Heute wird nicht nur die laufende Spielvorschau 2011, sondern auch der Glossenbetrieb für dieses Jahr beendet. Mit einem Blick auf die deutschen Hoffnungsträger für die kommenden 365 Online-Tage möge hiermit das unmittelbar vom Aussterben bedrohte Jahr 2010 endgültig verenden.
Die erste Referenz-Software für deutsche Programmierkunst stammt aus dem Hause Blue Byte, einem langjährigen Traditionsunternehmen, das im Laufe seiner Firmengeschichte schon für viele Überraschungen gut gewesen ist. Wenngleich manche dieser Überraschungen die Begeisterungserzeugung vermieden und stattdessen den Mülleimern zur Existenzberechtigung verholfen haben, hat der Markenname „Die Siedler“ in seiner Summe bis heute nichts von seiner Faszination verloren.
Wenn da nicht die böse Schwiegermutter Ubisoft wäre, die dem ungeliebten Stiefkind anscheinend mit allen Mitteln das Lebenslicht ausblasen möchte. Zur Erinnerung: Anfang dieses Jahres debütierten die Siedler erstmals als Offline-Spiel mit permanentem Online-Zwang. Angeblich wegen der bösen und schwarzen Kopierer mussten sich die Fans an die Internetleine legen lassen, und sie hatten fortan so viel Freilauf wie ein Wurm am Angelhaken. Man durfte deshalb gespannt sein, welche Garstigkeiten einem bei der ersten tatsächlichen Online-Variante der Siedler begegnen würden. Die Antwort in Form von brüllendem Gelächter ist seit diesem Monat kein Geheimnis mehr.
Der Olnigg’sche E-Mail-Kasten ist beileibe nicht das Zentrum des Online-Universums. Wenn sich aber selbst in diesen abgelegenen Seitenarm des Internets die ersten Beschwerde-Mails hin zu meiner vorsätzlichen Dunkelwolke verirren, dann muss etwas im Argen liegen. Wo der anschließende Besuch dieses binären Asteroidenfeldes die Lebensgefahr für den eigenen Verstand bestätigt, da wird es höchste Zeit, Umleitungsschilder aufzustellen.
Die Siedler Online befinden sich derzeit in der Open-Beta-Phase. Nur leider hat das den Verantwortlichen noch keiner gesagt. Resets sind an der Tagesordnung, Zonen verabschieden sich so zahlreich wie Passagiere am Hauptbahnhof und die Abstürze streiten sich mit den Log-in-Problemen um die Weltherrschaft. Dies alles könnte zwar mit dem Wort Beta entschuldigt werden, obgleich die Konkurrenz gerade in der letzten Zeit bewiesen hat, dass Open-Betas zunehmend Demo-Qualitäten erreichen können. Alles wie gesagt keine große Katastrophe, wenn nicht unlängst die Hauptschlagader der Vernunft vollständig geplatzt wäre.
Blue Byte oder Ubisoft oder die panische Buchhaltung oder wer auch immer haben für die Siedler Online, ein Free-to-Play-Online-Spiel, noch in der Open-Beta-Phase den Item-Shop eröffnet. Wo täglich das Murmeltier dieselben Bugs grüßt und der Spielstand mit dem Auszug droht, da soll allen Ernstes dem Spieler schon in die Taschen gegriffen werden? Will sich hier etwa jemand das locker sitzende Geld der Dezemberzeit nicht entgehen lassen? Den Gipfel dieses Schröpfberges bildet allerdings dessen Preisniveau. Wer sich damit eingehender beschäftigt, dem dürfte zukünftig der Erwerb eines Rolls-Royce so selbstverständlich wie der tägliche Bulettenkauf erscheinen.
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SyndicatePC, XBox 360, PS3: 23.2.2012 Test lesen
The Witcher 2: Assassins of KingsXBox 360: 17.4.2012
Ehre, wem Ehre gebührt.
Für diese Bildchen bin nicht ich, sondern ist Gamona verantwortlich. Noch etwas genauer gesagt, ist es gemäß meinem letzten Wissensstand der werte Fabian L., der diesen Kleinkunstcollagen das Leben einhaucht.
An dieser Stelle auch meinen Dank an ihn.
Ich sehe das zum teil ähnlich wie Distopia.
Ich bin ebenfalls seit jahren WoW spieler, und immer wenn ich keine lust mehr haben wächsle ich auf F2P titel die ich zum teil sehr gut finde dennoch habe ich bis jetzt nichts gefunden das mich so an sich bindet wie WoW.
The Old Republic
Ich bin ebenfalls Star Wars fan aber mal ehrlich ich habe bis jetzt noch nichts gesehn von allen news und Videos und berichten was mich wirklich von dem spiel überzeugt sorry es braucht einfach noch etwas mehr als einfach nur story (wenn auch gut erzählt) z.B muss ein spiel die möglichkeit bieten sich ab und an mit leuten zu messen (PvP) und wiso baut man kein richtiges PvP in The old Repuplic ein?
Ich meine der uralte kampf zwischen Imperium und Repuplic sind doch predistiniert dazu?
egall im end effekt kann man doch ehh erst etwas über as spiel sagen wenn es denn da ist.
Ich wünsche dir auf jedenfall schöne Festtage
und ein gutes neues Jahr Olnigg
Ich sehe da spontan keinen Grund dafür warum DDO oder LOTRO Qualitätseinbußen hinnehemen müssten nur weil auf das f2p Modell umgestiegen sind (bzw. es mitaufgenommen haben). Im Fall von DDO könnte es sogar das Gegenteil der Fall sein. Nach der Umstellung haben sie schlagartig mehr user verzeichnen können. Wenn da auch nur ein Teil jeden Monat Geld im Itemshop lässt wären theoretisch Ressourcen für weiteren Content usw. frei - ob das dann auch stattfindet, weiß ich nicht. Auf der anderen Seite gibt es auch genug Abo gebundene Spiele, die einfach qualitativer Müll sind. Das eine muss das andere also nicht zwingend ausschließen.
Ich z.B wechsle ständig zu f2p Titeln, nachdem die 30 Tage eines der WOW-Killer abgelaufen sind. Weil es bisher keiner der Anwärter geschafft hat, ein weiteres Abo Paket zu rechtfertigen (bin Wow-Zocker und seit Jahren qualitativ bestens bedient).
Ich kann mir nicht vorstellen, von einem f2p zu Abo wechseln zu wollen, nur damit mein Schwert ab dann in schickem Blau leuchtet, und ich den lvl cap 3 Wochen früher erreiche.
Und seien wir mal ehrlich - seit Jahren kommen keine wirklich guten MMOs raus. Und woran das liegt, entzieht sich immer mehr meiner Kenntnis. WoW ist doch keine Zauberei. Nach mittlerweile 6 Jahren Laufzeit haben doch alle genug Gelegenheit gehabt, das Ding totzuanalysieren um, wenn sie schon kein eigenes Konzept haben, wenigstens das eine erfolgreich zu kopieren - müsste man meinen.
*vorbeugend* Und lasst mich in bloß mit dem Fanboy mist in Ruhe :-) - ich war der erste, der beim Release von StarTrekOnline Wow im Keller parken wollte. Was aus meinem Traum geworden ist, kann sich ja jeder mal googeln.
@Olnigg
Mit dem Misserfolg ALLER meinte ich post WoW Releases - insofern evtl. falsch ausgedrückt :p
Was ich aber nicht behauptet habe, ist, dass TR am Bezahlmodell gescheitert sei.
Gruß!
Das ist aber überhaupt nicht das, was Bigpoint behauptet hat. Bigpoint hat lediglich erklärt, dass
Das ist aber überhaupt nicht das, was Bigpoint behauptet hat. Bigpoint hat lediglich erklärt, dass Spiele wie TOR aufgrund der hohen Entwicklungskosten und des Abomodells in nächster Zeit niemals profitabel sein können. Und das finde ich persönlich bestenfalls eine unternehmerische Kaffeesatzleserei und schlimmstenfalls verbal manifestierten Größenwahn.
Kaffeesatzleserei würde ich es nicht nennen. Bei einem Spiel mit Abomodell lässt die Gewinnschätzung wesentlich einfacher berechnen als bei einem F2P-Spiel. Man hat seine Gebühr (welche ja halbwegs ähnlich ist bei den ganzen Abo-Spielen) und damit weiß man ja schon wie viel Jahre man Spieler bei der Laune halten muss, um bei einer gewissen Menge an Spielern die Entwicklungskosten wieder einzuspielen. Das eigentliche Problem ist wahrscheinlich nicht einmal das Bezahlmodell, sondern die Entwicklungskosten, welche ja mit 100 Millionen verdammt hoch sein sollen. Nur wenige Spiele haben bisher an dieser Grenze gekratzt (mir fällt spontan nur GTA4 ein).
Hinzu kommt noch die Tatsache, dass ein großer Name nicht unbedingt auch großen Profit bedeutet, siehe HdR, Warhammer oder auch Star Wars Galaxies.
Gut, ich würde jetzt auch nicht behaupten, dass The Old Republic niemals profitabel wird, aber schwer wird's schon.
Und der Größenwahn steckt sowieso in der Aussage. Bigpoint geht es, trotz aller Kritik über die Qualität der Spiele, doch allen Anschein nach recht gut. Warum sollten sie nicht mit stolz geschwellter Brust durch die Gegend marschieren.
Allerdings stimme ich dir auch mit der finanziellen Zweigleisigkeit zu. F2P/F2Abo wird wohl die Zukunft prägen.
(first pay to play and without success and profit change to free to play)
edit: sprich zahl soviel du willst nur nie weniger als 12€ im monat ;)
Dass ein Fantasy-Spiel mehr Erfolg hat als ein SF-Szenario, ist unbestritten. Da gebe ich dir also völlig recht. Was übrigens aber wiederum nicht bedeutet, dass ein SF-MMO nicht trotzdem Erfolg haben kann. Wieso sollten die Absatzzahlen eines Mass Effect nicht auch in der MMO-Welt gelingen?
Das ist aber überhaupt nicht das, was Bigpoint behauptet hat. Bigpoint hat lediglich erklärt, dass Spiele wie TOR aufgrund der hohen Entwicklungskosten und des Abomodells in nächster Zeit niemals profitabel sein können. Und das finde ich persönlich bestenfalls eine unternehmerische Kaffeesatzleserei und schlimmstenfalls verbal manifestierten Größenwahn.
Verstehe mich nicht falsch. Ich selbst würde niemals darauf wetten, ob TOR jemals seine Entwicklungskosten wieder einspielen wird. Aber das würde dann bestimmt nicht am Abomodell sondern am Genre, Content, Gameplay oder allem zusammen liegen. Genauso gut hätte Bigpoint wie du behaupten können, dass Tabula Rasa am Abomodell gescheitert ist. Wer den Sondermüllfall Tabula Rasa jemals gespielt hat, weiß, dass es von den Spielern selbst dann über den Styx katapultiert worden wäre, wenn es jeden Monat Geld an seine Spieler ausbezahlt hätte.
Und was den von dir erwähnten „Misserfolg aller bis dato erschienenen Abo gebundenen MMOs betrifft“, würde mich interessieren, als was und wie du WoW einschätzten würdest?
In einem kann ich aber Bigpoint beruhigen. Sollte TOR nicht den finanziellen Ertrag bringen, den EA sich dafür vorstellt, dann ist die Geburt des Item-Shops eine Selbstverständlichkeit. Doch das Abonnement-Modell werden sie dann trotzdem nicht aufgeben. Denn EverQuest, Herr der Ringe Online, usw. haben es ja auch nicht! Im Gegenteil, da gibt es jetzt Free und Pay gleichzeitig.
Meiner Überzeugung nach wird nämlich die MMO-Zahlungszukunft das zweigleisige Modell (Free+Abo) sein. Denn lediglich ein Depp würde nur eine Hand aufhalten, wenn er deren zwei zur Verfügung hat :)
Seh ich nicht so. Ich denke F2P-MMO's sprechen hauptsächlich Leute an, die vorher gar kein MMO gespielt haben weil sie etwas gegen monatliche Kosten haben. Sie erschließen so für die Branche einen völlig neuen Kundenkreis und dieser ist mit Sicherheit größer als der Kreis der Abozahlwilligen aber ich bezweifle, dass er unterm Strich mehr Geld bringt.
Die Leute, die die Bezahlschwelle mal überschritten haben, wollen dagegen vor allem immer bessere Spiele und nicht in erster Linie Geld sparen und das sind durchaus ein paar Millionen Spieler. Das Problem ist nur, dass 1. WoW die meisten davon bindet und 2. diese Spieler generell anspruchsvoller sind. Um diesen Spielerkreis anzusprechen muss die Qualität des Spiels eben stimmen und das kostet auch wieder viel Geld in der Entwicklung.
Ich kenne allerdings niemanden, der von einem Bezahl-MMO zu F2P gewechselt ist, während ich mir schon vorstellen kann, dass jemand der einmal viel Geld im Itemshop gelassen hat auch etwas interessierter in die Abo-Richtung schaut wenn ein wirklich gutes Spiel rauskommt.
Ich denke beides hat Zukunft und wird parallel existieren. Ich persönlich wünsche mir ein Modell, wo ich F2P beginnen kann aber zu einem normalen Abopreis (15€) den kompletten Umfang bekomme. Ich hasse es, dass man vermehrt trotz Abo noch Geld im Itemshop lassen soll, d.h. das Abo enthält nicht alles.
Aber ein bisschen Dampf ablassen tut immer gut.
Frohes Fest und guten Rutsch Euch allen!!!
vote für wortschöpfung des jahres !
Auch wenn ich nicht gänzlich gleicher Meinung bin, gute Glosse diesmal!
Möge Dir die Kreativpause wohl bekommen.
Und warum auch nicht? Der eigene Erfolg gibt Ihnen Recht. Der Erfolg von Turbine (DDO und Lotro - Umstellung von Abo auf Itemshop) gibt ihnen Recht.
Der Misserfolg ALLER bis Dato erschienenen Abo gebundener MMOs gibt ihnen Recht. Was waren sie nicht alle als WOW-Killer angekündigt, harr harr.
Und dann noch ein StarWars setting. Das vergeigte SW-Galaxies wird wohl nicht nur Genre-Fans die Skepsis wachen lassen.
Überhaupt ein SciFi setting. Dass ein Eisen-Rapier besser als ein Holzknüppel ist, das leuchtet jedem halbwegs interesierten ein.
Oder dass Platte mehr Prügel einsteckt als Leder. Aber ich wage zu bezweifeln, dass der Leihe den Dmg-Output eines Ionen-Blasters und Plasma-Beschleunigers richtig einzuschätzen vermag. Diese und ähnliche Problem haben dazu beigetragen, dass Tabula Rassa gnadenlos untergengen ist.
Tabula Rassa : ein Baby von DEM
Rollenspiele-Gott schlecht hin - Richard Garriot. Also warum sollte Bioware nicht auch auf die Schnauze fallen dürfen, nur wegen der Arroganz, sich zu sehr aufs eigene Image zu verlassen. Wenn sie so weitermachen, werden sie den Trend verpennen.
Und der geht nun mal weg von Abo und hin zu f2p mit Itemshop. Und gerade BioWare hat doch reichtlich Erfahrung mit ihrem als kostenpflichtigen DLC getarnten Itemshop.
Warum soll ich (im SciFi setting ) monatlich für etwas bezahlen, das ich dank des Erfingsreichtums der Devs nicht kapieren kann (siehe Vergleich oben) wenn es doch soviel (zunächst) kostenlose Konkurrenz gibt- um nur ein Beispiel zu nennen.
Photoshop, Malkasten, Tusche, Tinte, Bleistift, Marker, Blut... für einen guten Designer ist die Wahl des Mittels zweitrangig und ein schlechter Designer/Künstler wird durch eine Leinwand samt Ölfarben auch nicht besser.
Insgesamt trifft der gute Olnigg aber leider einen Nerv. Nämlich den Klassikernerv. Wir haben in Deutschland ja kaum Urgesteine der Spieleentwicklung und dann muss sich ausgerechnet Blue Byte auf Experimente im unteren Segment einlassen. Ich wünsche ihnen, dass dabei ein gutes Spiel rauskommt, aber ich erwarte leider nicht sehr viel von diesem Experiment. Die Entwicklung eines komplett neuen Franchises wäre für Blue Byte die sinnvollere Alternative gewesen. Blue Bytes Name bedeutet immer auch Die Siedler. Man kann ihnen sogar vorwerfen, nichts anderes zu können als dieses Spiel. Ein neues Franchise würde mal für frischen Wind bei Blue Byte sorgen. Und wenn dieses Experiment scheitert, dann vermute ich auch die Marke "Siedler" in Gefahr, aber wenn ein komplett neues Franchise scheitert, kratzt es nur wenig an den Siedlern.
Star Wars ist zwar eine zugkräftige Marke, aber leider orientiert sich der Grafikstil zu sehr an der Comicreihe, Stichwort: Nussknackergesichter.
Als Zweit- oder Dritt-MMO kann man es aber vielleicht mal ansehen und eine Weile spielen.
Tim
made my Day