Wann haben Sie Ihrer Freundin zum letzten Mal einen guten Duft geschenkt? Nein, damit ist nicht gemeint, wann Sie sich zum letzten Mal unter die Dusche gestellt haben. Ich denke da viel mehr an diese Parfümbomben, die bei weiblicher Überdosierung die Fahrstuhlfahrt zum atmungstechnischen Überlebenstraining geraten lassen.
Wenn ein solches Geschenk nicht allzu lange her ist, dann werden Sie sich sicherlich noch an Ihren eignen Gesichtsausdruck erinnern, als Sie erkennen mussten, wie viele Geldscheine Sie damals für Massen an Verpackung und Lupenfutter an Inhalt ausgeben mussten. So etwas nennt man eine Mogelpackung.
Hält man in der Onlinebranche nach Mogelpackungen Ausschau, dann muss man nicht lange suchen. So ziemlich jede Firma hatte schon eine im Programm und viele von uns sind so geil auf, Tschuldigung, so triebhaft verlangend nach einer onlinschen Mogelpackung, dass sie dafür sogar eine Lockerung des Menschenhandelsverbots billigen und nahe Verwandte verkaufen würden. Es ist die Rede von der Open Beta.
Bei einem Bodybuilding-Wettbewerb sollte die Rolle des Haardesigners nicht unterschätzt werden.Beta-Tests sind an sich eine gute Sache. Wurde in der Alpha-Phase und der Closed Beta das Softwaregerüst und das Gameplay gründlich getestet, so fordert die offene Beta Unmengen an Spielern dazu auf, die tief verborgenen Abgründe des Quellcodes und der Konzeptionslücken aufzudecken. Oder sollte man richtiger sagen: „hat aufgefordert“? Heutzutage ist die Open Beta zur Mogelpackung verkommen und wird mehrheitlich als verkaufsfördernde Maßnahme verstanden. Dies sowohl von Seiten der Hersteller als auch der „Tester“. Wer es dieser Tage wagt, einen Beta-Tester mit einem Satz zu konfrontieren, wie zum Beispiel „du bist zum Testen und nicht zum Spielen hier“, der muss über sich mehr Schimpfworttiraden ergehen lassen als ein holländisches Wohnwagengespann auf der linken Autobahnfahrspur.
Betrachtet man zunächst die Entwicklerseite, so fällt auf, dass viele Firmen überhaupt kein Interesse an irgendeiner Art Feedback zu haben scheinen. Gerade in der östlichen Hemisphäre ist es oft Praxis, alle ab der Open Beta erstellten Charaktere bestehen zu lassen und mit dem Release keinen Server Wipe mehr zu verbinden. Wer hier als Spieler noch an Testen denkt, der verzichtet nicht nur freiwillig auf kostenlosen Spielspaß. Er muss zudem auch noch so verrückt sein, bei allzu erfolgreicher Fehlersuche entweder seinen Charakter dauerhaft zu verskillen oder beim Erleiden irgendwelcher Quellcode-Untiefen tagelang auf einen rettenden GM warten zu müssen. Dumm, wer hier das investigative Testabenteuer sucht, anstatt der vollspielenden Masse zu folgen.
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wollen?
denk mal an AION,ab CB4 NUR noch die Vorbesteller
ergo erst cash,dann Bugware daddeln
oh jaaaaaaaaaaaaaaaa
erinnert mich an meine CB auf Aegwynn,als mir armen L52er 6 L60er den Zugang zum Questdung verwehrten ala
ey MANN du kommst hier net rein
war aber echt keine Disco ;)
open Friend : OOOOOhhh WtF bissu hässlich ... :)
Meist sind zu diesem Zeitpunkt noch hardcore engine Fehler im Spiel die 98% der Entwicklerressourcen benötigen und man kann froh sein, wenn das Game überhaupt länger als 5min am Stück läuft.
Ähnlich sieht es mit der pre-start phase aus. Das ist doch nur eingeführt worden weil es Idioten gibt die dafür bezahlen und die peak last vom Server auf zwei Tage aufzuteilenen und trotzdem Schmiert eigentlich immer bei einem Release erst einmal der Login-Server ab, so das man den 1 und 2 Tag meist kaum zu spielen kommt.
Ich habe kein AAA-MMO Start in den letzten 5 Jahren mitgemacht wo nicht in der Beta mehrfach drauf hingewiesen worden ist, dass das Spiel noch 6 monate Entwicklung braucht. Die Hersteller raffen es einfach nicht. Schaut euch Failcom an glaube die halten den Rekord an an verlorenen Abonomenten in den ersten 2 Monaten.
Ich persönlich nutzte die Open-Beta auch nur noch um zu schauen wie schlecht ein Spiel denn nun ist, bevor ich dafür zahlen muss. Hören tut auf Dich als Beta-Tester sowiso kein schwein.
Das hat auf die Qualität eines Spiels und den Langzeitspaß nämlich auch Auswirkungen und lässt sich auch dann grundsätzlich feststellen, wenn viele Betatester keine Bugs reporten.
Aber ich gebe euch Recht, die "Betas" asiatischer Spiele, wo der Shop schon läuft und man in der Beta schon löhnen soll, sind das Hinterletzte. Da passiert ja überhaupt nix mehr dran. Außer Hype.
Gruß Missy
Technisch gesehn war alles mieser, die hohen Telefonrechnungen waren schlimm.
Aber das Gamedesign hat sich in eine leider sehr seichte Richtung entwickelt ...
Der Erfolg damit ist schuld
Zudem, Beta-Tests von heute sind ja mehr oder weniger als kostenlose Werbung gedacht, denn nichts bringt mehr Aufmerksamkeit Mundpropaganda. So haben wir es ja schon ganz massiv bei WAR, Aion und STO erlebt, die allesamt trotz riesiger Vorschußlorbeeren sehr tief gefallen sind.
Das bedeutet im Grunde, traue niemanden, weder der Presse noch den Spielern. Man muß sich selbst ein Bild machen und abwägen, ob man 50 Tacken für ein Softwarekaktus ausgeben will.
Onlinespiele sind leider Massenware geworden, jeder will online sein, jeder kann es sich leisten, online zu sein. Das merkt man, denn nie zuvor war die Qualität so unterirdisch wie heute. Es kann eigentlich nur besser werden, doch Olnigg wird es bestimmt bestätigen. Früher war irgendwie doch alles besser. ;)
Mfg
Zündstoff
Und solange Publisher den letzten, verbuggten und Gestapo-überwachten Dreck tausendfach an den Mann bringen, wird sich an der Politik auch nichts ändern.
Wenn Du sagst, die Betatester wären schlecht und führst als Begründung STO und die offensichtlichen Bugs auf, von denen Du kaum glauben kannst, dass man sie übersehen konnte, dann ist das schon fast ein Widerspruch in sich. Selbstverständlich wurden die Bugs gesehen und gemeldet. Die Beta-Foren waren voll mit qualifizierten Bugmeldungen und auch die Datenbank war prall gefüllt. Es lag ganz sicher nicht an den Betatestern, dass diese Fehler es ins Release geschafft haben.
Bestes Beispiel sind Onlinespiele wie STO, Aion und WAR, die bei Veröffentlichung so voller Bugs waren, daß man kaum glauben kann, daß das alles übersehen wurde. Auch Silent Hunter 5 ist ein Beispiel für schlechte Qualitätssicherung.
Betatester sollten bezahlt werden wie richtige Mitarbeiter, dafür aber auch besser überprüft werden und ein tägliches Spielprotokoll erstellen müssen.
Heutzutage sind Betatest doch nur noch Marketingkampagnen, um möglich per billiger Mund-zu-Mund-Propaganda ein mieses Spielprinzip als super zu verkaufen. Dann werden angeblich geleakte Screenshots und Videos absichtlich vom Hersteller ins Netz gestellt, um das Interesse zu wecken und Pseudo-Preorders angeboten, die ganz tolle Ingame-Items versprechen, wenn man ja der Erste ist, der kauft.
Nach 15 Jahren Online Gaming muß ich sagen, ich glaub' nichts mehr von alledem. MMOGs sind trivialer als jemals zuvor. Allein in Asien folgt ein Grinder dem anderem. Wozu soll ich mich für diesen Schund noch als Betatester hergeben?
Heutige Onlinespiele bedienen nur noch den Massenmarkt, bieten kein Niveau und keine Story, weder Endgame noch echte Neuerungen. Betatest? Nein danke.
Mfg
Zündstoff
Zu dem STO-Screenshot: Witzigerweise ist das ein Bug, der es erst sehr spät überhaupt ins Spiel geschafft hat. Ich meine, das war während der Open Beta. Vorher war dieser Screen vollkommen ok.
Naja, es stimmt halt: Wir Zocker werden immer mehr ausgeschlachtet.
Meine Kristallkugel sagt aber auch voraus, dass es dann wieder mehr Piraterie gibt, was allerdings zu einem Teufelskreis wird.
Der Publisher müsste einfach mal neue Spiele auf 30€ senken, Kopierschutz vernachlässigen, weil der hält keinen Piraten auf und den Schwerpunkt auf Qualität setzen.
Schon hunderte Male durchgekaut das Ganze...
Solange wir brav bezahlen für unseren Content, wird sich da auch nichts ändern...leider