Kennen Sie Sternchen? Nein, ich spreche hier nicht von den Sternchen, die Ihnen vor den Augen rumtanzen nachdem Sie zu Boden gestürzt sind, weil Ihnen dies von einer Überdosis Glühwein so befohlen worden ist. Es geht viel mehr um die Sternchen, die man üblicherweise hinter den Prozentzahlen ungemein verlockender Sparangebote sieht.
Wer kennt sie nicht, die in dünnen Foldern beworbenen Traumrenditezahlen an deren rechten oberen Ecken stets ein kleines Sternchen prangt. Ein Sternchen, welches zu einer extrem abweichenden Botschaft führt, was sich nicht zuletzt in dem rekordverdächtigen Kontrast der jeweiligen Schriftgrößen manifestiert. Denn in winzigsten Buchstaben erfährt man erst hinter einem zweiten Sternchen, welche abstrusen Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der angepriesene Zinsgewinn auf dem Konto überhaupt Einzug halten kann.
Ein solches Bedingungskonstrukt würde zum Beispiel wie folgt lauten: Dem Sparnehmer wird die Vervielfachung des Vermögens garantiert, wenn sich innerhalb eines Jahres der DAX bei gleichzeitiger Verdopplung des Leitzinses halbiert und zugleich der naturbedingte Abbruch des Rentenbezugsrechts einer Erbtante zusätzlichen Geldzufluss gewährleistet.
Nach dieser etwas umfangreicheren Einleitung wenden wir uns der kurz und bündigen Aussage der heutigen Glosse zu:
Dragon Age ist das beste Offlinerollenspiel aller Zeiten und darf als Geschenk unter keinem Weihnachtsbaum fehlen!*
* Als Bewertungsvoraussetzung sind die nachgenannten Kriterien zu beachten.
Legitimationsmarathon* Voraussetzung 1: Der Käufer liebt Modelleisenbahnen und überträgt deren Grundkonzept auf Computerspiele.
Ähnlich wie in Drakensang wird der Held in ein sehr geradliniges Weltendesign geworfen. Gleichsam auf Schienen rollt er von Zone zu Zone und hilft den dortigen Bahnhofsvorstehern bei der Abfertigung der Passagiermobs. Der freie Weltenwandel eines Autofahrers im Oblivion-Stil bleibt dem „Dragon Age“-Lokomotivführer verwehrt. Allerdings gibt es im direkten Vergleich zu Drakensang eine Menge mehr an Weichen. Dragon Age ist also ganz eindeutig der Hauptbahnhof unter all den Abstellgleisen.
Blutspritzer mit Augenfreilassgarantie* Voraussetzung 2: Der Käufer sieht das Brachliegen des menschlichen Denkzentrums als erstrebenswerten Allgemeinzustand an.
Bei einem Spiel, dessen „Easy Mode“ bereits zum Release mit einem Notpatch noch einmal vereinfacht wurde, dürfte die Zielgruppenausrichtung „Konsole“ offensichtlich sein. Wer Dragon Age im einfachen Schwierigkeitsmodus konsumiert, der benötigt hierzu genauso viel strategisches Verständnis wie zum Betätigen eines Lichtschalters. Doch Vorsicht vor der Annahme, dass man in der höchsten Schwierigkeitsstufe namens „Albtraum“ in hochkomplexere Spielsphären aufsteigen könne. Manche Bosskämpfe mögen zwar durchaus den geschickten Einsatz von Gegenständen, Zaubern und programmierbaren Gefährten voraussetzen, aber ansonsten gilt: Wo BioWare die Spielklientel sich im Schlaf ängstlich winden sieht, da denkt der einschlägig gestählte PC-Rollenspieler allerhöchstens ans Einschlafen.
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Wie Schiller schon sagte, der wahre tragische Held ist ein gemischter Charakter. Und so mische ich auch das Spielerlebnis. Wenn ich Urlaub habe zahle ich für WoW, um mir von den ganzen professionellen WoW-Spielern anzuhören, was ich doch für ein übles-Casual-Gamer-Gesocks bin. Und wenn ich keinen Urlaub habe, quatsche ich von meinem Sofa aus in Ferelden wahllos Passanten an und helfe denen dabei ihre Oma über die Straße zu geleiten.
Zumindest kann ich da dann speichern, wenn mein holdes Weib ihren Lockruf sendet.
Und wie des öfteren, (sofern ich mich korrekt erinnere) hast du du dich als großmütiger und toleranter Mensch erwiesen...
Wenn der Rest der Menschheit nur ansatzweise so denken würde wie du,hätten wir den Himmel auf Erden!
Mal sehen wie weit sie das in Final Fantasy XIV ausbauen werden.
Einzig als Zauberer hat man ein bischen Wahlmöglichkeit und die sind sowiso total overpowered vom Klassenkonzept her.
noch ein paar mods oder sonstige kosmetische änderungen und addons und das Spiel ist perfekt, naja eigentlich nciht mir fehlt jetzt schon eine Fortsetzung.
Eigentlich dürfte es kaum noch WoW-Spieler geben...
Doch wieso nur sitze ich immer noch vor WoW und frage mich, war das wirklich schon alles? Nennt mich ruhig einen Pessimisten. Es ist beileibe nicht so, daß ich den vielen Spielen keine Chance gegeben hätte. Und alle hatten ein paar gute Ideen, sicher. Die Zeit der WoW-Clone ist jedoch eindeutig vorbei. Man merkt, wie die Massen sich anderen Welten zuwenden wollen, aber von den Herstellern nur lauwarme Kost serviert bekommen.
Schlechte im Ausland stehende Server, schlechter Support, schlechte Übersetzungen, geklaute Ideen, Grind-Quests, Bot-Invasionen, das alles gab es manchmal in einem einzigen Spiel. Wie soll man da nicht den Glauben verlieren?
Olnigg schreibt von Star Wars. Auch Star Wars wird nicht der heilige Kral sein. Die Grafik ist an das durchschnittliche Clone Wars angelehnt. Von Weltraumflügen & Kämpfen schon lange keine Rede mehr, die Grundessenz eines Weltraumspiels...
Viel Story & Bioware zusammen bedeuten wenig Freiheit, wenig frei erkundbare Areale und jede Menge Zwischensequenzen. Alles Zutaten für ein nettes Soloabenteuer. Doch wie soll daraus ein Onlinespiel werden? Ist es das schon, weil man überhaupt online ist? Wenn es eine Art GW wird, dann will ich das nicht spielen. Schon gar nicht gegen monatliche Gebühren. Hype ist eine zwiespältige Sache.
Die Menschen lassen sich so gerne manipulieren und sich Dinge einreden, die gar nicht vorhanden sind. Am Ende ist Star Wars trotzdem ein Gewinner. Schon jetzt ist das Spiel in der Presse der Hit des Jahres 2010. Nur weil es von Bioware kommt, nur weil es einfach so sein muß, oder?
Leute, ich seh mich 2010 immer noch vor WoW sitzen und warten, Olniggs Glossen lesen und viele Taschentücher zerknüllen. Und nein, ich sitze nicht in Windeln vor meinem Computer. Die Presse ist doof. Doofe Presse, dumme Menschen, dumme Welt.
Automatix
Gegen Instanzen hätte ich ja nichts einzuwenden, zumal es bei dem SWTOR-Konzept mit dem Schwerpunkt Story meiner Meinung nach nicht anders zu lösen wäre. Nur die Größe ist für mich entscheidend :)
Wenn BioWare alle Zonen ebenso klein und zum Teil schlauchartig wie bei DA konzipiert, dann sollten sie nicht nur das MMO aus der Werbung sondern auch die Erwartungshaltung aus der Umsatzprognose nehmen.
Obwohl ein Guild Star Wars wäre auch mal was... ;)
Ich bin fast vom Stuhl gefallen vor Lachen und auch die Bilder sind wieder klasse (das Doppelportrait ist mein Favorit).
Dragon Age ist für mich eher die Enttäuschung des Jahres. Es hätte einfach so viel besser sein können.
Das fängt beim lüberhaupt nicht hilfreichen Support an, geht über die langweilige und wendungsfreie Hauptstory und hört bei der Katastrophe von Toolkit auf.
Allerdings kann ich deine Kritik nicht wirklich nachvollziehen.
Vor allem beim Schwierigkeitsgrad.
Ich spiele es auf Albtraum, habe auch BaldursGate usw. gezockt. Aber zu einfach fand ich es nicht. (Hingegen der Veteranenmodus von CoD:MW2 war wirklich zu einfach!)
Und die Freiheit:
Ja, die hat man nicht, wie in Risen oder Oblivion. Allerdings versucht es das Spiel garnicht. Hier ist eben der Schwerpunkt auf die Interaktion zwischen den NPCs und die Darstellung von diesen.
Jeder Charakter wirkt einfach glaubhaft. Sowas hatte ich das letzte mal bei BGII!
Auf jeden Fall ein würdiger Nachfolger zu Baldurs Gate II, wobei ich allerdings nicht sagen kann, wie das Ende ist, weil ich noch nicht so weit bin.
DLC's gehören verboten und sind Mittel der kapitalistischen AUsbeutung. Früher wars besser, da hatten wir viele DLC's in einem, das nannte sich Addon !
reicht dir das soweit, mitha ? ^^
Werds mir denk ich nun auch mal holen und mir zu Gemüte führen...
Das ist immerhin etwas.
Und man liebt das Spiel oder hasst es oder auch beides zusammen. Die Dialoge gehören zu einem RP dazu und diese sind fantastisch.
Wenn man sich auf eine Liaison einlässt, ist man endgültig dem Spiel verfallen. Auch wenn man sowas vorher als blöd bezeichnet hat, man kann sich tatsächlich in einen NPC verlieben, die Dialoge und Unterhaltungen der Companions machen es möglich.
Nur das Ende.....echt, das Ende ist schrecklich. Ab einem gewissen Zeitpunkt wimmelt es von Logikfehlern und anderen. Hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack.
Vor allem, wenn man als Fan zu hören kriegt (von Bioware) dass man als Spielergruppe zu unbedeutend ist, so dass auch nicht in Erwägung gezogen wird, etwas zu implementieren oder zu ändern.
Evtl hat Olnigg ja auch die Konsolenversion gespielt, da ist der Anspruch = 0.
Und ich vermisse DLC-Kritik, die gibts doch sonst überall...
Besonders Punkt 5 finde ich als Kritik wenig angebracht, zumal in dieser Glosse schon oft genug das Fehlen von gut ausgearbeiteten Dialogen und Story im Allgemeinen bemängelt wurde.
Wo ich zustimmen muss, ist, dass die Geschichte gerne noch etwas epischer hätte sein dürfen. Besonders hätte ich mir ein paar mehr "Träume" gewünscht, die die wachsende Bedrohung realer machen.
Dennoch bin ich beeindruckt, wie gut Dragon Age insgesamt auch hier wegkommt ;)
Ja, unter den Optionen kann man "Erhöhten Gewaltgrad" deaktiviert.
@Pans:
Mag sein, dass du als Veteran eines Baldurs Gate alles beherrschst, aber nicht jeder spielt - wie ich - seit über 10 Jahren RPGs. Durchschnittliche Spieler werden auf Schwer oder Albtraum einiges zu tun haben. Aber ja, natürlich weiß ich auch, dass vor 10 Jahren die RPGs noch besser/schwieriger und die Frauen noch fruchtbarer waren. Damals, im Jahre des Herrn 1999.
Gott sei Dank, ich kann auf einen Redscreen verzichten, Bluescreens beschert uns Windows ja genug.^^
...soll doch bitte WoW spielen.
Ansonsten: Unterhaltsam wie immer.