Dieser Tage erscheint mit „Call of Duty: Modern Warfare 2“ eine weitere Fortsetzung aus Activisions erfolgreicher Serie der Geldscheinernte. Im sechsten Pflichtruf darf der Kugelfetischist erneut multiple Persönlichkeiten mit und ohne Lizenz zum Töten annehmen. Leider kam es im Rahmen dieser gesteuert ablaufenden dissoziativen Identitätsstörung zu einer geringfügigen Irritation.
An allem ist der Flughafen schuld. Genauer gesagt sind es ein paar Terroristen in deren Begleitung man dafür sorgt, ein umfassendes Nachtflugverbot auch am Tage durchzusetzen. Dass dieses Ziel, wie in Egoshootern allgemein üblich, einzig unter Zuhilfenahme langläufiger Lebensabwinker geschieht, dürfte heutzutage allerhöchstens noch weltfremde Abteivorsteher verwundern. Was hingegen erstaunt, ist die Vehemenz mit der sich selbst ernannte Betroffene über die Opfer des Vorgehens echauffieren.
Zentraler Streitpunkt ist die reihenweise Hinrichtung harmloser Fluggäste. So ist ein Drittel der Menschheit erzürnt über das in ihren Augen sinnlose Hinmetzeln wehrloser Passagiere. Das zweite Drittel entsetzt sich über die Entsetzten und verweist nicht ganz unberechtigt auf die Tatsache einer dem alles Rechnung tragenden Altersfreigabe ab 18 Jahre hin. Das letzte Drittel der Erdbewohner flucht über die Firma Activision, die den beanstandeten Bereich in vorauseilendem Gehorsam zwar entschärft, aber dies dann der Fanschaft nicht mitgeteilt hatte, weil der Publisher zwischenzeitlich selbst nicht mehr glauben konnte, dass er ein solcher Waschlappen gewesen ist. Allseitige Beißwut also, wie sie ein in einen Zwinger voller Bullterrier geworfener Knochen nicht besser anrichten könnte.
Human Domino DayDamit sich der Leser selbst ein Bild über den Grausamkeitsgrad machen kann, seien an dieser Stelle YouTube und die Suchbegriffe „Duty Flughafen“ genannt. Wer befürchtet, nach deren Eingabe von einer Flut von Werbefilmen über den zollfreien Warenverkauf überschüttet zu werden, der sei beruhigt. Das Suchergebnis klärt in zahlenmäßiger Lawinendosierung selbst die Jüngsten unter den Minderjährigen darüber auf, was wir Erwachsene zur Bewahrung unseres Seelenheils niemals machen dürfen: das virtuelle Erschießen von Unschuldigen.
Kingdoms of Amalur: ReckoningXBox 360, PS3, PC: 10.2.2012 Vorschau lesen
The Darkness 2XBox 360, PC, PS3: 10.2.2012 Vorschau lesen
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
Ich hab die Flughafenszene in der Uncutversion auch gespielt, und ja, ich bin durchaus in der Lage zwischen Realität und Pixelbrei zu unterscheiden. Und ich kann auch das Gedöns um diese Szene keinesfalls verstehen.
Das Spiel ist ab 18, genauso wie zb der Film Cabin Fever. In diesem Film wird einer jungen Frau mit einem Gewehrkolben das Gesicht zu Brei geschlagen, hat aber eine Freigabe bekommen. Und COD6 musste zensiert werden, weil Pixelbrei auf Pixelbrei schiesst? Lachhaft.
Genauso wie die ganze Zensurpolitik. Dieser hirnlose Schwachsinn kostet in Deutschland Arbeitsplätze und bringt absolut null. In Zeiten des Schengener Abkommens kann jeder 12 Jährige jeden Horrofilm und jedes Uncutspiel ohne Altersnachweis über Össiland oder tomiland beziehen, während die deutschen Versionen wie Blei in den Regalen liegen bleiben.
Es müsste bei unserer politischen Klasse mal die Erkenntnis reifen, das sie nicht den Auftrag haben und auch nicht haben können, Erwachsene vor bestimmter Erwachsenenunterhaltung zu schützen.
Wie auch immer man diese fünf Minuten Spielegeschichte (in die das Level schon lange eingegangen ist) auch bewerten mag, ich bin mir absolut sicher, dass sie nicht für den (weiteren) Verfall der westlichen Wertegemeinschaft verantwortlich zeichnen. Gibt es jemanden der ernsthaft glaubt dass ein Spieler nach dieser Szene hingeht und sich denkt "Hey, ich glaub ich mach das auch mal."? Wenn ja hat besagter Gläubiger mehr Angst als Verstand.
Nebebei bemerkt hat das Level auch eine recht gesellschaftskritische Komponente. Es spielt mit dem Prinzip der "False Flag"-Operationen, welche hier doppelt und dreifach ineinander verwoben scheinen und die anfängliche Intention des Undercover Agenten wird durch sein Handeln während der Mission und sein tragisches Ableben an deren Ende pervertiert, was man auch als Hinweis auf die negativen Aspekte von - Moral und Gesetz missachtende - Geheimdienstpraktiken verstehen kann.
Verwunderlich erscheint mir an der Diskussion nur, dass nicht das System kritisiert wird, welchem Unmoral von vorneherein immanent ist (Kapitalismus), sondern nur ein Symptom desselben in der Form eines Stück Softwares, das dabei sogar noch die negativsten Auswüchse unserer Gesellschaft in schockierender Weise vor Augen führt.
Grüße und solche Sachen
Tsimmi
James Bon hatte das noch nicht aber wie wäre es mit Sleeper Cell? AM Ende der 2. Staffel ermordet der Agent sogar die Frau eines Terroristen um sich zu rächen.
"Man kann ja doch zwischen virtuellem und realem unterscheiden." -> Warum dann nicht gleich virtuelle Kinderpornographie oder den Lagerkommandant spielen, oder ist das dann doch etwa zu viel des Guten? Gibt es vielleicht doch das virtuelle Böse?
Oder: "Wir liefern nur was die Leute wollen, sonst macht das eh ein anderer." -> Natürlich zählen hier nur die Käufer und Negativstimmen aus der Gesellschaft sind ja nur Störenfriede, die sich nicht einmischen sollen. Negativstimmen sind also kein echtes "was die Leute wollen", da wundert es kaum, dass das Produkt nur gewünschtes enthält. So bastelt sich man schnell seine eigene Statistik zur Moral die man gerne begründen möchte.
Oder: "Wir sind verwantwortungsvoll und halten uns ans Gesetz." -> Aber interessieren uns nur für die Kohle. Und die fliesst maximal bei maximaler Gewalt, Sex und bei jugendlichen Käufern. Bei Sex wird im engl. Hauptmarkt zu hart durchgegriffen (komisch, da gibt es gar keine Killersexdebatte) und ein echtes Erwachsenenspiel bedeutet Werbeverbot und damit das Ende. Also Fokus auf Jugend, rein mit der Gewalt und Erwachsenenthemen, dann soviel wieder raus, dass man vermarkten darf. Die zu jungen Jugendlichen besorgen sich nach der Werbemaschinerie und der Mundpropaganda der älteren Jugendlichen sich das Produkt eh über diverse Kanäle. Das geht wie beim Alkohol und im Forum zu FSK18 Spielen redet man dan mit 12jährigen, solange man sich an die Forenregeln hält und keine Erwachsenenwörter in den Mund nimmt.
Traurig nur das es keine echte Erwachsenenzielgruppe für die Spieleindustrie zu geben scheint bei all den Uncuts für die pseudo-FSK18-Produkte. Aber wie soll das auch bei einem Werbeverbot funktionieren?
In einer der vergangenen Glossen forderte ein Leser dazu auf, mehr deutsche Spiele zu kaufen. Und indirekt hat er damit sogar recht. Weshalb sollte man EA noch in irgendeiner Weise unterstützen und deren Spiele kaufen, wenn man die perverse Firmenpolitik dieses Unternehmens kennt? Klar hat EA gute Titel im Programm, aber kann man in einem solchen Fall die Moral gänzlich ausblenden? Geht es immer nur ums Sparen und Habenwollen, sofort und gleich? Egal, welche Firma dahinter steht?
EA wird nicht untergehen. Der Fall EA ist eher eine Warnung an alle kleineren Entwickler, auf ihre Finanzen zu achten und sich nicht von EA schlucken zu lassen. Denn am Ende ist man mit einer Pleite sogar besser dran, als am Mitleidstropf von EA zu hängen.
Kauft mehr deutsche Spiele von deutschen Entwicklern! EA go home! ;)
L.G.
Qjelt Johansson
Als Pausenfüller empfehle ich die 228 meiner Homepage.
Ihr dürft mich ab jetzt hassen.
"Wenn ich durch dieses Level gehe und mit ansehen muss, wie wehrlose Zivilsten getötet werden und ich fühle mich dabei /danach so richtig schlecht, muss ich sagen, wow, klasse, alles richtig gemacht"
GameOne Radaktion
...und abschließend zu CoD6. Wahnsinn, wer den Singleplayer durchhat wird mir warhscheinlich beipflichten wenn ich sage, absolut Genial! Das bis dato beste Singleplayer Erlebniss ever und ja ich habe Half Life gespielt, aber so unglaub packend und gut inszeniert war kein HL (meine sichtweise) Ich habe Blockbuster im Kino gesehen die an den SP von COD6 nicht mal annähernd rangekommen sind. Ein Film zum spielen.
Well - CIA Undercover Mission - unterwandern, der Terrorist erkennt dies und nutzt dies um seinen Krieg ins Rollen zu bringen. Akzeptabel es so darzustellen und ich denke auch deswegen hat es diese Altersfreigabe erhalten und konnte so bestehen.
Wie schon gesagt - Legitim - in diesem Storygefüge.
Lasst es euch einfach von einem gesagt sein, der Krieg hinter sich hat und damit ist nicht der virutelle gemeint.
ich habe die szene selbst auch gespielt und fand sie ziemlich gruselig. vor allen die langsame, fast beiläufige gangart der terroristen. allerdings fand ich bei MW 1 die szene am anfang, in der man erst durch die stadt kutschiert und dann exekutiert, auch recht krass. oder den atombombenabwurf.
als spieler finde ich es recht spannend, wenn ich mit szenen konfrontiert werde, die mich zum nachdenken bringen. ob die szene jetzt gut ist oder nicht, geschmacklos, eine grenze überschreitet, möchte ich nicht beurteilen. fakt ist, sie ist im spiel drin und wir müssen uns damit auseinandersetzen.
ich liebe es, mich in ein spiel reinzuversenken. überrascht zu werden. in die story hineingezogen. ich kann mit so ziemlich allem umgehen, was ich in spielen sehe. die szene am flughafen ist sicherlich kein highlight, an das man gerne zurückdenkt. wer so empfindet sollte evt. mal zum arzt gehen. dennoch: die übertriebene aufregung um 5 minuten virtuelles geballer nervt mich mittlerweile.
Ich bin nicht der Ansicht, dass wir moralische Verantwortung allein in Kundenhände legen sollten. Wenn das funktionieren würde, bräuchten wir ja gar keine Gesetze mehr. Leider sind wir Menschen in der Masse ein verwahrlostes, unzivilisiertes, furchtbares Geschöpf und nach unserer eigenen Einschätzung völlig unmenschlich, lustig wie sich "Menschlichkeit" dann definiert - nach allem was der Mensch naturgemäß nicht ist... Brecht sagt: "erst kommt das Fressen, dann die Moral" etc.
Ich würde mich freuen wenn in der Spieleentwicklung etwas mehr Gehirnschmalz investiert werden würde um zu unterhalten, als nur über Extrema und Schockeffekte zu verkaufen. Klar bei Shootern ist das schon etwas kniffliger und differenzierter zu sehen... es geht halt ums Ballern... allerdings war da Half-Life "geballer" schon einiges innovativer als einfach nur unglaubliche Grausamkeiten darzustellen oder aus dem aktuellen Zeitgeschehen heraus (Terrorismus etc.) auszulooten wo die moralische Grenze einer Gesellschaft ist und diese ggf. etwas zu versetzen.
Talk-shows, Dschungle-Camp etc. wunderbar aber wenn man die Unterhaltungsmedien machen lassen würde, dann hätten wir bald wieder Arenakämpfe auf Leben und Tod... Da muss man sich schon fragen, wo wollen wir hin und was können wir auch als profitorientiertes Unternehmen dazu beitragen - was ist unser Leitbild. Ich bin ebenfalls in der Softwarebranche und wir haben in unseren Unternehmensgrundsätzen jegliche Zusammenarbeit mit der Rüstungsindustrie ausgeschloßen obgleich es da (leider) jede Menge Kohle für uns und unsere Dienstleisungen gäbe. Ob das jetzt mit meinen persönlichen Ansichten übereinstimmt oder nicht sei mal dahingestellt... ich wollte nur ein Beispiel dafür geben, dass man nicht immer alles tun muß um wirtschaften zu können, sondern sich tatsächlich auch ethische und moralische Überlegungen aus unternehmerischer Sicht leisten kann.
Drok
Mein Fehler das nächstemal werd ich mich besser informieren.
@Topic
Was mir zwischenzeitig eingefallen ist. In Modern Warfare 1 hat man gleich in der ersten Mission Seeleute im schlaf erschossen. Warum gab es da keinen so riesen Aufschrei? Achja man war ja einer dieser edlen SAS-Agenten die dürfen natürlich unbewaffnete im Schlaf hinrichten. Aber wenn man als Terrorist unbewaffnete erschiesst ist das natürlich moralisch verwerflich.
@Alegis
Warum ergibt das keinen Sinn wenn ein Undercovermann mitmacht? Vielleicht will er ja an die Hintermänner. Ein Drogenpolizist wird auch nicht beim ersten Anzeichen von Verbrechen seine Maske fallen lassen. Sondern erst wenn er möglichst viele des kompletten Drogenrings erwischt.
Nun gehen wir diese Situation mal durch. Es ist eine intial Mission um einen Krieg herauf zu beschwören. Jemand der einen Krieg möchte, nimmt zivile Verluste in Kauf.
Dieses Massaker in Kombination mit der Story ist ein Start in die Storyline und wäre, aller wahrscheinlichkeit nach, wirklich ein Grund für einen Krieg und könnte dann in Folge dessen den Kriegsakt rechtfertigen.
Das dafür polygonmodelle ohne Bewaffnung fallen müssen ist für mich kein Problem. Es ist ein Spiel, ist es ist eine Fiktion.
Im Prinzip ist es sogar egal ob diese Figuren nun nakt dargestellt werden, als Kindfigur oder Schwangere.
Das Problem ist der Faktor Mensch der das dann bewertet und sagt "OH NOOO" .... aber wenn wir dann in einem Hollywoodstreifen ein Massaker mit ansehen ist es in Ordnung? Hmmm nunja ... Inglorius Bastards und Co.? Mean Guns? ... Hmmm nunja ....
Der Shooter ist gelungen soweit ich das in den Bewertungen ersehen kann, es kann vernüftigt Tatktiert werden und mit einem grossem Waffenarsenal in den darauf folgenden Krieg gezogen werden.
Somit erfüllt er, was er erfüllen sollte. Diese Diskussion hier wird, wie viele andere ebenso, irgendwann Vergangenheit sein und man regt sich dann wieder über eine Lesbenalienszene in Mass Effect 2 auf.
Das ist eben das Problem der Menschen - Masken ! - anstatt ehrlich zu sagen und zu zeigen das man ein Raubtier ist.
Andererseits sind wir auch ein Unternehmen mit Mitarbeitern und vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Banken. Obwohl wir immer sorgsam abwägen, was im Interesse der Spielerschaft sein könnte, wird es immer eine Gruppe geben, die genau das Gegenteil von dem empfinden, was der Masse gefällt.
Auch für uns gibt es keine uneingeschränkten Freiheiten, denn allein die vielen unterschiedlichen Gesetze in den europäischen Nachbarländern können eine Veröffentlichung zum bürokratischen Hürdenlauf machen. Wie die meisten Entwickler haben wir natürlich einen Rechtsexperten in beratender Funktion. Außerdem verfügen wir über einen Diplompsychologen.
Wir glauben, das ein Spiel ein Erlebnis für den Kunden sein muß und wenn wir nicht solch ein Spiel anbieten, wird es ein anderer tun. Gleichwohl wir versuchen, uns immer unserer Verantwortung gegenüber jüngeren Spielern bewußt zu sein, sind wir auch eine Firma mit Verantwortung für ihre Mitarbeiter und deren Arbeitsplatz.
Es ist ein wahrlich schmaler Grat, auf dem wir manchmal wandern. Doch Moral fängt nicht bei uns an, sondern beim Kunden zu Hause, der selbst für sein Tun und Handeln verantwortlich ist.
Gladius
Sicher wird nur produziert was Abnehmer findet und verkauft wird. Aber darf darum gleich alles produziert/verkauft werden was auch Abnehmer findet? Mir fallen da ganz gruselige Dinge ein die absolute Kassenschlager wären...
Drok
Es wird nichts programmiert, was keinen Erfolg verspricht. Heutzutage kosten Neuentwicklungen Millionen, verbunden mit einem sehr hohem wirtschaftlichen Risiko. Die Banken gewähren auf Jahre hinweg Kredite im voraus, doch das Geld wollen die irgendwann auch wieder haben.
Dazu das Marketing, die Mitarbeiter, die Miete für Büroräume und Co, glaubt Ihr, da würde es Sinn machen, noch einen bedeutendes Risiko einzugehen, in dem man Nischenprodukte ins Händlerregal stellt? Allein unsere Marktforschungsstudie (meines Arbeitgebers) hat uns 70000 Euro gekostet, die Anwerbephase für geeignetes Personal noch mal fast das Gleiche, ohne das überhaupt eine Zeile programmiert wurde.
In diesen Dimensionen kann man sich keine Fehlentwicklungen leisten, sonst steht man schneller beim Arbeitsamt, als man denkt. Titel wie GTA sind Kassenschlager geworden, weil sie kompromisslos das verkörpern, was die Leute wollen. Keine Zwänge, keine Regeln. Ein Spiel, in dem es nur um Blümchenpflücken geht, kauft keiner. Macht keinen Sinn, sowas zu programmieren, auch wenn es noch so schöne aussehe. Blut und Spiele, das wollen die Leute.
Früher hatten wir mal einen Shooter im Programmn, für den wir extra das Blut gegen Maschinenöl austauschen mussten und die Gegner gegen Roboter ersetzen, damit wir es überhaupt verkaufen durften. Das blieb natürlich liegen, weil die amerikanische Version Uncut war mit allen Details.
Wenn Ihr als Kunde sowas nicht wollt, dann lasst die Spiele im Regal liegen. Aber die Verkaufszahlen in bezug auf COD 2 sprechen eine deutliche Sprache. Da können die Medien noch so sehr mit dem moralischen Zeigefinger wettern, ohne diese Art Spiele würde doch niemand diese Zeitschriften kaufen! Oder glaubt Ihr, Gamestar lebt allein von Abogebühren? Die Zeit ist vorbei. Ohne unsere Großanzeigen würden die auch schon alle beim Arbeitsamt vorstellig werden.
Das ist die Wahrheit. Nur die wollt Ihr ja nicht hören.
Gladius
Das passiert wenn du die Seite im zuvor schon offenen Fenster neu lädst, irgendwie postet dann ein Cookie deinen Text nochmal. Schliessen und wieder neu öffnen schafft Abhilfe.
Traurig, sowas. Intelligente Problemlösung sieht anders aus. Man könnte ja auch einfach mal miteinander reden... aber das ist sicher nicht so cool, wie sich als Einmannarmee durch einen Menschenhaufen zu ballern.
Man kann sowas nicht beschönigen oder rechtfertigen. Denn wo ist der Unterschied zur Realität? Der "Vorgang" ist immer der Gleiche, das Ergebnis auch. Ist eine gedachte Tat weniger verwerflich, als eine tatsächlich ausgeführte?
Im Krieg werden keine Fragen gestellt, sondern die Antworten im TV von dümmlichen Moderatoren zuschauergerecht vergoldet, besonders Amerika ist in dieser Hinsicht Spitzenreiter.
Wir können noch so lange weiter diskutieren, in der Zwischenzeit steht mit absoluter Gewißheit schon der nächste Shooter im Regal. Arme, dumme Medienwelt...
Automatix
Einerseits geht man allgemein davon aus, dass die Natur nicht nach irgendwelchen moralischen Prinzipien handelt, andererseits sind in dem Film wahrscheinlich eh wieder genau diese Menschen daran Schuld, dass es diese Katastrophe gibt. Durch Umweltverschmutzung usw. .
Einen Vergleich würde ich eher mit Saw ziehen.
Eine Frage hätte ich an die, die MW2 gespielt haben: Welchen Sinn/Zweck hat dieser Undercover-Einsatz? Ich weiß, dass dadurch laut Plot ein Krieg beginnt, aber welchen Zweck hatte dieser Einsatz. Sicher nicht den, den Krieg anzufangen.
Einerseits geht man allgemein davon aus, dass die Natur nicht nach irgendwelchen moralischen Prinzipien handelt, andererseits sind in dem Film wahrscheinlich eh wieder genau diese Menschen daran Schuld, dass es diese Katastrophe gibt. Durch Umweltverschmutzung usw. .
Einen Vergleich würde ich eher mit Saw ziehen.
Eine Frage hätte ich an die, die MW2 gespielt haben: Welchen Sinn/Zweck hat dieser Undercover-Einsatz? Ich weiß, dass dadurch laut Plot ein Krieg beginnt, aber welchen Zweck hatte dieser Einsatz. Sicher nicht den, den Krieg anzufangen.
Einerseits geht man allgemein davon aus, dass die Natur nicht nach irgendwelchen moralischen Prinzipien handelt, andererseits sind in dem Film wahrscheinlich eh wieder genau diese Menschen daran Schuld, dass es diese Katastrophe gibt. Durch Umweltverschmutzung usw. .
Einen Vergleich würde ich eher mit Saw ziehen.
Eine Frage hätte ich an die, die MW2 gespielt haben: Welchen Sinn/Zweck hat dieser Undercover-Einsatz? Ich weiß, dass dadurch laut Plot ein Krieg beginnt, aber welchen Zweck hatte dieser Einsatz. Sicher nicht den, den Krieg anzufangen.
Ich verharmlose diese szene keinesfalls, aber man kann sie auch nicht als realistisch oder verherrlichend bezeichnen da sie kaum den wahren schrecken einer solchen handlung wiedergibt.
Sie ist nur mittel zum zweck.
Solche Spiele sind nichts anderes als Filme in den man selbst mitspielen kann.
Niemand kann aufzählen wieviele unschuldige Opfer es in Filmen bisher gab, aber sobald es in einem Spiel mal etwas härter zugeht ist das geschrei groß.
An alle Kritiker, meldet euch doch einfach bei der Bundeswehr oder sonstwo und lasst euch in die diversen Krisengebiete schicken, oder stellt euch auf die Straße und passt auf eure mitmenschen auf, denn wenn ihr das alles wirklich so schrecklich findet könnt ihr dort mal wirklich etwas gegen solche gräueltaten unternehmen!
Diesen ganzen mist in foren oder wo auch immer zu kommentieren und irgendwelche Spielehersteller, oder eben die Spieler, dafür zu diskriminieren was für Handlungen sie in ihren spielen inszenieren obwohl sie niemals den ganzen schrecken zeigen und schon garnicht die ursache dafür sind, ist einfach heuchlerisch!
Es gibt echt schlimmeres als das und irgendwo ist es doch ziehmlich kleinlich sich über solche kleinen lapalien aufzuregen.
Diese ganzen berichte und diskussionen über "Killerspiele" und den ganzen mist ist doch riesen quatsch, völlig sinnlos und lenkt die aufmerksamkeit in die völlig falsche richtung.
Aber das wahre grauen bleibt weiterhin unbeachtet und wird nur hier und dort mal von den medien aufgegriffen, nur diese Killerdingsda debatte ist weiterhin ein heiß diskutiertes Thema!
Irgendwo läuft hier was ganz ganz falsch!
Das klingt jetzt aber komisch. Wenn es also Iraker oder irgendwelche Afghanen wären, ist es dann vertretbar? Nur, weil jemand Unrecht tut, darf man Gleiches nicht mit Gleichem vergelten. Das steht schon in er Bibel. Oder anders formuliert, rechtfertigt ein difuser Grund auch wirklich alle Mittel? Auch die Tötung? Da bin ich aber ganz arg am Zweifeln.
Zyniker
Soweit ich das sehe besitzt dieser level einfach keinen tieferen sinn als Zivilisten.... ich korrigiere, Pixel zu schlachten.
Und das ein Undercover agent lustig mit mordet ergibt noch weniger sinn. Der Sinn von Undercover agenten wäre doch die Terroristen aufzuhalten und nicht die eigenen Leute zu welchen zu machen.
@Gast Du verwechselst da was. Das problem für viele ist eher, das du eben alles AUSSER Amerikanern tötest.
Sorry @ Ah ich meinte Gast mit seinem Kommentar.
Endlich mal jemand der diese Scheinheilige Mediendisskusion aufs Korn nimmt. Ich muss nicht erwähnen wieviele Zivilisten in Emmerichs neuem Streifen umkommen....
Ausserdem, wird so oft geschrieben das diese Mission so derartig unnötig wäre. Öhhm, wegen dieser Mission fängt der Krieg zwischen Russland und den USA überhaupt erst an, sprich ohne diese Mission macht der Rest des Spiels garkeinen Sinn. Würde man es nur am Rand erwähnen, ja wtf. dann können wir bald auch wieder mit Lego spielen...
@Ah
Nein, in der Mission werden nur Russen getötet.
Danke, Olnigg!
Zyniker
Allerdings ist die Frage nach der moralischen oder ethischen Schmerzgrenze einer Gesellschaft nicht damit beantwortet, dass sie eben sehr abhängig von den Mitgliedern dieser (sozialen, religiösen oder sonstwie imprägnierten...) Gesellschaft ist, ja sogar individuell massiv Unterschiede aufweisen kann.
Der Grund warum wir nicht pausenlos unseren untermenschlichen Bedürfnissen nachgehen ist eben, dass wir Normen und Werte (Moralvorstellungen...) ÜBER die Zwänge einer staatlichen Ordnung hinaus eingerichtet haben. Dass diese Werte und Normen generell immer kritisch bewertet werden müssen steht auch ausser Frage. Aber deshalb zu postulieren "everything goes" ist meiner Meinung nach noch gewagter (ist ja ab 18 bla bla bla, wers nicht mag guckt halt weg bla bla). Immerhin werden besagte Normen und Werte tendenziell in den letzten Jahrzenten ohnehin zunehmend abgeschafft oder mit Füßen getreten.
Wir wollen doch nicht das jeder jedem ständig entweder an den Kragen oder gleich an die ganze Wäsche geht... eine Weltwirtschaftskrise auf Grund fehlender Moralvorstellung von führenden Entscheidern reicht doch schon...
Euer konservativer Drok
@ nobbie "Call of Mutti" - da habe ich herzlich gelacht!!! :)
Mittlerweile ist die Sache eigentlich saukomisch. Ihr wollt zwischen Film und Spiel am Liebsten himmelweite Unterschiede in Granit meißeln. Und plötzlich ist es Euch andererseits nicht mehr zu peinlich, gleichsam Soldaten und Aliens sowie Erschießung und Kindesmisshandlung auf dasselbe Level zu heben und als völlig identisch verkaufen zu wollen. Ja, wer solche Argumentationen führt _ist_ scheinheilig.
Olnigg hat selber Spiele beispielhaft als Belege der Scheinheiligkeit genannt - und da hat er die wirklich krassen Sachen wie ausnahmslos alle GTAs oder Modern Warfare 1 sogar verschwiegen.
Man muss das Thema "virtuelle Tötung von Menschen" weder gut finden noch verteidigen, aber man sollte sich in seinem Standpunkt nicht selber widersprechen.
Was die angebliche Sinnlosigkeit der Gewalt angeht ist es mir inzwischen auch zu müßig, Kreti und Pleti darauf hinzuweisen, daß man vielleicht mal das tun sollte, was auch die BPjM tut: Inhalte in ihrem Kontext bewerten.
Neben einem hervorragenden Antikriegsspiel hat IW vor allem eines geschafft, wofür man der Schmiede und dem Titel eigentlich auf ewig dankbar sein sollte: Sie haben es geschafft, wieder einmal zu zeigen, was der Mensch als solcher für ein idiot ist. Eigentlich ist das Satire pur, auch ohne Olniggs treffend bissigen Kommentar.
Letztendlich gehts es darum, zu Metzeln, so bitter das klingen mag. Nur hat der geneigte Spieler einen Grund dazu, dann Metzelt es sich gleich noch schöner. Besonders doppelzynisch ist jedoch, wenn am Ende einer Testzeitschrift dann eine "Spielspaßwertung" auftaucht.
Spielspaß... wie kann man bei sowas überhaupt davon reden, ohne vor Schamesröte vor dem Spiegel rot anzulaufen?
Mir ist das alles zu wider geworden. Die Diskussion; sinnlos ist sie eh, bewirkt aber auch gar nichts. Die Leute haben aufgrund der Tatsache das Spiel trotzdem gekauft, millionenfach.
Ich bin enttäuscht. Irgendwie von der Menschheit, den Medien, den Entwicklern. Wo ist nur die schöne Nintendozeit hin, als man sich noch freute, wie ein kleiner Klempner gegen Steine sprang und dabei Pilze rausfielen? Je realistischer die Grafik wird, je mehr die Spieler diesen Mist kaufen, je mehr entfernen sich diese Produkte vom eigentlichem Sinn: dem Spiel.
Automatix
es ist doch ein leichter Hoffnungsschimmer, wenn man auch mal Artikel ohne vermeintliche Pflichtbetroffenheit zum Thema lesen darf. Das lässt die naive Hoffnung zu, dass _doch_ nicht alle Menschen heuchlerische Wimpelschwenker sind.
Schade nur, daß der Rest Ihrer an der MW2-Berichterstattung teilnehmenden Kollegen da zu den von Ihnen genannten Scheinheiligen zu gehören scheinen.