Olniggs Glosse – Kolumne

Ausgabe 72: Kartellianer

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27. Mai 2010 11:55 Uhr

Schwere Zeiten für den internationalen Onlinespielhandel. Das Bundeskartellamt hat die Räume der beiden Branchenriesen Blizzard und Sony durchsuchen und zahlreiches Aktenmaterial beschlagnahmen lassen. Auch ein deutsches Unternehmen scheint in den Skandal verwickelt. So erhielt der Stammsitz der Deutschen Bahn ebenfalls Besuch von den Beamten. Die genannten Unternehmen werden illegaler Preisabsprachen verdächtigt.

Bonn (dpo) - Das Bundeskartellamt greift durch. Die Behörde hat die Geschäftsräume der Dienstleistungsunternehmen Activision-Blizzard, Sony Online Entertainment und Deutsche Bahn durchsuchen lassen. Es bestehe der Verdacht, dass sich die Konzerne in dem Bereich Vergütung von Transportmitteln über die Gestaltung der Endverbraucherpreise abgestimmt haben.

Screenshot zu: Ausgabe 72: KartellianerMan wünschte sich, Blizzards Preisfindung wäre ebenso transparent.

Im Visier der Ermittler stehen ein Flugmount aus dem Onlinespiel World of Warcraft und ein Reitpferd aus dem Onlinespiel EverQuest II. Beide Lastenträger wurden innerhalb eines kurzen Zeitraumes für den Preis von 25 Dollar auf den Markt gebracht. In einer ersten Stellungnahme gegenüber dem Deutschen Presse Olnigg (dpo) äußerte sich der Chefermittler Josef Sägebrecht von der Bundeskartellniederlassung Nordamerika folgendermaßen: „Dieser bis auf die letzte Cent-Stelle übereinstimmende Preis kann kein Zufall sein.“ Weiter führte er aus, dass es bislang keiner Industrienation der Welt gelungen sei, ein bodengebundenes und ein flugtaugliches Fortbewegungsmittel zu völlig identischen Gestehungskosten herzustellen. Wörtlich meinte er: „Wer würde da nicht argwöhnisch werden, wenn in einem Schaufenster ein Fiat 500 und ein Airbus A380 dasselbe Preisschild hätten?“

Kommentare 17
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blah16.06.2010 02:23
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HomerWatson31.05.2010 13:24
Wir leben in einer freien Marktwirtschaft. Punkt. Wenn Blizzard 500 Euro fuer die Tickets haben will, mein Gott, dann werden Leute die Tickets eben fuer 500 Euro kaufen. Wem das zu viel ist, der kauft sie eben nicht. In einer freien Marktwirtschaft bestimmt die Nachfrage das Angebot, insofern wird auch Blizzard einlenken muessen wenn nur noch reiche Supernerds sich den Eintritt in Ihre Heimmesse leisten koennen. Bis dahin ist es jedem freigestellt sich mit der BlizzCon zu befassen oder nicht, und wer sich ausgeschlossen fuehlt kann ja auch beim naechsten Golfclub nach einer Mitgliedschaft fragen. Und noch einmal: Wir leben in einer freien Marktwirtschaft.
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Marvo30.05.2010 12:50
Die Ironie in diesem Beitrag liegt nicht darin, dass immer angeprangert wird, dass Firmen mit ihren Produkten, Veranstaltungen etc. Geld verdienen wollen und in den Olnigg'schen Augen das Preis Leistungsverhältnis sowieso nie stimmt.
Sondern, dass dies von jemanden publiziert wird, der selbst seine hochqualitativen Spieleberichte eingestampft hat und nun nur noch für Gamona Glossen schreibt, weil dies bezahlt wird und leider wieder einmal dieselbe Thematik aufgreift wie in so vielen Glossen zuvor.
Klar, für die Blizzcon müssen wir bezahlen, für die Glosse nicht, sagen nun einige. Falsch. Wir bezahlen für die Glosse nur nen anderen Preis, nämlich den der Qualität und der Abwechslung.

Schade.
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Auch ein Gast28.05.2010 16:44
@Gast
"Blizz hatte / hat bislang immer den Mut gehabt zu sagen: "its done when its done" "
Echt? Wann?
Nach jedem, wirklich jedem größerem content patch (auf den zusammenbruch der Reamls sei hier mal nicht eingegangen) kommen Sackweiße Bugfixes...

"Bei den Jungs merkt man einfach dass für sie der Spielspass maßgebend ist und nicht der kommerz."
Dir ist schon klar das Blizz ein gewinnorientiertes Unternehmen ist?

Die haben Sackweise Kohle aus WoW rausgetragen um erstensmal ihren kränkelden Mutterkonzern zu sanieren. dann nochmehr Kohle von der ich nicht weiß wo sie hingeflossen ist, Sollten wir mal die Vorstandsmitglieder fragen auf dem weg von ihrer Villa zur Jacht... Anschließend wurde noch ein bissl in diverse Totprojecte gepumpt und die Portokasse dann in Farbenfrohe aber Fantasielose AddOns investiert.
Man hätte sich wünschen können das wenigstens die Hälfte der Einnahmen im WoW-Projekt bleibt, bei "Jungs denen Spielspass wichtiger ist als Komerz"
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Gast28.05.2010 13:13
In meiner bisherigen Gamer Laufbahn habe ich noch keine Firma kennengelernt, deren Spiele so einen langanhaltenden Spaß garantiert haben wie Blizzard.
Ob WC, Diablo oder SC jedes dieser Spiele/Spielreihen hat es geschafft die Massen zu begeistern und bis zum heutigen Tage Spieler zu begeistern.

Blizz hatte / hat bislang immer den Mut gehabt zu sagen: "its done when its done" und im Vergleich zu anderen Firmen erst fertige Produkte verkauft die man trotz noch vorhandener Bugs mit Spaß spielen konnte. Bei den Jungs merkt man einfach dass für sie der Spielspass maßgebend ist und nicht der kommerz. Dies war auch bei WoW Classic so.
Lediglich bei den AddOns und der jetzigen Praxis der Contentpatchs ist man leider davon etwas abgekommen da man wohl gemerkt dass man auch mit einem immer langweiliger werdenden WoW noch Geld verdient.
Könnte aber auch daran liegen, dass die Hauptverantwortlichen inzwischen an anderen Projekten arbeiten und daher nicht mehr viel neues für WoW kommt.

Von daher kann ich es ihnen nachsehen wenn sie für IHRE eigene Veranstaltung einen höheren Preis verlangen. Es wird ja keiner gezwungen hinzugehen.

Das nächste Blizz Spiel wird bei mir jedenfalls wieder im Einkaufskorb liegen sofern es über einen vernünftigen Solopart oder zumindest einem kostenlosen Onlinemodus verfügt.
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XeonXeon27.05.2010 21:37
@blacksun84

Aber die Prduktion an SC2 und D3 hat mit dem Erfolg von WoW begonnen. WoW war eben ein rießen Projekt und hat sicher einiges an Geld und Zeit gefressen bevor es sich rentiert hat.

Das SC2 bereits jetzt eine überragende Qualität erreicht hat, sieht man ja im Beta-Test. Ich glaube es gab noch nie einen so problemlosen Betatest wie in SC2. Andere Spieleschmieden hätten schon vor einem Jahr SC2 auf den Markt geworfen.

Man muss kein Fanboy sein um zu sehen, dass Blizzard so einiges richtig macht und genau DAS rechtfertigt ihren Erfolg und nicht die "Zombie-Community". Natürlich kann sich Blizzard einiges erlauben. Die könnten problemlos die Abbogebüren auf 20 Euro anheben oder das BNet kostenpflichtig machen. Würde sicher die wenigsten abschrecken, auch wenns nen rießen Flamewars in den Foren geben würde.

Aber der Punkt ist doch: SIE MACHENS NICHT. Und das ist doch der beste Treuebeweiß an die Fans... also luft anhalten und Qualität konsumieren, so schlimm ist Blizzard noch nicht geworden.
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blacksun8427.05.2010 17:00
@Meiner:
Seien wir ehrlich: Außer WoW erschien in den letzten Jahren nichts von Blizzard. Ob sie alte Qualitäten halten können, sehen wir dann mit SC 2 und D 3.
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R0bs0N27.05.2010 16:31
@ Meinereiner

Muhar... seeeehr seeeehr lange :D

Ich würde mir mehr gedanken um Ubisoft machen :D

@ Topic

Danke für die Glosse deutscher Presse Olnigg ^^
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Meinereiner27.05.2010 16:03
Blizzard... Spiele... ausgereift... selten so gelacht!

Seit da Vivendi drin steckt gehts abwärts, und die "Fusion" mit Activision ist der letzte Nagel im Sarg.

Blizzard lebt noch von seiner großen Vergangenheit, mal sehen wie lange...
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Gonzo27.05.2010 15:15
@ Glosse: rofl das bei der Deutschen Bahn was nicht stimmt habe ich mir schon lange gedacht
@Diskussion
man muss aber auch bedenken das Blizzard durch WoW ein Standbein hat das es erlaubt, andere Spiele wirklich ausgereift auf den Markt zu bringen.
Das heisst sie können es sich leisten fertiggestellte(!) Spiele rauszubringen.
Regt euch nicht auf, ihr müsst es ja nicht kaufen. Die meisten haben mitgemacht WoW grosszumachen, ich zumindest, und es hat Spass gemacht. Ich habe es aber auch nicht übertrieben.
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Waldfee27.05.2010 14:53
Me likes some Blizz-Bashing!
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mithamitha27.05.2010 14:22
Die Erfindung der dpo find ich genial, den Rest wirkt eher wie eine große Menge Drogen in Buchstabenform.
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ZamzamahZamzamah27.05.2010 13:27
Das Problem an dieser "Sekte" ist:

Sie macht einfach qualitativ kaum Fehler.
Dadurch steigt die Nachfrage, wodurch der Preis steigt. Und die Nachfrage ist abartig hoch.

So einfach ist das.
Ich würde auch niemals 150€ für die BlizzCon zahlen, wenn ich für 30€ auf die gamescom kann, wo ich ALLE großen Entwickler hab.
Aber für Fans bleibt es halt interessant ...
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blacksun8427.05.2010 13:19
Muss denn gleich wieder beleidigt werden? Sind Fußballfans hirnverbrannt, wenn sie für eine Dauerkarte 20 €uro mehr bezahlen müssten? Mir geht es auf den Sack, dass bei Computerspielen immer andere einem sagen wollen, wie man selber mit seinem Geld umzugehen hat! Es handelt sich bei all diesen Dingen um freiwillige Sachen, für die jeder selbst verantwortlich ist. Die ganzen Online-Jesuse, Mohammeds oder Robin Hoods sollen ihre Weltverbesserungsader lieber im RL ausleben, da gehen nämlich elementare Dinge in die Binsen.

Ich bezeichne meinen Onkel auch nicht als hirnverbrannten Vollidioten, weil er freiwillig mit seinem tollen Auto Super-Plus tankt. Es ist seine Freizeit und sein Geld, da kann er von mir aus Shell Ultra-Fit für 3 €uro den Liter tanken. Im RL würde wohl keiner gegenüber den Mitmenschen so agieren, aber im Internet kann man sich ja leicht hinter einem Profil verstecken. Wäre die Menschheit so wie die im Internet, dann hätten wir uns schon vor tausend Jahren ausgerottet. Toleranz endet anscheinend beim Einloggen ins Internet.
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FamilionFamilion27.05.2010 13:16
So funktioniert Marktwirtschaft eben, knappe Güter steigen im Preis. Btw, man füge in den ersten Kommentar "Apple" für "Blizzard" ein und man hat ein weiteres Beispiel ;)
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VigarLunarisVigarLunaris27.05.2010 13:14
Braucht die Welt das? Nein :)
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VoodjinVoodjin27.05.2010 12:53
Wie war. BlizzCon Eintrittskarten 25€ teuerer. Der Onlinestream 9€ teuerer. Nächstes Jahr wird das Ticket 180€ kosten und der Onlinestream mit sicherheit 50€. Und warum ist das so? Weil Blizzard sich einfach alles erlauben kann. Den sie haben die hirnverbrannteste Community der Welt. Zombies ist schon eine ziemlich treffende bezeichnung. Wenn Blizzard morgen ins Taschentuch kackt und es als neues AddOn verbreitet, wirds gekauft, solange Blizzard drauf steht. Diese bedienungslose Verehrung ist schon fast unheimlich, wie sone verkackte Sekte. Das gleiche wird auch mit dem offline Auktionshaus sein. Die Leute werden die Fresse halten und zahlen, so einfach ist das.

Und kommt mir jetzt nicht mit "wers sich leisten kann". Leisten könnte ich mir das mit links, aber ich bin damit nicht einvertanden, Jahr für Jahr ein noch höheren Preis für die selbe Leistung zu bezahlen. Oder ist die Tür in Blizzards Partykeller jetzt größer geworden, das es ein Aufschlag von 25€ berechtigt?
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