verschaffen müssen. Die Geschichtsschreibung ist mit solcherart Erschütterungen geradezu gepflastert. Angefangen von den Franzmännern, die sich mit dem Sturm auf die Bastille und anschließender Guillotineanwendung reihenweise davon überzeugten, dass adliges Blut in Wirklichkeit überhaupt nicht blau ist. Einem Herrn Gorbatschow haben wir nicht nur den Solidaritätszuschlag, sondern weiter östlich noch viel mehr zu verdanken. Selbst bis in das Heute hinein geschehen die Umbrüche überfallartig. So müssen derzeit die nordafrikanischen Despoten bei dem Neuabschluss einer Lebensversicherung mit exorbitant hohen Risikozuschlägen rechnen.

Aber warum ist der Wandel stets so extrem? Die alten Säcke sind schuld. Wo immer jemand den biologischen Zellverfall durch Starrsinn und Ungerechtigkeit aufzuhalten versucht, steht die Revolution in den Startlöchern. Ein vergreisender Wissenschaftler, der bis zur Rente unverändert dieselben Thesen lehrt, der findet allerhöchstens als Stand-up-Comedian Zuspruch. Ein Politiker, der Macht über seinen Demenzbeginn hinaus innehat, der provoziert geradezu den Gesetzesbruch. Wer Bescheidenheit an die Jüngeren abschiebt und Selbstkritik als mit grauen Haaren unvereinbar ansieht, der ist in seiner obersten Körperregion schon lange begräbnisbereit.

Umso angenehmer, wenn man unter den geistigen Mumien die Ausnahme der Regel findet. Wenn sich zum Beispiel ein ehemaliger Shooter-Hetzer hat bekehren lassen und er den Nachschub für seinen Scheiterhaufen fortan woanders sucht.

Völlig überraschend ließ das kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen durch seinen obersten Computerspiel Inquisitor Professor Pfeiffer Mitte Januar in einem Spiegel-Online-Interview verkünden, dass Amokläufe nicht durch Computerspiele entstehen. Weiter führte dieser aus, man gehe (Zitat) „jedes Mal reflexartig auf Computerspiele als Hauptursache ein, was schlicht nicht stimmt und durch ständige Wiederholung nicht richtiger wird.“

Kommentare 27
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R0bs0N14.03.2011 20:49
Klasse Kolummne, mit nem sehr passenden Fazit. Danke!!

P.S. Darf auch gerne öfter mal was ernster sein :D
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Neph12.03.2011 10:21
Für mich sind genau solche Pseudostudien ein Grund zum Gewehr zu greifen. Das sollte mal jemand untersuchen.
Aber wer ein wenig in der Materie ist weiss, dass in "Wissenschaft" es mitnichten logisch, belegbar, nachvollziehbar und wissenschaftlich vorgeht. Dieses Terrain ist ein ewiges Hauen und Stechen um Ansehen und Gelder - sei es nun begründet oder nicht. So kommt auch Herr Pfeiffer zu seinem Ergebnis.
"Das Land der Dichter und Denker" ist genauso wie der Rest der Welt auch eher das "Land der Geier und Hetzer"
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bleicher11.03.2011 23:57
Der Kampf gegen Windmühlen hat einen Vorteil - er ist einfach. Man holt aus, schlägt zu, orientiert sich mit dem Rücken zu den lachenden/Bauchnabel zu den Applaudierenden und lässt sich zum Helden verkünden.

Würde der liebe Herr Inkompetenzbeuaftragter (Manche neigen dazu, das Wort mit 23 Fehlern als "Politiker" zu schreiben) etwas effektives tun, gäbe es eine Bewertungsmöglichkeit anhand der man ihn nicht lächerlich (was straffrei) sondern fahrlässig und inkompetent ( was strafbar ist) bezeichnen könnte.
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commento11.03.2011 12:02
ich glaube, wenn die Herren und Damen an der Spitze unserer Gesellschaft mal mehr Geld in die Jugendarbeit und weniger in das erforschen von, kontrollieren und verbieten von Computerspielen investieren würden, dann würde sich viel ganz von alleine klären.

In unserer Welt nur auf dem Alten zu beharren zeigt für mich nur Dummheit. Wer es bis heute nicht kapiert hat, daß sich alles schneller ändert als früher, dessen "Verfallsdatum" sollte auch nicht verlängert werden.
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Sir-PeterSir-Peter11.03.2011 10:11
sehr gute Kolumne heute,Olnigg "thumbs up"
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Kousaka Kirino11.03.2011 09:54
Klarseher schrieb:

Die Realitätsflucht
Jeder von euch Jungs und Mädchen, den Herren und Damen Spielern sollte sich

Die Realitätsflucht
Jeder von euch Jungs und Mädchen, den Herren und Damen Spielern sollte sich regelmäßig auf den Prüfstand stellen: Kann ich mich noch anders beschäftigen, oder bin ich dermaßen vom Spiel, vom Spielablauf und den (sozialen) Pflichten im Spiel abhängig, das ich den Rest meines Lebens vernachlässige?
Liebe Grüße vom Klarseher


Mhh bei mir irgentwie dasselbe, nur mit Anime ^^. Nur das das echte leben einfach nichts zu bieten hat ausser Frust, Verrat und irrationaler Dummheit höchsten Grades. Da leb ich lieber in meine 2D Welt.
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Klarseher10.03.2011 21:00
Du hast bestimmt Recht Lyasa.

So ein großer Stein der Weisen ist das nicht. Hoffen wir das auch ein Pfeiffer, der als Fachmann warscheinlich genug Geld in den Anus geblasen bekommt für seine "FachURTEILE, das auch dieser Mann das durchschnittliche Wissen eines Menschen eines Tages erlangt.

Dann hat er sein Salär auch verdient. Solange bekommt er es sagen wir als Hartz4 für Professoren :o)
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LyasaLyasa10.03.2011 19:48
@klarseher ich denke das sollte die meisten leute hier wissen daher wird sich ja über den versuch einer schablone zum finden von spielsüchtigen lustig gemacht da das einfach nicht allgemein bewertbar ist!
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Klarseher10.03.2011 18:19
Spielsucht ist ein individuelles Phänomen und muss im Rahmen der jeweiligen Lebens- und Arbeits- bzw. Schulbedingungen betrachtet werden. Der Spieler (auch alle -innen) kann sich durch Spiele Zerstreuung herbeiführen. Wie gut und schlecht diese spezielle Form der Zerstreuung nun ist, welche Dinge bei der Ausübung gelernt werden, seien dahin gestellt und gehören nicht in die Frage der Suchtpotentiale. Diese hängen beim Spiel, insbesondere bei so leichter Kost wie WOW in der Einfachheit und allgegenwärtigen Belohungssysteme und Erfolgsversprechen. Darauf reagieren höchstwarscheinlich vor allem jene, die sowieso wegen einer niedrigeren Frustrationsschwelle auf leichte Erfolgserlebnisse aus sind, sehr angetan.

Spiele haben aber die Eigenheit, das sie sich abnutzen können. Desto exzessiver gespielt wird, desto eher ist das Spiel verbraucht. Die Updateflut für zusätzlichen Content versucht ja genau dies zu verhindern. Irgendwann ist für die meisten zumindest zeitweise der Ofen aus, das Game ausgelutscht. Das kann in manchen Fällen nach Wochen der Fall sein, in anderen Fällen kann es sich um Jahre Spielfreuden handeln.

Wann jedoch ist ein Spieler als süchtig zu bezeichnen? Zumeist sind vor allem Leistungsabfall in der Schule, Verweigerung sozialer Intaktion, Krankenschein und Ausreden suchen um doch noch spielen zu können.
Hier darf man aber Introvertierten Menschen, die sowiese eine gemäßigte soziale Interaktion haben, nicht einfach vorschnell verurteilen. Wie eingangs erwähnt ist es eine sehr individuelle Frage.

Die Realitätsflucht muss auch von der Spielsucht abgegrenzt werden. Wenn Schule, Alltag und Familienleben unter einem schlechten Stern stehen, ein Kind mehr ausgegrenzt wird als das er integriert wird, wenn alles irgendwie negativ besetzt ist, dann ist die Flucht ins Spiel nur Folge, aber nicht Ursache für die Probleme. Hier gibt es sicher einige betroffene Spieler, die als Süchtig gelten, aber letztlich nur in der Realitätsflucht stecken.

Es gäbe noch viel zu diesem Thema zu sagen, der Platz und dieser Ort ist wohl nicht der Richtige.

Jeder von euch Jungs und Mädchen, den Herren und Damen Spielern sollte sich regelmäßig auf den Prüfstand stellen: Kann ich mich noch anders beschäftigen, oder bin ich dermaßen vom Spiel, vom Spielablauf und den (sozialen) Pflichten im Spiel abhängig, das ich den Rest meines Lebens vernachlässige?

Dann muss man nicht aufhören zu spielen, sicher nicht. Aber man kann sich dann einfach zwei oder drei Tage in der Woche für das Spiel nehmen, den Rest sollte man noch Zeit für das RL lassen, sonst wird man eines Tages vielleicht wach und ist tatsächlich in eine Abhängigkeit geraten und hat das RL das man einmal kannte, verloren.

Ist es das Wert im Spiel auf dicke Hose machen zu können oder unbedingt in einer virtuellen Zweckgemeinschaft (Gilden sind das) Anerkennung zu bekommen, die sofort aufhört, wenn du mit dem Spielen aufhörst?

Liebe Grüße vom Klarseher
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Giliat10.03.2011 16:32
Ferraris fahren mit Super Plus lieber Olnigg.
Aber für deinen Porsche kannste hier gucken:
www.dat.de/.../e10vertraeglichkeit.pdf
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HawkinsjonaHawkinsjona10.03.2011 14:54
Google Ads. Wisst Ihr welche Werbung mir google hier grad ans Herz legt wenn ich diesen Artikel lese?

Video zum Interview mit Ministerpräsident Horst Seehofer: Aufbruch Bayern.

Man. Sind die gut.
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auch Gastauch Gast10.03.2011 14:21
Olnigg schrieb:
@Blackdoorbandit
Ich versichere dir hiermit, dass Blizzard keinerlei Einfluss auf meine Themenwahl
@Blackdoorbandit
Ich versichere dir hiermit, dass Blizzard keinerlei Einfluss auf meine Themenwahl hat!

Apropos, weiß zufällig einer von euch, ob ein Ferrari diesen E10-Sprit verträgt?


Wenn du es nicht weißt, dann nimm doch den Heli zum Brötchen holen. Manche Menschen können sich das Leben echt umständlich machen.

@topic

MMO-Sucht... hm, sobald die Damen und Herren MdB merken, wie viel Umsatzsteuer sie allein durch den Spieleverkauf bekommen, ist das Thema passé! Rauchen, Saufen, Prostitution... alles bringt Geld in den löchrigen Staatssäckel, obwohl durch den verringerten Mehrwertsteuersatz für "Hotelübernachtungen" natürlich die Prostitution nicht mehr ganz so viel Kohle abwirft.

Wer anderer Meinung ist, sollte sich mal den Anfang von Layer Cake ansehen. Ähnlich Argumentation, nur hübscher aufbereitet.
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MashedUpMashedUp10.03.2011 13:56
Wow macht süchtgi?
Näää oder? :'D
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VoodjinVoodjin10.03.2011 13:45
Olnigg schrieb:
@Blackdoorbandit
Ich versichere dir hiermit, dass Blizzard keinerlei Einfluss auf meine Themenwahl
@Blackdoorbandit
Ich versichere dir hiermit, dass Blizzard keinerlei Einfluss auf meine Themenwahl hat!

Apropos, weiß zufällig einer von euch, ob ein Ferrari diesen E10-Sprit verträgt?

Laut google gab es noch keine Tests mit Bio-Sprit. Du darfst also weiterhin mit Bannanensaft fahren. :D
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wormywormy10.03.2011 13:41
Olnigg schrieb:
Apropos, weiß zufällig einer von euch, ob ein Ferrari diesen E10-Sprit verträgt?

Da du jedes Jahr einen neuen kaufst, spielt das keine Rolle *fg*
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LyasaLyasa10.03.2011 13:40
Olnigg schrieb:
@Blackdoorbandit
Ich versichere dir hiermit, dass Blizzard keinerlei Einfluss auf meine Themenwahl
@Blackdoorbandit
Ich versichere dir hiermit, dass Blizzard keinerlei Einfluss auf meine Themenwahl hat!

Apropos, weiß zufällig einer von euch, ob ein Ferrari diesen E10-Sprit verträgt?

"Laut Ferrari Deutschland wird es wahrscheinlich innerhalb der nächsten 3-4 Wochen eine Liste geben."
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OlniggOlnigg10.03.2011 13:15
@Blackdoorbandit
Ich versichere dir hiermit, dass Blizzard keinerlei Einfluss auf meine Themenwahl hat!

Apropos, weiß zufällig einer von euch, ob ein Ferrari diesen E10-Sprit verträgt?
Zuletzt editiert am 10.03.2011 13:19
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SupermissySupermissy10.03.2011 12:28
Olnigg hat es doch völlig richtig gesagt: Wissenschaftler bekommen nur Drittmittel, wenn es ihnen gelingt sich im Gespräch zu halten, zu vermitteln dass sie "wichtig" sind.

Und mit was sie sich im Gespräch halten, hier sieht man es.
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IceCube_SubZeroIceCube_SubZero10.03.2011 12:18
Tjo, von irgendwas müssen die Gamonaredakteure ja ihren Sprit für die Sportwägen bezahlen. :P
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VoodjinVoodjin10.03.2011 12:10
Deleo schrieb:
Man könnte meinen, Gamona ist ne tochter von Blizzard *g*

Ne. Gamona ist eine Tochter von Gamon und der ist ein Sohn von Blizzard. :D
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DeleoDeleo10.03.2011 12:07
Man könnte meinen, Gamona ist ne tochter von Blizzard *g*
Bin gerade auf entzung, können wir mal nicht 1-2 Monate über was anderes schreiben ?.
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BackdoorbanditBackdoorbandit10.03.2011 11:12
Es vergeht nicht eine Woche auf Gamona wo WoW nicht gefeatured wird.
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LyasaLyasa10.03.2011 10:23
naja es stimmt nicht ganz das es nur die alte generation ist die so argumentiert (ich war geradezu geschockt als ich die bilder von pol aschermittwoch gesehen habe wieviel jungvolk da einen horst seehofer zujubelt)

und talkshows anzusehen bringt mir mehr gute laune als ein jungelcamp (das ich zugegebenermaßen noch nie gesehen habe 0.o), weil es einfach spassig ist zu sehen wie verstockt und verzweifelt gewisse vertreter der großen volksparteien dort noch ausreden suchen um dieses oder jenes zu erklären, ohne auch nur den hauch einer wirklichen argumentation zu streifen ...
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HawkinsjonaHawkinsjona10.03.2011 10:16
Alles kann süchtig machen. Vor 29 Jahren hab ich mein 1. Butterbrot gegessen, bis heute hab ich es nicht geschafft davon loszukommen. Und es ist ein Symptom das für ne Sucht spricht wenn ich üble Laune habe nachdem man ein Hobby von mir verboten hat? Ich bin jedesmal weniger als stark begeistert wenn mir IRGENDETWAS verboten wird.

Schatz... wir haben Dirk gesagt er darf keine Schaumküsse mehr essen. Er hat mich sehr betroffen angeschaut. Ich ... ich glaube er ist süchtig.

Ich denke nicht das man süchtig ist nur weil man VIEL Zeit und Geld in Online Games steckt. Wenn ich mich dazu entschliesse mir einmal im Leben ein tolles Auto zu gönnen, dann habe ich in die Karre wahrscheinlich mehr Geld investiert als ich es jemals in MMOs stecken könnte. (Was jetzt keine Aufforderung an Euch sein soll das zu versuchen, Kinder)

Süchtig ist man wenn man bei der Abwägung von Zeit und Geld Investition, wieder des gesunden Menschenverstandes sein Geld in ein Spiel steckt.

Morgens zur Schule gehen oder sich noch 4 zusätzliche Schlafringe unter die Augen raiden? Wenn man dann raidet ist das ein erstes leichtes Anzeichen für ne MÖGLICHE Sucht.

Miete bezahlen oder Digitanale Collectors Edition mit Prinzessinen Kleid, Zauberstab und Ponyzahnspange erwerben um sich von der Massiven Multiplayer Masse abzuheben? Wenn der Vermieter dann unter der Woche verhungert, sollte sich der Spieler GEDANKEN machen.

Aber ansonsten ist viel Geld und viel Zeit doch relativ.
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VoodjinVoodjin10.03.2011 10:06
Genial geschrieben Herr Olnigg. Diese Glosse spricht einem aus der Seele.

Ich bin auf jeden fall sehr froh das ich schon 30 und nicht erst 17 bin. Nach der bestechlichen Logik eines Pfeiffers ist die Wahrscheinlichkeit, das ich süchtig werde, gleich null. So gesehen kann ich mich auch den ganzen Tag zukoksen oder einen Joint nach dem anderen ziehen. Kann mir nix mehr passieren, bin ja schließlich über 18.^^
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