Wer in diesen Wochen die Medien verfolgt und die allgegenwärtigen Diskussionen um einen adligen Worträuber analysiert, der darf sich zu Recht ein paar Kilo Irritation gönnen. Einerseits ist sich das Fachpersonal über die vorsätzliche Illegalität des Handelnden einig und andererseits fordert die Bevölkerungsmehrheit frenetisch Zugabe. Wenn schon perfektioniertes Plagiatentum als Ministerbefähigung gilt, wie könnte sich da eine unbedeutende Kolumne diesem neuen Abschreiberecht entziehen?

Hiermit erkläre ich, Olnigg, Autor der Kolumne Olniggs Glosse, an Eides statt, dass ich den folgenden Beitrag über das Online-Spiel Earthrise ausschließlich unter Zuhilfenahme anderer Internetseiten erstellt habe. Ich gebe Ihnen allen mein Ehrenwort, dass ich dieses Spiel niemals auf einer von mir verwalteten Hardware installiert und es keine einzige Sekunde meines Lebens konsumiert habe. Alle in der vorliegenden Earthrise-Glosse anzutreffenden Fakten haben ihren Geburtsort garantiert außerhalb meines Wissensbereiches.

Im folgenden Artikel habe ich auf das Setzen von Fußnoten unbewusst verzichten müssen, weil die Aufzucht und Pflege von 15 Balkon- und Zimmerpflanzen sowie sehr ausgiebige und nicht nur am Sonntag stattfindende Sonntagsspaziergänge mir dies zeitlich unmöglich gemacht haben. Trotzdem habe ich keine Mühen gescheut und die geraubten Zitate durch eigene Worte verziert. Dies geschah nicht nur um der besseren Lesbarkeit willen, weil meine Quellen allesamt englischsprachigen Ursprungs waren, sondern auch um den Tatbestand eines perfekten Plagiats durchgehend bis zum Ende der Glosse auf höchstmöglichem Niveau sicherstellen zu können.

gez. Dr. in spe Olnigg

Olniggs Glosse - Ausgabe 101: Rumgedoktort

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Warum hinter den Baum in Deckung gehen, wenn man davor viel besser gesehen werden kann?
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Qualitätsanalyse des Online-Spiels Earthrise von Prof. Dr. ego causa Olnigg

Earthrise ist von einer rumänischen oder bulgarischen Firma. So genau bin ich mir da als Quelle nicht einig. Zumindest ist es von irgendwelchen Exkommunisten gemacht, die wohl traurig darüber sind, dass keine Systemkritiker mehr zum Erschießen da sind, und die zum Ausleben ihres Traums nun ein eigenes PvP-Spiel erschaffen haben.

Ebenso unschlüssig bin ich in Sachen Charaktergenerierung. Es gibt eigentlich nur die Rasse der Menschen, aber irgendwo anders entnehme ich dann meinen Notizen etwas von Rassen-Klassen-Mischungen. Vielleicht muss das aber auch falsch sein, weil es gibt ja sowieso keine Klassen, sondern nur Skills, und jeder kann alles lernen. Keine Ahnung also, ob ich mir das glauben soll. Am besten der Leser gehe von allem ein bisschen aus.

Earthdown

Das Besondere oder sollte man sagen das aussätzig Machende an Earthrise ist das PvP-Ding und das Sandbox-Konzept. Earthrise ist also ein Sandkasten und passend dazu verhalten sich die Mitspieler. Wie bei anderen Ultima-Online-Möchtegernnachfolgern ist auch in Earthrise fröhliches Spielerkillen angesagt. Vorzugsweise, wenn man gerade mit einem Questmob beschäftigt ist. Im Spiel gibt es anscheinend eine Automatik, dass die Spieletester immer genau dann angegriffen wurden, sobald die Anzahl unserer Gesundheitspunkte unter den IQ-Wert des Playerkillers gefallen waren.

Ich habe mir auch sehr oft notiert, wenn ich nicht durch Spieler getötet worden bin, dass es dann ein Lag war. Dieser Mob ist offenkundig viel zu stark und sollte dringend mit dem ersten Patch generft werden. Die Grafik ist übrigens ganz gut, das Craften noch besser und der Grind allerbestens. Mehrfach erwähnenswert war und ist das Erkunden der Spielwelt. Dies macht sehr viel Laune und als Belohnung für das Entdecken neuer Gegenden darf man sich noch vor Ort von Mitspielern töten und ausrauben lassen.

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Der stotternde Schattenwurf.
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Da ich nicht mehr weiß, wo ich jetzt noch andere Informationen aufgeschrieben habe, und mein südsudanesischer Steppenkaktus dringend gegossen werden muss, mache ich gleich eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen.

Pros: Bilder und Gegenstandsherstellung

Cons: Stumpfsinnige Spielmechanik, Lack des Contents und arbeitsscheue Server

Wem das hier alles viel zu wenig aussagekräftig ist, der möge sich doch gleich irgendwelche Tests über Darkfall und Mortal Online zu Gemüte führen und dabei die Schwerter durch Schusswaffen ersetzen. So würde ich persönlich es zumindest beim nächsten Mal machen. Alles in allem erscheint der Konsum von Earthrise so erstrebenswert wie der einer Selbstschussanlage. Für virtuelle Selbstmörder also uneingeschränkt empfehlenswert.

Ich hoffe, Ihnen sind hier die Informationen begegnet, auf deren Suche Sie sich befunden haben. Es wäre nett, wenn Sie mich im Gegenzug zum Informationsminister vorschlagen würden.