Da staunte ich nicht schlecht, als ich letzte Woche eine sehr ungewöhnliche Nachricht in meinem E-Mailfach vorfand. Bei näherer Betrachtung stellte sich diese vermeintliche Kontaktaufnahme überraschenderweise als ein Irrläufer heraus. Augenscheinlich wollte da jemand einem noch ganz anderen jemand etwas mitteilen und hatte im Eifer des Geschehens den Adressaten verwechselt. Da ich ob des sehr brisanten Inhaltes der Meinung bin, dass die Öffentlichkeit ein Anrecht auf Kenntnis hat, will ich im Folgenden den recht aufschlussreichen Inhalt veröffentlichen.
Vollzugsmeldung
Vollzugsmeldung Detektei Klick & Scroll
Sehr geehrter Herr Capron,
hiermit schließen wir unsere Tätigkeit bei der Firma Spellborn International Ltd. ab. Die von uns im Untergrund vorgenommenen Tätigkeiten führten hinsichtlich der von Ihnen gewünschten Zielsetzung, eine massenhafte Verbreitung des potenziellen Konkurrenzproduktes „The Chronicles of Spellborn“ bereits im Ansatz zu verhindern, zu einem vollen Erfolg.
Den Umfang unserer Sabotagearbeiten skizzieren wir wie folgt:
Durch die vehemente Einflussnahme eines von uns eingeschleusten Agenten konnten wir nahezu das komplette Konzept der Charaktergenerierung nach unseren Wünschen gestalten und das Wort Hässlichkeit Programm werden lassen. So erinnert alleine schon die Rassenauswahl an die sprichwörtliche Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Ebenso haben die verfügbaren Charakterstaturen mit einem realistischen Körpermodell absolut nichts mehr gemeinsam. Die Stichworte Hungersnot und Hängebauchschwein sollten Hinweis genug sein.
Weiter gelang es uns dank beibehaltener Grafikbausteine der seinerzeit ebenfalls von uns erfolgreich hintertriebenen Spiele „Asherons Call 2“ und „Ryzom“, jegliche Identifikationsmöglichkeit des Spielers mit seinem Avatar im Keim zu ersticken. Die wenigen Menschen, die trotzdem noch Spaß an den Hinterhuffüßen, Tattooorgien und Gummigelenken ihrer Charaktere finden, dürften basierend auf einem psychisch bereits vorgeschädigten Lebensweg ohnehin alsbald nur noch eingeschränkt über Abonnementzahlungskraft und Freiheit verfügen.
Besonderen Stolz legt die Detektei Klick & Scroll auf das durchgedrückte Item-Konzept. Dank eines, zu einem exzessiven Lebensstil neigenden und um dessen Finanzierung besorgten, Chefdesigners konnten wir ein besonders effektives Erfolgstorpedo platzieren:
Mit der Charaktergenerierung bekommt der Spieler jedwede waffen- und rüstungstechnische Gestaltungsfreiheit. So ist also die Erstellung eines Doppelaxt tragenden Zauberers oder generell eines Newbiecharakters im goldglänzenden Endspieldesign kein Problem. Dies dürfte vor allem klassische Rollenspieler dermaßen befremden, dass eine weitere Limitierung des Interessentenkreises garantiert werden kann. Hierdurch erschütterten wir zwei klassische Grundpfeiler eines erfolgreichen Onlinespiels: Die grafische Darstellung erreichter Ingameziele ist ebenso unmöglich geworden wie die optische Einschätzung der jeweiligen Mitspieler anhand deren äußeren Erscheinung. Spaß hat hier nur noch der chronische Verlierer.
Kingdoms of Amalur: ReckoningXBox 360, PS3, PC: 10.2.2012 Vorschau lesen
The Darkness 2XBox 360, PC, PS3: 10.2.2012 Vorschau lesen
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
"Von Spellborn kenne ich neben wenigen screenshots nur die durchweg miesen Bewertungen, womit meiner Meinung nach die Kritik von Olnigg irgendwo schon berechtigt ist."
Besser ist die Qualität der Spielekommentare selten veranschaulicht worden.
Ansonsten passt sich der gute Olnigg offenbar dem Niveau der Leserschaft an.
Ich hätte da ja ein schon seit längerer Zeit bestehendes mmorpg was das System, das viele endgültig überfordert, schon lange nutzt.
Spellborn hat eben KEINE 180 ° Wende hingelegt, sondern nur ein paar neue Dinge eingebracht.
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Zum Thema Fehlinterpretation:
Eher weniger. Ich mochte eigentlich die Artikel hier immer.
Einen großen Teil der kommentierten Spiele hatte / habe ich selbst und konnte immer schmunzeln, weil im Kern die Ironie gerechtfertigt war.
Aber die Kurzartikel haben schon lange stetig an Niveau verloren und hier scheint man irgendwo auf dem Weg vergessen zu haben, dass man nicht sinnlos einfach alles am Spiel bashen sollte (denn als dieses liest es sich hier).
Ich hoffe, dass der Autor wieder ein paar der früheren Artikel verfasst als dieses lieblose Kurzzeugs hier.
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PS: hornedry, der Lieblingstroll ist da :D
Man mag Olniggs Art zu schreiben mögen oder nicht... aber man sollte es nicht kopieren, erst recht nicht wenn man keinen Duden zur Hand hat. *nochmalaugenroll*
Die Glosse ist lutsig und grösstenteils gut geschrieben, nur manche Sätze muss man 4 mal lesen damit man sie versteht. An den Reaktionen einiger MMO Spieler hier sieht man auch dass sie kritisch genug geschrieben wurde. :P
Aber ich warte trotzdem noch auf eine Olnigg Glosse zum Thema WotLK...
Merke: Innovation nicht falsch, solange nicht zuviel.
Keine weiteren Frage, euer Ehren.
"Rollenspiel durch Itemsammelwut? Ahja."
Natürlich, das sind die Legionäre des L33d, und das sind keine von anderen erdachten und in endlosem Grind erspielten Builds von Items, sondern Uniformen der Uberness.
Die natürlich auch nach Spellborn migrieren werden, aber als Geheimagenten gibt es für den Auftrag natürlich keine Uniformpflicht.
Mal ehrlich: Ich mochte Spellborn, aber Pi mal Daumen genau so viel zu verlangen wie der dreibuchstabige Juggernaut, da muß ich hornedry2k zustimmen, ist etwas übertrieben.
Aber ich mag die Marketing-Strategie: "Klein kleckern, klein klotzen", statt "klein kleckern, großkotzen".
P.S.: Ich glaub es sind die Wortspiele, die diesmal etwas zahmer/seltener fallen. An Gift, Galle und Ironie fehlt es ja nicht.
Und da seh ich keinen Grund zu widersprechen.
Hab das Spiel gespielt und das einzige was den Begriff "innovativ" verdient hatte, war das meiner Ansicht nach auf die ersten Blicke grenzgeniale Kampfsystem.
Und dafür soll Olnigg dieses Spiel nun hochjubeln?
Rüstungen und Waffen ohne Attribute sind nich innovativ, sondern einfach nur dumm wenn man keinen gleichwertigen Motivationsersatz anbietet oder generell GANZ andere Wege geht.
Über Magier in dicken Kettenrüstungen etc brauchen wir ja garnicht zu reden, da sträuben sich die Nackenhaare.
Grafisch zumeist absolut bezaubernd, sind die Pflanzentexturen in dem Aussenareal aber so schlimm gewesen, das es den Resteindruck sehr erfolgreich torpedieren konnte, usw.usf.
Zum Schreibstil der Glosse:
Ein ganz normaler Olnigg wie man ihn schon oft zuvor las.
Die Kritik die hier kommt ist doch ziemlich unverhältnismäßig. Ich kann mir das nur durch gekränkte Spielerseelen erklären, deren große Hoffnung hier mit Füßen getreten wurde.
Also Olnigg, die Gefrusteten ignorieren und mit Spass an der Sache bleiben, gibt mit Sicherheit viel mehr Leute die diese Glosse schätzen als die paar Stinkstiefel hier.
Spellborn mag ich auch gern, fehlt halt noch viel, mal sehen, was draus wird. Spellborn ist zumindest das erste von etwa zwei Dutzend MMORPGs, wo mir das Kämpfen einfach nur Spass macht, weil es nicht ganz so stuipde ist als normalerweise in derlei Games.
Rollenspiel durch Itemsammelwut? Ahja.
Zu träge für ein Kampfsystem fern des *drück Knöpfchen 1 und dann 2 und dann..*?
Es stimmt wohl, dass noch so einiges fehlt und so einiges nicht funktioniert, aber das hier hat die Qualität von Rollenspielbewertungen auf 4Players.
Nämlich keine.
Sinnfreies Gebashe, dem mittlerweile sogar der Witz fehlt.
Es gab mal Zeiten, wo die Artikel amüsant waren und im Kern gerechtfertigte Fehler aufs Korn nahmen.
Lang ist's her... *seufz*
WOW-Einheitsbrei kann und will ich einfach nicht mehr sehen :P
dass der skilldeck bei spellborn für den herrn olnigg evlt überfordernd ist... tja... das mag schon sein, wenn er nur die 25raids kennt, wo er mit einer hand die tasten 1-10 drückt und mit der anderen nach der wahrheit in der nase sucht... tja da muss man schon etwas mehr engagement reinstecken ;) was andere punkte betrifft da muss sich jeder wohl selber ein bild davon machen... es entweder mögen, oder hassen es ist reine geschmackssache.
Vor ein paar Jahren war es mehr oder weniger noch ein Privileg, online zu spielen. Ich rede von der Zeit, als es noch keine Telefon-Flatrates etc. gab und die Telefonrechnung noch gedruckt in dicken Umschlägen nach Hause kam. Deshalb war es auch etwas Besonders, überhaupt ein MMO zu spielen.
Denkt mal an DAoC. Wer das damals gespielt hat; von Anfang an, der fühlte sich schon etwas besonders. Die Community war damals auch anders, die Leute waren oft älter und reifer. Auch, wenn DAoC nicht perfekt war, konnte es begeistern.
Heute ist die Erwartungshaltung der Spieler gestiegen. Jeder will ein Spiel, was PVE, PVP, super Endcontent und tolle Grafik bietet. Nur das macht es für die Entwickler nicht leichter. Spellborn wollte neue Wege einschlagen, z. B. beim K(r)ampfsystem und ist gescheitert an ganz anderen Dingen.
Das Scheitern von Spellborn zeigt aber auch, dass es für die Industrie immer schwerer wird, die Erwartungshaltung der Spieler zu erfüllen. Deshalb gehen die Hersteller keine Risiken mehr ein und bringen eigentlich immer das selbe Spiel wieder raus, alles WoW-Klone. Das betrübt mich. Spellborn hatte seine Chance. Nur mit dessen Scheitern zeigt es anderen Spieleschmieden, dass man besser keine Risiken mehr eingeht.
Und das bedeutet am Ende für uns alle, das wir uns an breite Massenkost wie WAR und WoW wohl gewöhnen müssen. Und das ist eigentlich Traurige an der ganzen Sache.
Glockensturm
Man mag bei Spellborn Gründe und Hintergründe finden wie man will, und die mögen auch alle ihre Berechtigung haben. Allein bleibt: die Umsetzung ist nicht gelungen.
Es reicht nunmal nicht ein innovatives Konzept zu haben, und auch in Teilen zu realisieren. Das Konzept muss ansprechend vermittelt sein, und gerade bei "Neuerungen" muss man seine Kundschaft an die Hand nehmen um ihr zu zeigen: so geht das hier bei uns.
Spellborn hat mich in den 2 Stündchen die ich dort verbrachte in keinem Punkt überzeugt. Weder im Ambiente, in der Spielmechanik, der Geschichte oder dem Nebenher.
Innovation allein kann kein Maßstab sein. Sie sollte zumindest den Eindruck einer halbwegs professionellen Umsetzung machen. Und Spellborn wirkte auf mich nicht einmal professionell gedacht.
Olnigg schreibt viel... mir vergeht nach einigen Zeilen immer die Lust weiter zu lesen, denn auf die ein zwei (gute Lacher) kann ich verzichten,w enn ich dafür nen halben Roman lesen muss ;)
Nach dem Warum fragt jedoch niemand. Warum ist Spellborn so schlecht geworden? Warum sind die guten Ideen so schlecht umgesetzt worden? Wo ist die Euphorie hin, die es zu Anfang noch gab? Olnigg hat uns das nicht erklärt. Olnigg hat gemeckert, zu recht.
Deshalb jedoch auch mein Zwispalt. Denn ein wenig ungerecht ist die Verurteilung des Spieles schon. Es fehlte schlicht am Geld, der Publisher schrammte haarscharf an der Pleite vorbei und jetzt fließt das letzte bisschen Kapital in Richtung Runes of Magic. Was nur so erfolgreich ist, weil es so stark von Warcraft abgekupfert, besonders, was die Grafik anbetrifft.
Das bedeutet eigentlich, die Leute wollen kein anders Spiel, sondern ein etwas anderes WoW. Deshalb hatte Spellborn nie eine Chance. Jetzt kann man nur noch warten, ein paar Jahre vielleicht, bis ein wirklich inovatives Spielkonzept folgt. Kotor Online wird es sicher nicht sein, auch nicht WoW 2.
Es wird ganz sicher so unbekannt sein, dass selbst Olnigg es nicht finden wird. ;)
Glockensturm
Ich hoffe, die Verständlichkeit späterer Glossen entspricht in etwa dem Niveau, wie es hier vorhanden ist.
Das Kampfsystem an sich fand ich gut, endlich mal strategisches Denken statt Dauergeklicke, nur wurde das mit dem Shooteranteil so dermaßen anstrengend und verkam damit zur reinsten Fingerakrobatik.
Die Grafik ist stimmig, das Konzept innovativ. Das Spiel ist eins von denen, von denen ich irgendwann sagen werde: Es hatte wirklich Potenzial.
Hab ich auch von Dark and Light gedacht und wir alle wissen was daraus wurde.
Ich spiele ja auch kein Spellborn sondern bin zur Zeit mit WoW, dem Konsens schlechthin, beschäftigt, aber seine Berechtigung hat das sehr wohl und da gibts nix dran schlechtzureden.
Gruß Missy
scheint auch nur die kopie der eig. gamona kritik zu dem spiel zu sein, naja +rumgesabbel halt.
Alles ist Geschmackssache ^^
Das ist der Stil, den ich so lieben gelernt habe^^
Mehr davon!
TCoS hatte gute Ideen und hat nichts realisiert - wer das Kampf-UI für innovativ hält, sollte die Drogen absetzen *fg*.
Ein Spiel wird durch den Inhalt komplex, nicht durch eine untaugliche Steuerung.
Ich sag nur "Dress to impress" .. *lach, röchel, sterb*