Olniggs Glosse – Kolumne

Ausgabe 21: Nachruf für den Aufruf

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10. Februar 2009 12:00 Uhr

Kennen Sie den Kölner Aufruf? Nein? Dann werden wir das jetzt ändern.
Der Kölner Aufruf ist eine im Dezember 2008 gestartete Unterschriftensammlung, in denen die Unterzeichner der Sorge Ausdruck verleihen, dass die in Computerspielen erlebte Gewalt den Jugendlichen seelisch schaden könnte. Jetzt werden Sie sagen „Warum störst du Arsch mich beim Dauermetzeln? Diese Vorwürfe kommen doch so regelmäßig vor wie die Sicherheitslücken in Betriebssystemen.“ Doch leider ist dem nicht so, da der Kölner Aufruf in Sachen Ursachenforschung völlig neubizarre Wege geht.

Das Erste, was beim K.A. (nicht keine Ahnung sondern Kölner Aufruf) auffällt, ist sein Letztes in Form der Erstunterzeichner, die ihren Schwerpunkt aus der Masse akademischer Würdenträgern rekrutiert. Hier finden sich die üblichen Verdächtigen der Unsere-Forschungsarbeit-ist-die-einzig-Wahre-Verfechter gekrönt von unser aller obersten Sittenwächter Prof. Dr. Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Ein Schelm, wer sich angesichts dieser Professorenschwemme an die Folgezeit der „68er“ zurückerinnert, in der das Gros der damals an den Universitäten Studierenden das Recht zum umfassenden Drogenmissbrauch als gesellschaftspolitisches Emanzipationsgebaren einforderte.

Doch zurück zum Recht auf Fehler unserer heutigen Jugend, die gemäß dem K.A. von 5- bis zu 25-Jährigen pauschalisierend in einen Topf geworfen werden darf. Der interessante und sehr neue Grundtenor ist die unterstellte Verknüpfung von Killerspielen und Armee. So sei das alleinige Ziel der Killerspielverbreitung die vorausschauende Konditionierung der Jugend auf den Militärbeitritt und der anschließenden Zivilisten und ab und zu Soldatenschlachterei. Ein sehr gewagte These in Anbetracht der Tatsache, dass in Deutschland den kumuliert 8 Millionen Kriegsdienstleistenden über 3 Millionen anerkannte Kriegsdienstverweigerer entgegenstehen. Was ist hierzulande nur falsch gelaufen? Haben fast 40 Prozent der Jungs etwa zeitlebens mit Puppen gespielt? Und warum hat man als zusätzlichen Schuldigen nicht die böse mediale Beeinflussung durch kriegstreiberische Elemente in den Landesrundfunkanstalten und deren regelmäßigen Nachrichtenbeiträge mit Anzahlnennung und Detaildarstellung von Kriegsopfern miterwähnt?

Neben der Anwerbung von übrigens freiwillig das eigene Überleben unterordnendem Menschenmaterial für unsere Hindukuschambitionen sieht der K.A. noch weitere Gründe für die Massenverbreitung von Killersoftware: Die finanzielle Gier der Spieleindustrie, die finanzielle Förderung durch die Bundesregierung und der Schaffung entsprechender Hochschulstudiengängen, welche der Erstellung weiterer Meuchelmörderbytes Vorschub leisten.
Zu Zeiten, in denen in Folge der Unersättlichkeit internationaler Bankenchefs und nimmersatter Provisionsjunkies die Anzahl der sicheren Arbeitsplätze so rasch schmilzt wie ein Iglu nach seiner Errichtung an einem Karibikstrand, werden den wenigen noch boomenden Industriezweigen plötzlich ihre marktstabilisierenden Umsatzziele vorgeworfen.
Doch es kommt noch besser.

Kommentare 41
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GegenSchwimmer15.06.2009 10:46
Olla,
Hier geht es um Spiele. Nicht um das Leben.
Eine solche Diskussion ist der Hohn. Wenn wer was bewegen will, dann doch für die reale Welt. Und jetzt kommt blos nicht mit dem Schwachsinn, das mit den Computerspielen alles angefangen hat, oder die Menscheit negativ beeinflusst.

Wenn ihr etwas bewirken wollt, dann polt die Macher, Obrigkeiten, Prinzen und Prinzessinnen um. Gemeint sind die korrupten, machtgieriegen, profilierungsgeilen Großkotze, die nur um sich zu bereichern ihre Mitmenschen auf der Welt versklaven, ausnutzen, ausrauben und umbringen.

Seine Energie für oder wider Spiele aufzubrauchen, ist so hirnlos und vergeudet. Die wichtigen Dinge sind nicht auf dem Monitor, sondern im Leben zu finden.

Geht mal Minen sammeln in Somalia. Da ist so ein Spiel wie FarCry2 nichts, was vergleichbar wäre mit der Realität.

Ich hasse solche sinnlosen Diskussionen und werde diesen Ort für immer verlassen, aber das musste mal gesagt werden, über was für Schwachsinnigkeiten die Menschen sich ihre Köpfe zerbrechen.

Nicht reden, tuen!
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Krul17.02.2009 16:12
aber Tellerminen können z.B. nicht durch Einzelpersonen ausgelöst werden

Erzähl das mal den Bauern. Mit Fahrzeugen. Die dann schön dabei verrecken.
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ZachridZachrid15.02.2009 18:52
Was will man machen? Es zählt heutzutage scheinbar viel mehr der Anschein, sich für 'irgendwas' sozial einzusetzen, anstatt dass man mal darüber nachdenkt was wirklich wichtig ist und danach handelt.

Der schöne Schein glänzt gleich viel heller, wenn man sich auf voller Linie gegen 'gewaltverherrlichende' PC-Spiele mit einer 'Dagegen'-Haltung ausspricht, anstatt gegen die aufgeführten Anti-Fahrzeugminen. Wen interessiert auch bitte der deutsche Waffenexport? Würden die deutschen Kriegswaffen offen durch die Innenstädte zu den Verladehäfen gefahren, gäbe es sicher dutzende Petitionen dagegen.

Es ist viel einfacher und nahe liegender, dass zu nehmen was man in den eigenen Kinderzimmern sieht anzuprangern. Und es ist viel leichter andere anzuprangern, als einen selbst. Es ist viel leichter zu verbieten, als sich damit auseinander zusetzen. ...es ist viel leichter zu verbieten als sich mit seinen Kindern auseinanderzusetzen.
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Cijj15.02.2009 18:45
Mir ist gerade die Kinnlade gerutscht als ich ernsthafte Versuche hier gefunden habe eine polemisch-überspitzte Glosse auf Faktenreichtum zu überprüfen.
Wurde hier mal gelesen wie Olnigg sonst schreibt? Da fasse ich mir gepflegt an den Kopf.

Wer hier eine faktenbasierte Widerlegung erwartet hat, hatte wohl keine Ahnung. Es war doch vorrauszusehen das amüsant zu lesende Punkte kommen und keine mit Literaturquellen belegte Auseinandernahme des Kölner Aufrufes.

Herrlich. Realsatire vom Feinsten, erst die Glosse und dann die Reaktionen darauf.
Spätestens bei der Diskussion zu den Tellerminen habe ich in meinem Zimmer nach Kameras gesucht.
Banalitätenballet.
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joe209joe20914.02.2009 15:38
Ok guild wars, hast ja recht.
Ausserdem geht es ja nicht nur um Gewalt in den Spielen, ich mein damit nicht nur die Gewalt macht den Spass aus. Eine Geschichte ist immer gut oder eine authentische Spielwelt, siehe Farcry 2. Dort stimmt einfach die Atmosphäre, genau wie bei Dead space, einfach ein klasse spiel super inszeniert. Und sowas wäre gecuttet echter scheiß.

Als negativbeispiel dient Age of Conan, die haben ausser dem stimmungsvollen Tortage nix was packt, die Quests sind öde kill mal das kill mal jenes, ohne groß eine Geschichte zu erzählen. Nur auf Gewalt und Sex aus, und hat denen ja nix gebracht..
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Guild wars junkie13.02.2009 18:53
Ich kann nicht behaupten, in der Thematik drin zu stecken, aber ich möchte den film "zeitgeist addendum" (google video) aus verschiedenen Gründen empfehlen; erstens wird hier erklärt, dass es keine (zb. gewalttätige) menschliche Natur gibt, sondern nur menschliches Verhalten, welches von der umgebenden Welt beeinflusst wird.
Was umgibt uns? Nennen wir es kurz Raubtierkapitalismus. ganze länder werden korruptiert und geplündert, im Falle Irak wurde eben unter (vorher schon angeprangerten!) falschen Vorwänden einmarschiert. Wikipedia: "Bekenntnisse eines Economic Hit Man". Man kann sich vorstellen, dass in unserer werten Weltelite ein entsprechend militaristisches Weltbild herrscht, und das propagieren sie natürlich gerne. Der Feind (Terrorist) ist überall, man muss uns schützen, selbst die Jobsuche verkommt zum "Kampf" gegen die zahlreichen Mitbewerber. Dabei will ein Großteil der Menschen doch eigentlich in einer schönen Welt leben, in der keiner Angst haben muss, oder? Aber Krieg, moderne Sklaverei und Welthunger werden als traurige Realität hingestellt, dabei werden sie aus Profitgier künstlich aufrecht erhalten.
Ein Teil des Klischees "Mann" besteht doch darin, die "richtigen" Spiele zu spielen, sprich töten und kämpfen, genauso wie in der harten Welt da draussen. Aber wer will die? Ich nicht. Unbewusst erschaffene Denkmuster lassen uns alternative Spielideen als kindisch bewerten, (zumindest ein Teil der Comunity) die Kids wollen Action. Survival of the fittest, und wenn du Mitleid zeigst, verlierst du. Wer von euch zögert bei Counterstrike, wenn er hinter dem Gegner steht? Die meisten sicher nur, um auf ihr Messer zu wechseln. Das ist die Propaganda. Ja, ich spiele, aber das vorherrschende Grundprinzip "gewinne durch töten, sei der Beste" geht mir immer öfter gegen den Strich.
Denn Wettbewerb führt am Ende dazu, dass nur der Erste sich freut. Und ich werde nie der Erste sein; gegen die vielen Dauerspieler hab ich einfach keine Chance, was einen deprimierenden Unterton erzeugt.

Nachricht an Joe209: Kennst du den Ausspruch Julius Caesars "Teile und herrsche"? Hetze die Leute gegeneinander, und sie lassen dich in Ruhe deine Macht ausüben. Kurzick und Luxon,, Allianz und Horde, Fußball ist ein Paradebeispiel, Rechts gegen Links... da sollte man drüber stehen, indem man sich informiert. Und genau das ist meiner Meinung nach der HauptSinn eines Kommentars (wenn leute die Glosse und Diskussion loben, lese ich das natürlich auch gern;). Du dagegen sprichst von der sinnlosigkeit einer Diskussion, die meist eh zu nix führt. Bedenke, dass es Menschen gibt, die sich den Standpunkt des anderen anhören, und eine gemeinsame Problemlösung anstreben. Einfach dagegen sein -ich bitte dich. Ich will Menschen bereichern, nicht überzeugen. Und Spass beim posten hab ich natürlich wie sau^^

Fazit zum Thema mediale Gewalt: Ich empfinde den Kampf gegen ("gegen"! ich leide bei diesem Wort!) Killerspiele als fehlplatziert. Lieber sollte man sich für die Beendigung der echten Kriege dieser Welt einsetzen, denn dann würden Egoshooter etc. ihren Realitätsanpruch verlieren. Sicher, das ist eine "moralische Wunschvorstellung", und je mehr Menschen sie teilen, desto eher wird sie Wirklichkeit.
Als kurzfristige Lösung empfehle ich die Vorbildfunktion (kein fernsehen, kein spielen), und dem Kind die Vorteile von Gemeinschaft und Miteinander beizubringen. Es sollte die Fähigkeit erlangen, glücklich zu sein, ohne andere im Wettkampf ausstechen zu müssen. Dann braucht es sich auch keine Bestätigung im Spiel holen, indem es Horden von Feinden metzelt, die das Kind durch ihre Niederlage zum Sieger erklären.

Mögen wir voll Tatkraft und Zuversicht den Augenblick nutzen, den Spielekonsum auf ein gesundes Maß beschränken, und wer weiß, vieleicht sind wir ja eines Tages derart mit den echten Kämpfen beschäftigt, dass wir unser Abo kündigen.
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joe209joe20913.02.2009 08:47
Naja, das sobald das Thema 'mediale Gewalt' aufgegriffen wird, führt es zu hitzigen Diskussionen, die meist zu eh nix führen. Die einen mögen es, die anderen verachten es.

Überzeugen kann man eh keine der beiden Seiten, also einfach Spass haben am posten :-)
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Drok12.02.2009 17:16
Guten Tag allerseits!

Was für eine wundervolle Glosse und was für eine wunderbare Diskussion! Manche Kommentare hier verleihen dieser Seite (ebenso wie die Glosse selbst) eine Qualität der die ständigen, nervtötenden, animierten, erbärmlichen Werbeeinblendungen leider nicht gerecht werden...

Zu meiner Meinung: Gewalt und deren Darstellung sind seit Menschen begonnen haben zu kommunizieren und darzustellen genauso Bestandteil der menschlichen Natur wie des Menschen Handeln selbst. Ein folgerichtiges Abbild könnte man sagen. Das diese Darstellung in Zusammenhang mit Interaktion in der Neuzeit (was die Medien betrifft) eine neue Qualität erreicht hat ist unumstritten und nicht nur bedingt diskussionsfähig. Auf Basis einer moralischen Wunschvorstellung zu postulieren, dass wir diese festen Bestandteile der menschliche Natur (auch in ihren plastischen Äußerungen/Darstellungen) ablegen, ändert den Menschen nicht und ist somit obsolet.

Ich denke dennoch wir brauchen diese Diskussion... wobei wir froh sein sollten, keine realen Gemetzel zu genießen sondern nur virtuelle. Obwohl... BigBrother und Dschungelcamp hätten noch flächendeckendere Einschaltquoten wenn es dort wirklich um überleben bzw. zwischenmenschliche Extremsituationen inkl. Gliedmaßenverlust etc. ginge...

Drok
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schergenmeister12.02.2009 13:58
Die Glosse ist so gut wie immer, aber die Kommentare sind so richtig geil!

Einen großen Dank an Glockenturm und Co. die mir soeben meinen Tag versüßt haben...

(Shit, hoffentlich krieg ich das fette Grinsen aus dem Gesicht, wenn mein Boss gleich ins Büro kommt...^^)
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joe209joe20912.02.2009 12:18
Und wenn man sich mal diese Liebesschnulzfilme anschaut, sind diese auch nicht besser. Da wird betrogen und gelogen..

Auch das dicke Märchenbuch 'Bibel' handelt nur von Krieg, Mord, Eifersucht und ist das meistgekaufte Buch.

@Glocke:
Und in deinen Rollenspielen geht es auch um Krieg, Mord u.s.w.
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SpiderSpider12.02.2009 10:51
Meiner Meinung nach liefert die Spieleindustrie, oder die Autoren oder der Tatort eben in der Tat das was wir haben wollen, im Prinzip gehts hier also einfach um Angebot und Nachfrage und die Nachfrage ist ohne Zweifel vorhanden. Nicht umsonst geht es in gefühlten 70-80% der ernsthaften Spiele (quasi ohne Causal-Games) irgendwo ums töten, egal ob Strategiespiel oder Shooter.
Der Vergleich mit den Gladiatoren is gar nich so schlecht, es liegt wohl in der Natur des Menschen. Nur: All das am Computer ist natürlich rein virtuell. Wenn wir das also tatsächlich als Menschen haben wollen, sind Spiele/Filme/Bücher wohl eindeutig die beste Möglichkeit das zu bekommen oder nicht?
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hagbard12.02.2009 03:18
Die fakturellen Schwächen dieser Glosse einmal bei Seite schiebend, bleibt mir kurz und bündig nur folgendes zu sagen:

Traurig, aber wahr...
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Glockensturm12.02.2009 00:56
*bimmel*
Ich muss mich doch noch einmal hier äußern. Im Kölner Aufruf geht es allgemein gesagt darum, daß man seelische Veränderungen an Killerspielspielern beobachtet und meint, daß daran die Industrie und das Militär schuld wären.

Falsch!

Weder das Militär noch die Industrie wirkt doch irgendwelche Kaufzwänge auf die Konsumwilligen. Die Ironie ist doch, daß sich die Leute diese Spiele sogar freiwillig (!) kaufen. Und wenn sie es nicht kaufen können, raubkopieren. Hier muss doch gar keiner überredet werden, sich Halo 3, Far Cry & Co. zu kaufen, die Leute holen sich das, was sie wollen.

Das ist der Denkfehler an diesem ganzem Aufruf. Man ist über das Ergebnis; seelenlose Kinderzombies, enttäuscht und entsetzt. Aber die Lösung wird sicher nicht mit einem Verbot gefunden werden. Früher war der Alkohol auch mal verboten. Und der Kaffee ebenso... sogar Bier brauen und trinken war mal verboten.

Was hat's gebracht? Nichts. Verbote machen Verbotenes nur lukrativer und reizvoller. Um Aufklärung wird man nicht herum kommen. Aber klärt die vielen Wissenschaftler auf, die dort alle unterschrieben haben?
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Schniefnase11.02.2009 22:40
@Olnigg-Leser,

Du bist lustig, wenn Du von Qualität sprichst. Wir sind hier auf Gamona. Das ist wie, als würde man beim Bäcker nach 'ner Schubkarre fragen. G a m o n a... wer hier nach Qualität sucht, hat sich einer Lebensaufgabe aufgebürdet, die auch tatsächlich bis zum Lebensende (oder wahlweise bis zur Ehe) anhält.

Olnigg schreibt hier nur rein, weil man ihn wahrscheinlich dazu zwang und zwar mit 'nem vorgehaltenem Darkfall Online Lebensabo. Ne, ne.... da hätte ich hier auch unterschrieben.

Ich glaube, als Nächstes erwartet den geneigten Leser eine Glosse über das Inhaltsverzeichnis der Anleitung zu Darkfall Online und die Folgen, welch kyrillische Buchstaben für die Nudelindustrie haben, geschweige denn für 17-jährige, heranwachsende Pre-Erwachsene von vietnamesischen Zuwanderern.

Alternativ kann man auch die Rückseite der Filtertütenpackung lesen, wenn man sich Kaffee macht. Oder man läßt es einfach, einen Unterschied wird man nicht festellen, geschweige denn den allwöchentlichen Buchstabensalat vermissen, der sich Glosse nennt.

Hauptsache, Gamona hat seinen Artikel. Um was es geht, ist doch egal, so lange die Kundschaft mal für zwei Sekunden von den Erotikseiten abgelenkt wird. Amen.
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Olnigg-Leser11.02.2009 21:38
Eines muss man dem Olnigg lassen:
Auch wenn die Artikel nicht immer dem gewünschtem Qualitätsmaße entsprechen, so sind die Vorschaugrafiken auf der Gamona-Hauptseite doch immer recht hübsch gemacht. :-)
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Kaladrius11.02.2009 20:46
"Einige scheinen wirklich nicht zu verstehen, was eine Glosse ist... "

Ein Glosse ist überspitzt formuliert, falsche Fakten haben in einer Glosse trotzdem nichts zu suchen.
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MgA_LokiMgA_Loki11.02.2009 18:45
Einige scheinen wirklich nicht zu verstehen, was eine Glosse ist...

Ich für meinen Teil finde sie jedenfalls gut gelungen.

Und nochmal an die ernsthaft-diskutierenden:
Der K.A. hat mit Jugendschutz nichts mehr zu tun, er will diese Spiele insgesamt verbieten.
Und selbst wenn man davon ausgeht, dass dieser Schritt notwendig ist, dann sind die Begründungen immer noch realitätsfern.
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Glockensturm11.02.2009 18:04
@Joe209

Es IST auch nicht normal. Ich werde nie verstehen, was Konsumenten dazu bringt, sich Filme anzuschauen, wo die Leute reihenweise sterben. Und wozu senden die ach so tollen Öffentlich-Rechtlichen einen Tatort nach dem Anderem, wo es doch nur immer ums Gleiche geht: Jemand stirbt. Und wieso handeln so viele Bücher um Tote? Und wieso muss es in Spielen auch noch darum gehen?

Man hat fast das Gefühl, die Zuschauer/Leser/Spieler können nur noch unterhalten werden, wenn jemand stirbt. Das erinnert mich irgendwie an die Römerzeit. Hauptsache, die Gladiatoren hauen sich die Rübe ein, ist doch egal, wie die heißen.

Außerdem hast Du mich nicht verstanden. Es gibt Menschen, die können auch nach dem Spielen eines sogenannten Killerspiels noch normal sein. Aber es gibt auch Personen, die ihren Helden im Spiel nacheifern wollen oder sei es, weil sie andere Probleme haben.

Das es den Kölner Aufruf gibt, ist ein Zeichen, dass manchen Menschen ihre Mitmenschen nicht egal sind oder was sie machen. Darum geht es, es darf einem nicht egal sein. Das die Umsetzung und der Inhalt des Aufrufs nicht hundertprozent koscher ist, stelle ich hier nicht in Frage.

Aber das überhaupt etwas geschieht, das sehe ich positiv.
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Joe20911.02.2009 17:00
@blacksun:
Du sagst es..
@Glocke:
Es ist in meinen Augen nicht normal, Achtung: Es als nicht normal zu erachten wenn Leute Ihrem Hobby nachgehen wie Lesen von King Romanen, schauen von Zombie, Kriegsfilmen und spielen von Shootern
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blacksun8411.02.2009 15:57
@Glocke:
Und in der Mehrheit der Filme im Fernsehen geht es auch ums Töten und in Büchern ist es meistens genauso. Natürlich sollte ein 8 jähriger kein FC 2 spielen, aber zuallererst sollten die Eltern ihre Kinder gefälligst erziehen und nicht durch eigene Unfähgikeit nach dem Staat rufen.
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Kraehe11.02.2009 15:48
Das ist eine Glosse, keine Berichterstattung. Natürlich überzieht Ollnig, soll ja witzig zum lesen sein. Quasi Wahrer Kern und einfach rundherum aufgebauscht und ausgeschmückt ^^
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SpiderSpider11.02.2009 12:04
Leute...
Es mag zwar ein ernsteres Thema sein, aber es ist trotzdem noch eine Glosse... bin sehr überrascht, dass hier irgendwelche Aussagen von Olnigg tatsächlich auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden... Sowohl das mit den 68er als auch mit den Minen und der Hälte die nur fie gefühlte Hälfte zu sein scheint ist doch völlig normal...
Ich sags gerne nochmal: Das soll kein Artikel oder redaktioneller Beitrag zum K.A. sein sondern trotz allem eine Glosse... Ihr versteht schon, Übertreibung und so Sachen...
Das hier jetzt tatsächlich über das Für und Wieder von Minen(!) diskutiert wird, finde ich schon sehr seltsam
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Glockensturm11.02.2009 11:15
*bimmel*

Guten Morgen,

zuerst einmal meinen Respekt davor, so ein derart ernstes Thema in eine Glosse zu verpacken, noch dazu auf Gamona. Ganz schön mutig. ;) Ich wollte gestern noch nichts darauf antworten, aber heute habe ich den ersten Schock verdaut.

Ich selbst sehe ich mich da irgendwie zwischen den Fronten. Einerseits bin ich als Computerspieler jemand, der sich direkt angesprochen fühlt. Seit 1990 bin ich dabei, von Nintendo über Amiga bis zum PC hatte ich alles und spiele auch recht viel. Allerdings haben es mir Rollenspiele angetan, Shooter spiele ich eher gelegentlich.

Was mich persönlich immer störte, das die meisten Spiele darauf setzten, das Töten des Gegners als die einzige Lösung zum Vorankommen im Spiel angeboten haben. Lieber wäre es mir; besonders auch in aktuellen Onlinespielen, dass es auch gewaltfreie (Stichwort: Diplomatie) Lösungswege geben würde. Doch nun zum Punkt, es läßt sich nicht von der Hand weisen, dass ausgerechnet in Computerspielen viel getötet wird, wobei es auch Ausnahmen gibt.

Es ist in meinen Augen nicht normal, ein... ACHTUNG: Spiel... zu kaufen, worin die Hauptbeschäftigung darin besteht, Leute umzuschießen. Der Tod wird in diesen Spielen verharmlost, da die Toten nach kurzer Zeit verschwinden oder; wenn man selbst stirbt, einfach den Spielstand von Neuem lädt. Der Tod ist in der Realität von bitterer Endgültigkeit und sollte in Spielen nicht die Naivität von Kleinkindern ansprechen, die denken: Ach, macht doch nichts, sind doch nur Pixelhaufen. Wobei heutzutage die Grafik z. B. in GTA 4 sehr realistisch wirkt.

Von daher stimme ich dem Grundtenor zu, daß es eine Initiave geben muß, die Verantwortung gegenüber der Jugend zeigt, ohne mit Verboten um sich zu werfen. Das Zauberwort heißt Aufklärung.

Aber diese Aufklärung muß in beide Richtungen gehen. In die Richtung der Medien, damit sie begreifen, das Egoshooterspieler nicht automatisch potenzielle Gewalttäter sind, aber auch in Richtung der Eltern, denen man die Verantwortung mittels sinnloser Regeln nicht abnehmen darf, selbst erzieherisch auf die Kinder einzugehen.

Gerade die Kindheit sind die prägensten Jahre, die man nicht leichtfertig damit verschwenden sollte, die Kinder mit DVDs und Spielen "abzufüttern", damit die lieben Eltern ihre Ruhe haben.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, daß mich diese Glosse sehr zum Nachdenken gebracht hat und dafür noch einmal herzlichen Dank, Olnigg.

Ich wünsche gute Besserung,

Glockensturm
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Eto11.02.2009 06:23
@Graugon

"zB habe ich von Völkermord in FarCry2 gehört,"
Ich hab auch gehört das mein Nachbar nen Alien im Keller hat :P
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Eto11.02.2009 06:20
Achja immerwider zum lachen ^^ es ist einfach göttlich :D
Sehr gut geschriebener Text, kann Olniggs da nur zustimmen.
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