Patentantrag: 45-EU/2008-LFD00299215/a

Antragsteller: Olnigg

Antragsdatum: 30.09.2008

Antragsgegenstand: DRM perfecto

Kurzbeschreibung: Soft- und hardwaretechnische Komplettlösung zur umfassenden Abwehr aller softwarepiraterischen Tätigkeitsfelder im Sinne der Aufrechterhaltung Kunden überwachender Monopolstellungen global tätiger Großkonzerne durch Sicherung ihrer überwertvermarkteten Nearly-Done-Products.

Patentumfang:

1. Elektromechanischer Bestandteil des DRM perfecto:

Es erfolgt bei der PC-Herstellung eine hardwaregestützte Direktverbindung des Computernetzteils mit der steuergebenden Zentraleinheit „RichterX“ (siehe Patentantrag 45-EU/2008-LFD00299215/b gleichen Datums). Über niederstromgebende bis zu 220 Volt belastbare Kabelverbindungen werden Tastatur, Monitor und Motherboard miteinander verbunden. Die Tastatur wird im Bereich der Taste J mit Sensoren zur Messung des Hautwiderstandes und des Körperfettwertes und in deren Umfeld mit einer Reflexlichtschranke versehen. In der Ausführung „DRM perfecto Deluxe“ kommt zudem ein Temperaturfühler mit Netzwerkanbindung zum Einsatz.

2. Voraussetzungen der Anwendersoftware:

Jedes in den Handel kommende Nearly-Done-Product, sei es zur beruflichen Ausübung oder der abendlichen Entspannung gedacht, muss mit keinerlei Kopierschutz oder anderweitig bisher verwendeter DRM-Schutzmaßnahme mehr versehen werden. Des Weiteren ist die Verwendung von Seriennummern und sperrenden Zeitschlüsseln absolut unnötig.

3. Softwareumfang der Zentraleinheit RichterX:

RichterX überprüft den Datendurchsatz zwischen Festplatte und Prozessoreinheit. Wird ein Anwendungsprogramm gestartet, initiiert die Funktion „Gewissensabgleich“ die Bildschirmabfrage, ob die vorliegende Software rechtmäßig erworben wurde. Zeitgleich beginnt die Hautwiderstandsmessung der Taste J. Zeigt die psychogalvanische Hautreaktion des Fingers einen gleichbleibenden Wert, so wird der Benutzer als legitimiert angesehen und die entsprechende Applikation gestartet. Bei stressbedingt wechselnder Hautreaktion kann vergleichbar zu einem Lügendetektor von einer unwahren Beantwortung ausgegangen werden, worauf die komplette Tastatur unter Strom gesetzt und das Betriebssystem heruntergefahren wird. Die Stärke der Strombelastung erfolgt in direkter Proportionalität zum panikartigen Anstieg des Messergebnisses.

4. Vorausschauender Manipulationsschutz:

Verzeichnet RichterX einen ungerechtfertigten Programmzugriff, erfolgt als zusätzliche Sicherungsmaßnahme ein Einsatz des Softwaremoduls „Selbstjustizifizierung“. Meldet die Körperfettmessung einen überdurchschnittlichen Wert und die Reflexlichtschranke ein Übermaß an Schmutz unter den Fingernägeln, so muss von einem ungepflegten Nerd ausgegangen werden, dessen Intention die unrechtmäßige Überwindung der Zentraleinheit ist. Die unmittelbar darauf erfolgende Maximalbelastung der Tastatur mit 220 Volt wird bei der Bekämpfung der Produktpiraterie mittelfristig entscheidende Dienste leisten und einer nachhaltigen Durchsetzung der Lizenzrechte den Weg bereiten.

DRM perfecto Deluxe

5. Zugestandener Optimierungsbedarf:

Mit geringfügigen Kollateralschäden bei zum Beispiel unter Fast-Food-Fehlernährung leidenden Kaminkehrern muss in der Anfangsphase der Produkteinführung von DRM perfecto gerechnet werden. Da hinsichtlich des Weltbevölkerungszuwachses jedoch weiterhin mit rapide steigenden Werten gerechnet werden kann, ist dies als zweitrangig zu bewerten, zumal sich das Gesundheitsbewusstsein und das Körperpflegeverhalten des überlebenswilligen Kundenmaterials sehr schnell anpassen dürfte.

6. Strategische Gestaltung der Markeinführung:

Da der im letzten Jahrhundert verstärkte Ausbau der Bildungseinrichtungen leider zu einer Übersensibilisierung von sich Mitsprache anmaßenden Konsumenten geführt hat, kann auf eine legislative Unterstützung nicht verzichtet werden. Durch die Darbietung von Sachgeschenken auf monetärer und fortpflanzungstechnischer Ebene ist die gesetzgebende Seite von Bedenken zu befreien und für die Einsicht zu sorgen, dass Produktschutz die Einhaltung von Menschenrechten nur dann garantieren kann, wenn sich letztere als sekundär definieren.

7. Akzeptanzprobleme der Käuferkaste:

Es wird empfohlen, den negativ vorbelasteten Begriff DRM nur im hausinternen Gebrauch zu verwenden. Bei der Darstellung in der Öffentlichkeit sind neue Wortkreationen anzuraten, wobei der Vorschlag DRM 2.0 zu einer sofortigen Mitarbeiterfreisetzung der verantwortlichen Kreativabteilung führen sollte. Als richtungsweisende Schlagwörter seien positiv besetzte Begriffe wie Sicherheit oder Freiheit zu verwenden. Ein empfehlenswerter Ansatz wäre zum Beispiel FreeROM.

8. Technischer Ausblick:

Haben sich die Geld ausgebenden Humanobjekte erst einmal an die Innovationskraft der Großkonzerne gewöhnt, empfiehlt sich die Einleitung der zweiten Ausbaustufe „DRM perfecto Deluxe“. Eine nahezu flächendeckende Verbreitung vorausgesetzt, kann bei Zuschaltung des Programmteils „Fixattest“ über das Internet hinweg die Körpertemperatur des PC-Anwenders gemessen werden. Einer allumfassenden Reduktion der krankheitsbedingten Fehlzeiten von Arbeitnehmern auf das natürliche Soll durch deren Vor-Ort-Überprüfung steht somit nichts mehr im Wege. Und sollte die Geschäftsführung einer Firma ihre Rechtsabteilung um die Führung von Arbeitsrechtprozessen entlasten wollen, dann bietet sich RichterX mit seinen Überspannungskomponenten jederzeit für einen alternativen Lösungsweg an.