Tell: Sehr geehrter Kampfkollege. Hätten Sie einen Blick in den Begleittext ihrer Quest geworfen, dann wäre Ihrer Aufmerksamkeit der genaue Aufenthaltsort des Gesuchten sicherlich nicht entgangen.
OOC: Was? Wo ist Gargelbrock?
Tell: Kannst du nicht lesen? Ich habe doch eben geschrieben, wo du die Lösung findest.
OOC: Wo denn? Wo ist Gargelbrock?
Tell: Na gut. Er steht gleich rechts neben Gabbelgimpf.
OOC: Und wo ist Gabbelgimpf?
Tell: Links von Gargelbrock.
Die nun folgende Beleidigung darf nach eigenem Ermessen eingesetzt werden.
Wussten Sie, dass der Intelligenzquotient kein absolut gemessener Wert ist, sondern lediglich die Abweichung zum Mittelwert der Gesamtbevölkerung angibt? Die komplette Geschichte der Menschheit betrachtend, ist also der durchschnittliche Intelligenzquotient seit jeher genau 100. In der Steinzeit wie heute. Mit dem kleinen Unterschied, dass Menschen mit einem IQ von 140 früher das Feuer und später das Auto erfunden haben. Wer also über dem Durchschnitt liegt, der darf sich einer kurzfristigen Bedeutung erfreuen, und wer darunter liegt, der muss sich mit dem übermäßigen Gebrauch von Steinbeilen oder Spielkonsolen zufriedengeben.
Gerade aufgrund der Relativität des Intelligenzquotienten sollte man sich vor der Annahme hüten, jede nachfolgende Generation wäre schlauer als die vorhergehende. Diese Theorie mag zwar in evolutionsbewertender Gesamtbetrachtungsweise über die Jahrtausende hinweg gelten, jedoch ergeben sich in der Detailbetrachtung erste Widersprüche. Ist die Erfindergeneration von Elektrizität und Penicillin wirklich dümmer als die von Atombombe und Spammails? Könnte es also nicht vielleicht auch so sein, dass der absolute Wert der Intelligenz wie bei Aktienkursen gewissen Schwankungen unterworfen ist? Im Gesamttrend mag die Klugheit anwachsen. Allerdings vermag bisweilen eine naturbedingte Gewinnmitnahme den Cleverkurs nach unten zu drücken?
Genau daran musste ich denken, als ich dieser Tage einen Testbericht zu einem Computerspiel gelesen habe. Doch nicht der ganze Artikel an sich, sondern nur ein einzelnes Bewertungskriterium ließ mich erschaudern wie den Tank ein Sprung in seinem Schild. So beschwerte sich der Onlinekritiker über „die doof programmierten Richtungspfeile zur nächsten Quest“. Einmal ganz abgesehen davon, dass ich die Redewendung „doof programmiert“ eher bei einem vorpubertären Tamagotchimagazin erwarten würde, sollten Sie den unbekannten Schreiberling auf keinen Fall missverstehen. Den vermutlich Enkel des Homepagebesitzers störte nicht die Existenz der Richtungspfeile an sich, sondern viel mehr der Umstand, dass diese nur vage die Himmelsrichtung und nicht den genauen Pfad anzeigten!
Warum ist das so? Wieso sind neuzeitliche Questlöser so unfähig und beginnen mit dem Tränenfluss, wenn sie unmittelbar nach der Questannahme nicht auf ihrem Radarschirm den genauen Lösungsanflugwinkel serviert bekommen? In früheren Computerspielen waren die Rätsellösungen entscheidende Bestandteile des Spielspaßes und das eigene Erfolgserlebnis bedurfte weder Leitsystemen noch cheatender Addons, und mit Nachdenken oder Suche verbrachte Zeit empfand man als unterhaltsam.
Heutzutage verfallen die Kalkhirne schon in Panik, wenn des Questgebers Fragezeichen nur über dem Kopf und nicht auf der Map schwebt. Könnten sich diese wehleidigen Gehirndienstverweigerer gefälligst die Mühe machen und bitte im Wörterbuch die genaue Bedeutung des Wortes „Quest“ nachschlagen. Zudem würden es die Erfinder der Questtexte durchaus als Anerkennung empfinden, wenn die in ihren Buchstabenkonstrukten gegebenen Lösungshinweise nicht alleinig zur Aufblähung des Programmcodes gereichen würden.
Kingdoms of Amalur: ReckoningXBox 360, PS3, PC: 10.2.2012 Vorschau lesen
The Darkness 2XBox 360, PC, PS3: 10.2.2012 Vorschau lesen
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
Jo war bei mir am Anfang bei Warhammer auch so ... aber mittlerweile muss ich sagen zumindest auf Grünhautseite lohnt sich Questtexte lesen für den ein oder anderen Lacher.
Herr Spielemacher, bitte mehr zum Anfassen...
Er steht gleich rechts neben Gabbelgimpf.
Da hatte ich Gestern eine Situation, wo im Gespraech aufkam wieviele Saecke Mehl und Kuehe gestohlen wurden. Natuerlich habe ich mir sofort eine Notiz dieser Information gemacht und sie nie wieder benoetigt. Heute weiss ich und naechste Woche werde ich noch wissen das zwei Saecke und 3 Kuehe gestohlen wurden.
die "töte 10 cyber-schlümpfe" quests, bei denen man die 10 mobs quer durch 5 maps die spannender als wüste nicht sind? also wer da spaß am endlosen kreisedrehen hat....
...gamona... GNADE... schwarzer Text auf dunkelblauem Hintergrund ist schlimmer wie eintönige MMO-Quests
Grüße
Kopfwehdrok
OOC: Wo ist Gargelbrock?
>You are standing in front of the Auctionhouse of Stormwind. A path is leading south into the forest. Not far in the Northeast you can see the Magepark.
OOC: OLOLOL WTF?
>huh?
OOC:was zum...
>huh?
OOC: geh in den Wald
>huh?
OOC:go south
>After a long journey you arrived Goldshire hale and hearty. Where do you want to go?
OOC:go to Gargelbrock
>huh?
OOC: ARRGH Wo is der verdammte MOB?? 11
>huh?
OOC:#%& ?#§
Mwuhahahar Für so ein "Feature" würde ich einiges geben.
Und mit einer Wahrhaftigkeit geprägt, die schon schmerzhaft ist.
aber back² Glosse
Wie wahr doch Olniggs Worte sind. Ich hab schon längst den allgemeinen Channel ausgeschaltet und hoffe jeden Tag das mich nicht wer per /tell fragt wo denn der verdammte Questgegenstand ist.
Na gut ich ring' mich dazu durch:
Das schlimme an dieser Lesefaulheit ist eben tatsächlich die Tatsache, dass sich dieses Phänomen nicht nur auf Einzelfälle beschränkt, sondern zu einer all umfassenden Plage wird/geworden ist.
Aber ich denke man sollte damit lockerer umgehen^^ Beispielsweise fühle ich mich in regelmäßigen Intervallen meiner Spielzeit derartig in meiner Selbstachtung bestätigt, dass ich nach mehreren Spielstunden auf mein Dach steige und ernsthaft denke ich könne fliegen :-)
Ich werde das wohl auch mit WotLK wieder ohne Hilfe von Addons versuchen.
Was ich noch vergessen habe: Mein Verfahren mit solchen des Lesens und Verstehens unfähigen Leuten ist ganz einfach -> /ignore
Wer nicht einmal simple Texte lesen kann, dem traue ich auch sonst nichts zu.
Ich lese mir jede Quest in WoW durch, denn auch, wenn es die Leute, die nicht lesen können, nicht glauben: Selbst normale Killquests erzählen oftmals eine nette Geschichte.
Ansonsten gebe icg Olnigg wieder einmal völlig recht. Die Faulheit oder Dummheit vieler Spieler im Bezug auf das Lesen von simplen Questtexten ist schon nicht mehr feierlich. Dabei gibt es sogar bei jeder Quest eine Zusammenfassung Marke "Etwa 200 Meter im Norden bei der megagroßen Turmruine ist ein einziger Gegner, den du töten musst." Und man glaubt es nicht: Sogar zum Finden solcher Gegner brauchen viele noch Hilfe durch ein Koordinatensystem und Seiten wie buffed. Wie einfach soll es sonst noch werden, wenn anscheinend selbst markierte Zielgebiete wie in WAR den Leuten nicht weiterhilft?
Ich spiele seit 10 Jahren MMOGs und habe immer durch das Lesen von Questtexten meine Ziele erfüllen können, egal ob EQ oder WoW. Und mein IQ liegt laut Test im leicht erhöhten Durchschnitt, ich habe also kein Literatur-Doppel-Diplom.
In WoW darf man schon gar nicht mehr mit Beschreibungen kommen, da richtet sich jeder nur noch nach dem per Addon integrierten GPS und erwartet Koordinaten. Wenn nicht sowieso von Anfang ein Addon mitläuft, dass einen an der Hand nimmt und per vorgemalten Weg zum Gegner führt.
Schöne Glosse diesmal.
Als ich dann am Zielort ankam ssah ich ein Steinsockel mit 4 Drachenskulpturen drumherrum, auf dem Steinsockel eine Elfe de auf den Questgegnerwartete und wartete und wartete....
Als mir das Zukucken zu langweilig wurde entschloss ich mich das Rätsel zu lösen und klickte einer der Drachen an...siehe da feuer...nächste feuer aus...klick aha effekt reihenfolge beachten schwups kam der gegner und quest war abgeschlossen...weiterhin auf dem sockel die elfe die mich blöd fragte wie ich das gemacht hätte...ich bin vor lachen vom stuhl gefallen...
Wir leben inzwischen in einem Zeitalter wo die Türme von Hanoi für ein Bauwerk aus einer Chinesischen Dynastie gehalten werden...
Wie auch immer, ich fände die gänzliche Abwesenheit von Questhilfen ala Map-Symbole und NPC-Kennzeichnungen wieder wirklich erfrischend anders unter der Voraussetzung von guten Questtexten. Einbindung eines Notizbuches für Selbstnotizen und ein Kompass für Himmelsrichtungen. Mehr braucht es nicht und wäre doch viel mehr als das, was einem derzeit vorgesetzt wird an geistiger Unterforderung.
Wenn man bedenkt, dass man in Gothic 1 und 2 noch fleißig suchen musste beziehungsweise ahnung von Himmelsrichtungne haben musste ist die entwicklung tatsächlich schade. Naja hoffentlich hat D3 keinen Kompass.
Schöne Glosse dieses Mal.
Danke Herr Olnigg für die nette Kolumne
Drok